Autor Thema: Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker  (Gelesen 2917 mal)

Datko

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Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker

Was ist in der Elementarteilchenphysik noch ein Abbild der Realität und was ist schon ein freies Spiel der Phantasie?

Meiner Meinung nach hat man schon den Weg der intellektuellen Redlichkeit verlassen.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Ritchie

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Re: Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker
« Antwort #1 am: 14.07.2012, 22:39 »
..... und es werden Millionen und Abermillionen an Steuergeldern versenkt.
Warum bringt ein Schornsteinfeger kein Glück, sondern dubiose Rechnungen ?

TWMueller

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Re: Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker
« Antwort #2 am: 15.07.2012, 20:42 »
..... und es werden Millionen und Abermillionen an Steuergeldern versenkt.

Verdoppelt den Forschungsetat und halbiert den Verteidigungshaushalt.

Das Blöde bei Grundlagenforschung ist, dass man beim Loslaufen noch nicht übersehen kann, wo man später landen wird. Nehmen wir doch mal an, die Suche nach Elementarteilchen würde das Wesen der Schwerkraft zu erklären helfen und irgendwann könnte eine Anti-Schwerkraft-Technik entwickelt werden - Wie würde eine solche Erkenntnis die Welt verändern?

Und selbst wenn Forschung nur dem Training intellektueller Fähigkeiten dienen würde, jeder diesbezüglich investierte Euro hat zumindest die Chance, nützlich zu werden. Wieviel Steuergelder werden hingegen für Dinge ausgegeben, die bestenfalls den Sinn haben, nicht genutzt zu werden?
« Letzte Änderung: 15.07.2012, 20:45 von TWMueller »
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Re: Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker
« Antwort #3 am: 15.07.2012, 21:15 »
Das mag durchaus sein und in einigen Fällen stimme ich da auch durchaus zu.
Aber beim jahrzehntelangen (!) Wolkenkuckucksheim habe ich diesem Eindruck ganz und gar nicht.
Und von einem evtl. blinden Vertrauen in das, was sich im Allgemeinen "Wissenschaft" nennt, halte ich nichts.

Warum bringt ein Schornsteinfeger kein Glück, sondern dubiose Rechnungen ?

Datko

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Re: Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker
« Antwort #4 am: 15.07.2012, 21:21 »
...
Das Blöde bei Grundlagenforschung ist, dass man beim Loslaufen noch nicht übersehen kann, wo man später landen wird. Nehmen wir doch mal an, die Suche nach Elementarteilchen würde das Wesen der Schwerkraft zu erklären helfen und irgendwann könnte eine Anti-Schwerkraft-Technik entwickelt werden - Wie würde eine solche Erkenntnis die Welt verändern?

Und selbst wenn Forschung nur dem Training intellektueller Fähigkeiten dienen würde, jeder diesbezüglich investierte Euro hat zumindest die Chance, nützlich zu werden. ...

Ich fürchte, dass die Elementarteilchenphysik sich in ihren Hypothesen verliert, es werden Annahmen gemacht, um vorhergehende Annahmen zu stützen, man stützt Hypothesen durch weitere Hypothesen und baut sich eine Fantasiewelt. Es geht nicht nur um viel Geld, sondern auch darum, ob der eingeschlagene Weg richtig ist, ob die Elementarteilchenphysik zur Zeit noch Aussagen über die Realität liefert.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Re: Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker
« Antwort #5 am: 18.04.2014, 19:30 »
Ich habe hier ein schönes Zitat aus Goethes Faust: "Wenn die Gedanken (siehe Feynman: Korrekte Theorien in der Physik...) fehlen, stellt das Wort (Standardmodell mit "geliehener Masse", String-Theorien mit aufgerollten Dimensionen, Multiversen usw.) sich ein". Mit so viel "Abenteuerspielplatz" sollten Physiker ihr Weltbild, so sie denn eines nach der Vorstellung Richard Feynmans haben, nicht belasten. Es "riecht" doch ziemlich nach "Grimms Märchen" oder nach einem heimlichen Tempel für die Gottesidee. Vielleicht ist auch die denkfaule und unreflektierte Anwendung rein syntaktischer mathematischer Methoden heute bereits die Kapitulation vor dem gefühlt "a priori Unbegreiflichen".
Prinzipien wie das Occam'sche Messer und der enge Kontakt zur Erlebniswelt (zu deren Deutung ja der ganze Zauber veranstaltet wird) halte ich für unverzichtbar.
A propos Quarks: Wie kann man nur aus Gründen der Systematisiereung die Elementarladung dritteln, wenn doch in den einfachsten Dissoziationsprodukten des einfachsten Bosons (Photon), dem Elektron und dem Positron diese als eindeutig elementar erkannt wurde? Quarks hat noch niemand als freie Teilchen gesehen. Sie sind Denk-Modelle innerer Kernstruktur, vergleichbar mit dem Bohr'schen Atommodell, das inzwischen auch eine enorme Verbesserung (Rutherford...) erfahren hat.

TWMueller

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Re: Wolkenkuckucksheim der Elementarteilchenphysiker
« Antwort #6 am: 20.04.2014, 21:38 »
Jede Erkenntnis beginnt damit, dass Jemand "SPINNT".

Irgendwann spielen jedoch die 99% "UNSINN" keine Rolle mehr,
wenn man das 1% (aktuelle) "WAHRHEIT" gefunden hat.

Wer nie "FALSCH" denkt, kann nicht erkennen, was vielleicht "RICHTIG" ist.
« Letzte Änderung: 22.04.2014, 20:06 von TWMueller »
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