Autor Thema: Stuttgart - Finanzierung religiöser Kindergärten  (Gelesen 1549 mal)

Datko

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Die erfolgreichen Kirchen, mit ihren Millionen Mitgliedern, setzten auf die Indoktrination der Menschen von klein auf! Ein Möglichkeit dafür sehen sie im Betrieb von Kindergärten. In Stuttgart sind so mehrere Tausend Kinder der Indoktrination durch die beiden großen christlichen Kirchen ausgesetzt.

Ein Großteil der Kindergärten wird zwar von Kirchen und anderen, oft freien Trägern, betrieben, die Kosten tragen aber weitgehend der Steuerzahler über massive Zuschüsse zu den Kosten und die Eltern über den Kindergartengebühren.

Den Trägern selbst verbleibt, ein oft kleiner Eigenanteil. In Stuttgart versucht die Stadtverwaltung den Eigenanteil der Kirchen höher zu halten, als den der freien Träger, mit dem Argument, die Kirchen wären wegen der Kirchensteuer finanzstark.

Hier interessante Zahlen:
r.-k. Kirche in Stuttgart: "Von den 12,4 Millionen an Kirchensteuermitteln fließen derzeit 2,5 Millionen in die katholischen Kindertagesstätten."
Siehe: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.aerger-um-kindertagesstaetten-kirchen-streiten-mit-der-stadt-um-zuschuesse.3c0027b6-5a1b-407f-b3cb-04a3962357f9.html

Da die Kirchensteuer "absetzbar" ist, entgehen dem Staat Steuereinnahmen, wenn also die großen Kirchen Mittel aus den Kirchensteuern für Kindergärten zur Verfügung stellen, ist ein Teil von diesen Geldern ohnehin eigentlich "öffentliches" Geld. Nach dem Subventionsbericht entgingen dem Staat durch die Absetzbarkeit der Kirchensteuer 2008 3 Milliarden € an Steuereinnahmen ( siehe : http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer_%28Deutschland%29 ).
« Letzte Änderung: 03.12.2011, 10:11 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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