Autor Thema: Toleranz? Gegenüber dem Christentum? Kenne ich nicht!!  (Gelesen 5301 mal)

Ungläubiger

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" Die Christen drangen unter das Volk, schonten weder Kind noch Greis, weder Schwangere noch Entbundene,
rissen ihnen die Leiber auf und hieben alles in Stücken, nicht anders, als überfielen sie eine Herde Schafe.
Sie wetteten mit einander, wer unter ihnen einen Menschen mit einem Schwertstreich mitten von einander hauen,
ihm mit der Pike den Kopf spalten. oder das Eingeweide aus dem Leibe reißen könne.
Neugeborene Geschöpfchen rissen sie bei den Füßen von den Brüsten ihrer Mütter und schleuderten sie mit den
Köpfen wider die Felsen. Andere schleppten sie bei den Schultern durch die Straßen, lachten und scherzten dazu,
warfen sie endlich ins Wasser und sagten, da zapple nun, du kleiner schurkischer Körper."

Nur ein kleiner Buchauszug des Berichtes von der Verwüstung der westindischen Länder (INDIANER)
geschrieben von dem Bischof Bartolomae las Casas 1542

Es gibt noch mehr Literatur, die nie verboten werden konnte und die Wirklichkeit des üblen Christentums schildert.
Ein Gott im Himmel sah zu? Und ein Leben nach dem Tode soll es geben? Ach du lieber Gott!

Toleranz gegenüber dem Christentum gibt es nicht. Jedenfalls niemals von mir! Amen.

TWMueller

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Würde man dieser (Schein-)Logik folgen, müßte die GESAMTE Menschheit wohl morgen von Schuldgefühlen getrieben Selbstmord begehen. Wer gehört nicht zu irgend einer Gruppe, die im Laufe der Geschichte Grausamkeiten begangen hat? Wie kann die restliche Welt nur Deutsche tolerieren, bei all den Grausamkeiten, die rund um die NS-Diktatur erfolgten?

Zum Glück jedoch können aufgeklärte Menschen meist sehr gut unterscheiden, was GESCHICHTE ist und wofür der EINZELNE ggf. eine VERANTWORTUNG trägt.

Und, wenn bislang von TOLERANZ die Rede war, so war die TOLERANZ gegenüber einem GLAUBEN gemeint.

Auch [Ungläubiger] sollte in seiner sehr vereinfachenden Art doch unterscheiden können, was GEISTIGER GLAUBE und was GELEBTES HANDELN ist.

GLAUBE darf nicht als akzeptierte Entschuldigung dienen, um UNMENSCHLICHES oder RECHTSWIDRIGES VERHALTEN zu rechtfertigen. Und genau das wird u.a. in den Werten unseres Grundgesetzes zum Ausdruck gebracht. Jeder hat eine GLAUBENS-Freiheit, jeder darf auch seine MEINUNG FREI ÄUSSERN. Die GRENZE ist jedoch erreicht, wenn z.B. ein HASS-PREDIGER zu GEWALT oder INTOLERANZ aufruft.

Keiner der HEUTE lebenden Menschen hat im 16. Jahrhundert irgend einem Indianer etwas Böses angetan. Selbst wenn der Vater ein Mörder ist, ist dann der Sohn für dessen Tat verantwortlich zu machen? Und, wenn jemand im selben Sportverein wie ein Mörder ist, wird er dann automatisch durch dessen Tat auch schuldig?

Kurzum: Wieder mal eine UNDURCHDACHTE PLATTHEIT von [Ungläubiger], die bestenfalls geeignet ist, bei sehr einfach gestrickten Lesern VORURTEILE zu schüren. MEINUNGSMACHE der primitivsten Art.
Wer nicht "GESTERN" von "HEUTE" und "GLAUBE" von "TAT" unterscheiden kann (oder will), sollte sich nicht so aufspielen, als habe er die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Dass [Ungläubiger] sogar in der Überschrift SEINES Beitrags bereits unterstreicht, dass ER UN-TOLERANT ist ("Toleranz? ... Kenne ich nicht!"), führt zu der Frage, was der Beitrag denn dann überhaupt soll. Will er JEDEM LESER klarmachen, wo seine DEFIZITE liegen? Will er MITLEID für seine Verbohrtheit? Oder will er nur für die Zukunft vor SEINEN Beiträgen warnen: "Vorsicht, ich bin INTOLERANT. Bitte meine Kommentare nur als AGITATION betrachten!"

