Autor Thema: welt.de - Experten suchen Mittel gegen "Forschungsmüll"  (Gelesen 1546 mal)

Datko

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Mein Kommentar zu: http://www.welt.de/wissenschaft/article124017788/Experten-suchen-Mittel-gegen-Forschungsmuell.html

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Sicherlich sind viele Forschungsergebnisse sachlich falsch und viele irrelevant, wenn eventuell auch richtig!

Zitat: " Und der britische Physiker Peter Higgs, der 2013 den Nobelpreis erhielt, bekannte in der Londoner Zeitung "The Guardian", für eine Karriere im heutigen akademischen System wäre er nicht produktiv genug"

Wer garantiert uns, dass z.B. Herr Higgs mit seinen Erkenntnissen zur Physik nicht falsch liegt? Wer garantiert uns, dass seine Erkenntnisse, falls sie sachlich richtig sind auch relevant sind?
Forscher sind auch nur Menschen und keine Halbgötter. Letztlich tasten wir wie Blinde mit einem Stock die Welt ab.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
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Mathias

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Stimmt, natürlich sind Forscher auch nur Menschen. Umso mehr liegt es doch deshalb auf der Hand, dass die Prüfung von Studien umso strenger gehandhabt werden muss. Menschen tasten die Welt ab- manche produktiv, manche weniger. Trotzdem gibt es einfach Wissenschaft, die ganz offensichtlich Geld verschwendet. Und jeder von uns weiß, dass das selbe Geld an anderer Stelle dringend gebraucht wird...
« Letzte Änderung: 03.02.2014, 16:52 von Datko »

Chaeremon

  • Gast
... Trotzdem gibt es einfach Wissenschaft, die ganz offensichtlich Geld verschwendet. Und jeder von uns weiß, dass das selbe Geld an anderer Stelle dringend gebraucht wird ...

So oder ähnlich habe ich für lange Zeit auch 'mal gedacht ... bis dass mir klar wurde dass wir (Menschen, Forscher) auch Fehler herstellen müssen, am Besten durch Wissenschaften.

Sollten wir jeh damit aufhören wären die Konsequenzen katastrophal: Menschen (Forscher) die immer nur das einzig richtige finden können, ohne jemals einen Fehler zu machen, sind ... (Du weisst schon).

TWMueller

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Trotzdem gibt es einfach Wissenschaft, die ganz offensichtlich Geld verschwendet. Und jeder von uns weiß, dass das selbe Geld an anderer Stelle dringend gebraucht wird.

Auch "verschwendetes" Geld ist Geld, das die Wirtschaft am Leben erhält. Der Putzfrau, die das Labor reinigt, ist egal, nach was da geforscht wird. Sie freut sich über den Arbeitsplatz.

Man muss daher wohl zunächst unterscheiden, WELCHES Geld da "verschwendet" wird. STEUER-Geld muss WIRTSCHAFTLICH zum WOHLE DES STAATES (und somit der BEVÖLKERUNG) verwendet werden. Aber jegliches ANDERE KAPITAL sollte in Umlauf gebracht werden.

Es muss jedoch auch grundsätzlich gefragt werden, ob man überhaupt nach einer "sinnvollen" Geldverwendung fragen darf. Wieviel könnte "gespart" werden, wenn nur noch ein besonders wirtschaftlicher Kleinwagen hergestellt und gefahren werden dürfte? Aber, wer zahlt dann das Arbeitslosengeld all derjenigen, die dann nicht mehr benötigt werden, um "unsinnige" Automodelle herzustellen, zu verkaufen, zu warten und zu betreiben?

Und vielleicht ist es sogar "sinnvoller", wenn jemand das "Liebesleben der Pflastersteine" erforscht, als wenn mit dem gleichen Geld statt dessen noch ein Panzer mehr angeschafft würde.

« Letzte Änderung: 08.02.2014, 20:17 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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