Autor Thema: Der wundersame Ruf nach einem Blasphemie-Gesetz  (Gelesen 1154 mal)

Ungläubiger

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Blasphemie-Gesetz:

Eine Religion (Gott) benötigt den Schutz des Staates. Was für ein armseliger Gott und eine armselige Religion.
Eine Religion, die sich selbst nicht schützen kann, ist einfach un-glaub-würdig und bedarf nicht der ständigen Sauerstoffzufuhr (Geld)
des Staates. Die notwendigen Kröten könnte ja die Kirche von ihrem Gott anfordern, aber der will einfach nicht.
Die Sonne bedarf auch nicht den Schutz des Staates, für seinen eigenen Schutz braucht man höchstens eine gute Sonnencreme.

Und warum braucht man überhaupt einen Gott? Wozu braucht man einen Gott? Wer hat schon einen Gott?
Ist es nicht verwunderlich, das nur die Menschen (Gläubige) meinen, sie brauchten einen Gott, den sie eigenartigerweise
nie selbst gesehen oder gehört haben. Jeder Gläubige beschreibt oder stellt sich seinen Gott (urrraaaallllltttt!!!) selber vor.
Ich sehe hier eher eine Blasphemie, weil jeder eine andere Gottesvorstellung hat, im ständigen Widerspruch zu der Lehre der
Kirche und sich seinen Gott so vorstellt, wie er den Gläubigen selber am besten in den eigenen Kram passt. Ach du lieber Gott!

TWMueller

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Re: Der wundersame Ruf nach einem Blasphemie-Gesetz
« Antwort #1 am: 03.10.2012, 19:30 »
Welch eine blödsinnige und rückwärtsgewandte Diskussion:
Ein Blasphemie-Paragraf.

Wird es dann auch strafbar werden, die Existenz von Feen, Elfen und Trollen anzuzweifeln? Und was ist mit Osterhase und Weihnachtsmann?

Wenn jemand in der Vergangenheit und im Aberglauben hängengeblieben ist, muss man ihn auch offen "rückständig" nennen dürfen. Wäre es wirklich unangemessen, wenn man jemanden, der ernsthaft glaubt, die Erde sei eine Scheibe, einen "Spinner" nennen würde?

Als liberaler und toleranter Mensch gestehe ich (auch gegen jede Logik) JEDEM das Recht zu, so unvernünftig zu sein, wie er will, solange er dadurch die Rechte und Freiheiten der Anderen nicht beeinträchtigt. Wer an den "heiligen Hinkelstein" glauben möchte, soll so viel Tam-Tam machen dürfen, wie er will. Aber unlogischer aberglaube sollte nicht auch noch durch Gesetze und Sonderregelungen geschützt und verstärkt werden. Es wäre vielmehr Aufgabe des STAATES, die Aufklärung der Bevölkerung zu fördern. Private Glaubensfragen haben im besonders geschützten ÖFFENTLICHEN Bereich nichts zu suchen.

Wer ein Blasphemie-Gesetz fordert, könnte auch verlangen, dass gesetzlich die feste Verankerung aller Kraftfahrzeuge am Boden gesetzlich vorgeschrieben wird. Wer den "Status quo" fixieren will, verhindert jedes Vorwärtskommen. Wer den aktuellen Standort als unveränderlich erklärt, darf ein eine Reise noch nicht mal denken.

Zudem ist ein Zusatzparagraf ja auch völlig überflüssig. Immerhin gibt es doch schon eine Strafvorschrift gegen BELEIDIGUNG. Wenn sich GOTT daher beleidigt fühlt, hat er doch jederzeit die Möglichkeit, bei einer deutschen Staatsanwaltschaft Strafanzeige zu erstatten.
Thomas W. Müller
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