Nun gut. Mancher disqualifiziert sich am besten selbst. Mancher schafft dies sogar bereits in der Überschrift eines Forumseintrags.
« Letzte Änderung: 24.09.2013, 21:04 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Dem Herrn TW Müller ein herzliches Dankeschön für die enorme Aufmerksamkeit, der eigentlich nicht mehr meine Kommentare beachten wollte.
Wie viel Verzweiflung und Ohnmacht kennzeichnen jene langen Ergüsse und kein Gott hilft. Ich bin also auf dem richtigen Wege, Amen! 

TWMueller

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Also, um auf solche Internet-Beiträge antworten zu können, würde ich selbst dann keinen "Gott" brauchen, wenn ich an einen solchen glauben würde.

Der Vorstandsvorsitzende eines internationalen Großkonzerns kommt ja auch nicht in der Buchhaltung vorbei, um die Bleistifte zu spitzen.

Platte Stimmungsmache erkenne ich zum Glück auch ohne himmlichen Beistand. Ich würde mich zwar freuen, wenn in diesem Forum nur noch SACHLICH über Themen diskutiert würde, die man dem Oberbegriff "MONOPOLE" zuordnen kann. Wenn dann trotzdem noch THEMENFREMDE Beiträge voller INTOLERANZ eingestellt werden, bin ich fast gezwungen, Manipulationsansätze aufzudecken und Populismus entgegen zu treten. Wenn man manchen Beitrag unwidersprochen stehen lassen würde, könnten Besucher dieses Forums den Eindruck bekommen, das sei der Stil, der hier zu erwarten ist. Man muss daher zeigen, dass EIN Schreiber, der versucht, gegen einen bestimmten GLAUBEN zu hetzen, nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist.

Vielleicht kann ja, um wenigstens mal den Ansatz von SACHLICHKEIT zu finden, [Ungläubiger] definieren, was er unter:
- WERTEN
- GLAUBE
- RELIGION
- KIRCHE
- STAAT
versteht.
Wie werden diese Begriffe gegeneinander ANGEGRENZT?
Wo ist der Einzelne in seiner Entfaltung FREI, wo GEBUNDEN?

Vermutlich ist diese Aufgabe jedoch zu schwer oder kann nur mit kopierten Texten ANDERER Autoren beantwortet werden. Oder kommt doch mal ein EIGENER Denkansatz?
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Es ist schon recht eigenartig, wenn ein Atheist nach Werten, Glaube, Religion, Kirche und Staat gefragt wird.
Als ob ein Atheist keine Ahnung von Werten, Glaube, Religion, Kirche und Staat hat.
Also gebe ich auf diese eigenartigen Fragen keine Antwort.
Wie gesagt, Toleranz? Gegenüber dem Christen-irr-tum kenne ich nicht. 

TWMueller

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Die DEFINITION und ABGRENZUNG von BEGRIFFEN hat etwas mit LOGIK zu tun und ist zunächst einmal völlig unabhängig von dem INHALT, den ein Diskutant einem Begriff gibt / geben will.

Wenn sich jemand als [Ungläubiger] darstellt, sollte er doch schon in der Lage sein, Anderen überhaupt darzustellen, was ER als "GLAUBE" versteht. Gerade, wenn er zudem betont, dass "UNGLAUBE" nicht gleichzusetzen ist mit "keine WERTE haben", so wäre es doch schon interessant, was er in die Rubrik "WERTE" einordnet und wann für ihn "GLAUBE" vorliegt.

Und, wenn ER etwas ablehnt, so würde mich schon interessieren, WAS DAS GENAU sein soll. Wird anderen Menschen grundsätzlich abgesprochen, einen GLAUBEN haben zu dürfen (da man ansonsten aus Sicht von [Ubgläubiger] ja unlogisch oder rückständig ist) oder lehnt [Ungläubiger] nur einen SPEZIELLEN Glauben ab ("Glaube, was Du willst, aber NICHT ...").

Es deutet sich jedoch an, dass erneut bereits das Kratzen an der Oberfläche der geäußerten POLEMIK zu Sprachlosigkeit führt. Es wäre aber doch an der Zeit, sich mal FESTZULEGEN, was man unter bestimmten Begriffen verstehen will und was genau da abgelehnt wird. Natürlich wäre hierdurch das Risiko gegeben, dass man zukünftig nicht mehr jeden Unsinn schreiben kann, ohne gegen die EIGENEN Festlegungen zu verstoßen.

Wer SACHLICH, LOGISCH, WISSENSCHAFTLICH ein Thema betrachten will, muss doch damit beginnen, die verwendeten BEGRIFFE hinreichend genau zu definieren / zu benennen. Sonst redet der Eine von "Äpfeln", der Andere von "Birnen".

LOGIK zu fordern, ist eben das Eine. Selbst LOGIK anzuwenden, etwas Anderes.
« Letzte Änderung: 26.09.2013, 23:34 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Wo ist im Christentum die Logik?????

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Wo steht, dass Alles LOGISCH sein muss?

Das Leben ist NICHT LOGISCH !
Außer, man würde INSTINKTE und GEFÜHLE auch als eine Art der LOGIK ansehen.

Es ist der MENSCH, der die LOGIK ins Spiel bringt.
Die REGELN DER LOGIK dürfen daher nur dann heran gezogen werden, wenn ein MENSCH sich auf die LOGIK beruft.
"GLAUBE" ist jedoch bei ALLEN RELIGIONEN gerade etwas, das außerhalb der reinen LOGIK und VERNUNFT steht.

[Ungläubiger] versucht zu belegen, dass Äpfel keine Birnen sind.
Wer hat je etwas anderes behauptet?
GLAUBE ist KEINE WISSENSCHAFT. Und das ist auch gut so.
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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"GLAUBE ist KEINE WISSENSCHAFT"

So viel Borniertheit gibt es selten. Christentum ist ja auch eine Art der schlimmsten Geisteskrankheiten. (Johann Most)

TWMueller

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@[Ungläubiger]
Wenn man ZITIERT, sollte erkennbar sein, was Text des Schreibers und was Zitat ist. Üblicherweise wird dazu zumindest der zitierte Text in ANFÜHRUNGSZEICHEN gesetzt.

Dieses Forum im Internet bietet aber sogar noch eine bessere Möglichkeit. Durch Anklicken der Schaltfläche "ZITAT" wird der entsprechende Text deutlich vom Rest abgesetzt. Jeder Leser kann dann gut unterscheiden, wer eigentlich was gesagt hat (oder gesagt haben soll).

Das zuvor aufgeführte ZITAT ("Christentum ist ja auch eine Art der schlimmsten Geisteskrankheiten.") ist zudem so rückständig und unsinnig, dass ICH mich schämen würde, solchen Blödsinn ernsthaft zu zitieren.

Ein GLAUBE ist ein GLAUBE,
eine KRANKHEIT eine KRANKHEIT.
(War da nicht was mit Äpfeln und Birnen?)

Will uns [Ungläubiger] allen Ernstes vorgaukeln, ein Christ müsse nur zum Arzt oder Psychiater gehen, um von seiner "Krankheit" (= angeblich falscher Glaube) GEHEILT zu werden. "Schluck diese Pille und Du wirst wieder gesund an das Richtige glauben." ???

Und nur mal am Rand gefragt: Wer darf denn bestimmen, was "gesund" und was "krank" im Denken ist? Dürfte dieser auch festlegen, dass ein "UNGLAUBE" eine Art geistiger Defizit ist?

Ich fürchte, bei dieser willkürlichen Festlegung von "Geisteskrankheit" sind wir ALLE nicht ganz gesund. Sehen wir uns daher zunächst beim Psychiater und später in der "Hölle"?
« Letzte Änderung: 28.09.2013, 19:51 von TWMueller »
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Ungläubiger

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Frage an TW Müller:

Was soll dieses eigenartige Geschwafel? Bekehrungsversuche? Flucht aus dem Stall? Suche nach dem heiligen Geist?

Christentum: Beten bis zum Verrecken! Staatlich unterstützt. Ach du lieber Gott!

Im übrigen finde ich es recht seltsam, mit welchen Methoden ein Atheist dummdreist behandelt wird.
Biblisches Denken beinhaltet Einschränkung der Denkfähigkeit, fördert die Inhumanität und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden.
Ohne die Dummheit hätte das Christentum nie seine Perfektion erreicht. Ob da noch was zu retten ist? Bestimmt!!
« Letzte Änderung: 29.09.2013, 13:21 von Ungläubiger »

TWMueller

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Frage an TW Müller:
Was soll dieses eigenartige Geschwafel? Bekehrungsversuche? Flucht aus dem Stall? Suche nach dem heiligen Geist?

Ich versuche, es mal EINFACH zusammenzufassen:
ANREGUNG ZUM SELBER DENKEN !

Hierzu erachte ICH es jedoch für wichtig, zunächst mal zu erkennen, von WAS da überhaupt geredet wird. Geht es um "INDIVIDUELLEN GLAUBEN"? Geht es um "INSTITUTIONALISIERTEN GLAUBEN"? Geht es um "RELIGION" oder um "KIRCHE"? Geht es um ALLGEMEINES oder nur darum, gegen eine BESTIMMTE GLAUBENSRICHTUNG Stimmung zu machen?

Wenn es irgendwo PROBLEME gibt, kann, ja soll man diese ANSPRECHEN. Dazu gehört es jedoch auch, das PROBLEM zunächst GENAU zu ERKENNEN, es ABZUGRENZEN und zu BESCHREIBEN. Nur dann kann eine LÖSUNGS-STRATEGIE entwickelt werden. Wenn ein Wasserhahn tropft, reißt man ja auch nicht blind gleich das ganze Haus ein.

[Ungläubiger] stänkert jedoch pauschal und völlig undifferenziert gegen das "Christentum" und meint meist speziell die "katholische Kirche". Leider ist er dabei jedoch sogar so INTOLERANT, dass er seine MEINUNG einfach über die ANDERER stellt. Wer nicht nach SEINER LOGIK denkt und handelt, lebt falsch.

Die Frage, ob es einen "Gott" gibt oder nicht, gehört schon nicht in DIESES FORUM. Hier kann und soll die Rolle der KIRCHEN in der GESELLSCHAFT unter dem Gesichtspunkt der MONOPOLE betrachtet werden. Doch KONSTRUKTIVE KRITIK in diesem THEMENFELD habe ich von [Ungläubiger] bislang noch nicht finden können. Er beläßt es leider beim LÄSTERN.

Er kritisiert, dass die Kirchen den Menschen deren Denken vorschreiben würden, doch ER macht genau das Gleiche. Er rühmt sich sogar noch, INTOLERANT zu sein. Auch ein DIKTAT des UNGLAUBENS ist genau so verwerflich, wie das DIKTAT eines GLAUBENS.

Der Unterschied RELIGIÖSER und ATHEISTISCHER SCHEUKLAPPEN ist lediglich, dass der Kopf in eine andere Richtung gedreht ist. Die Welt wird jedoch nicht besser oder schlechter, nur weil man in eine ANDERE Richtung blickt. Es gilt, die SCHEUKLAPPEN ABZUNEHMEN und die WELT ALS GANZES zu betrachten.

Die Probleme der Welt werden sicherlich abnehmen, wenn GLÄUBIGE anfangen, die Bedenken Anderer zumindest anzuhören oder gar ersthaft zu bedenken. UNGLÄUBIGE jedoch sollten ebenso bereit sein, sich zumindest mal zu fragen, WARUM Andere einen Glauben als wertvoll für deren Leben ansehen. Es geht darum, sich ZUZUHÖREN, nicht darum zu überzeugen.

Was würde es nutzen, wenn der Adler die Biene ÜBERZEUGEN würde, dass es viel besser ist, ein Adler zu sein? Wollen die Adler dann zukünftig die Blüten bestäuben?
« Letzte Änderung: 29.09.2013, 20:32 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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So viel Gesülze, aber weit fern vom "heiligen Geist".
Ein Gott, der einen Menschen erschuf, erschuf auch Atheisten. Also mal ein bisschen Respekt! 

TWMueller

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Nur noch mal zur Erinnerung: Auch ICH bin überzeugter ATHEIST.

Dies hat jedoch NICHT zur Folge, dass ich ANDERE nicht anerkennen oder respektieren würde. Und ICH vermische hierbei nicht GLAUBENSFRAGEN mit RELIGIONSKRITIK.

Wenn ich nicht an einen (christlichen) "Gott" glaube, so zwingt mich in diesem Land ja niemand, einer Religion oder Kirche anzugehören. Und solange eine Religionsgemeinschaft nicht beansprucht, Einfluss auf MEIN Leben zu nehmen, betrachte ich es als reine Privatsache deren Mitglieder, was sie glauben wollen und wie sie ihre Gemeinschaft organisieren.

So fordere ICH zwar z.B. die Abschaffung einer Kirchensteuer, dies jedoch nur aus WELTLICHEN Gesichtspunkten heraus. Ich bin halt der Überzeugung, ein WELTLICHER STAAT müsse sich NEUTRAL verhalten und solle von RELIGIÖSEN Fragen strikt getrennt sein. Wenn sich also "Gläubige" zu einer Gemeinschaft oder Kirche zusammentun, so ist dies allein deren Sache. Sie sollten sich dann jedoch auch selbst finanzieren.

Der GLAUBE ist eben das Eine, die Organisation und die Auswirkungen auf Außenstehende etwas Anderes.

ZU MEINEN tragenden WERTEN gehören "GLEICHWERTIGKEIT ALLER MENSCHEN", "INDIVIDUELLE FREIHEIT" und hieraus folgend z.B. auch die "MEINUNGSFREIHEIT". Für MICH ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, dass ich, wenn ich selbst für mich eine Glaubensfreiheit beanspruche, ich diese auch JEDEM Anderen zugestehen muss. ICH habe mit NIEMANDEM ein Problem, gleichgültig, ob dieser Atheist, Christ, Jude, Moslem, Buddist, Hindu, oder ... oder ... oder ... ist. Probleme habe ich nur mit Menschen, die so INTOLERANT sind, dass sie IHRE WELTANSCHAUUNG über die FREIHEIT DER ANDEREN stellen. Es ist nicht der FREIE GEIST der Menschen, der gefährlich ist, es sind die SCHEUKLAPPEN, die VORURTEILE und der STARRSINN, die zu einem GEGENEINANDER führen. Ich habe keine Angst vor irgend einem noch so gläubigen Menschen auf dieser Erde, ich habe nur Angst vor denjenigen, die mich mit dem Schwert in der Hand zwingen wollen, mich einer (vorgegebenen) Denkrichtung anschliessen zu MÜSSEN.
« Letzte Änderung: 30.09.2013, 21:54 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Ein Atheist, der die Morde der Kirche anerkennt? Wie pervers ist das denn?

Zitat:
„Ich bin und bleibe ein Gegner der Institution Kirche, vor allem der katholischen. Überall da, wo Religion zur institutionalisierten Macht oder Staatskirche wird oder sich mit ihr verschwägert, geht der Sinngehalt der humanitären Lehre verloren."

Hans Günter Wallraff
« Letzte Änderung: 01.10.2013, 08:27 von Ungläubiger »