Autor Thema: Der Mensch, das größte Problem  (Gelesen 1332 mal)

Ungläubiger

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Der Mensch, das größte Problem
« am: 02.05.2012, 14:24 »
Erst vor knapp 200.000 Jahren entwickelte sich aus dem  HOMO ERECTUS
der moderne Mensch, der, was oft vergessen wird, 95 Prozent seiner
bisherigen Existenz als Jäger und Sammler verbrachte.

Es mag verwundern, aber tatsächlich kam der moderne Mensch 99 Prozent
seiner Artgeschichte ohne christliche Kirche aus, 99,9 Prozent ohne
Dampfmaschine, 99,99 Prozent ohne Handy.

PROBLEME

die übermächtig werden können, wenn man nicht darüber spricht:
Rund 10.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr durch Selbstmord, mehr als
durch Verkehrsunfälle, Drogen, Gewalteinwirkungen und Aids zusammen.

Dazu kommen Probleme durch Arbeitslosigkeit, Ehescheidungen, Misshandlungen,
Krankheiten, Unfälle, Betrügereien, kurzum gesagt, alle widrigen Umstände die
einem das Leben schwer machen können.

Bei allen Problemen hilft kein Gott und kein Gebet. Das ist nur Augenwischerei
und füllt die Kassen der angeblichen Samariter.

Der Sinn des Lebens? Es zu genießen und zu meistern, seine eigene Stärke zeigen.

Nur ein kranker Baum fällt beim Sturm.

TWMueller

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Re: Der Mensch, das größte Problem
« Antwort #1 am: 02.05.2012, 22:30 »
Rund 10.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr durch Selbstmord, ...

Einen "Selbst-MORD" gibt es nicht. "Mord" ist die Tötung eines Menschen AUS NIEDEREN BEWEGGRÜNDEN. Die Verwendung des Begriffs "Mord" entstammt ja gerade dem RELIGIÖSEN Umfeld, gegen das [Ungläubiger] argumentiert. Nur die Kirche definiert die Selbsttötung als "Mord" und stilisiert den Vorgang zur SÜNDE. Durch die ständige Verwendung des Begriffs "Mord" wird eine Prägung ausgelöst, die dem Individuum absprechen will, über sein eigenes Leben zu bestimmen.

Unbestritten gibt es gesellschaftliche und strukturelle Probleme, die dazu beitragen, am Sinn des eigenen Lebens zu zweifeln. Hier Verbesserungen zu fordern, ist gerechtfertigt, ja sogar geboten. Vielleicht kann es sogar für Manchen bereits hilfreich sein, wenn ihm verdeutlicht wird, wie sehr er vom Denken Anderer abhängig gemacht wurde oder gemacht werden soll. Wer ein Mal beschlossen hat, auf sich selbst mehr zu hören, als auf das vermutete Ansehen in der Öffentlichkeit, wird ein anderer Mensch werden. Man kauft dann plötzlich Schuhe nicht mehr nach der Marke, sondern nach Bequemlichkeit (und die Füße werden es danken). Man merkt, dass manches "alte" Gerät besser funktioniert (und man nicht erneut die Bedienung mühsam erlernen muss), als der neueste techische Schnick-Schnack. Man traut sich, auch mal "Nein" zu sagen. Und Fortgeschrittene entwickeln sogar eine EIGENE Meinung. Und kaum etwas gibt dem Leben mehr Sinn, als die Erkenntnis, SELBST DENKEN, FÜHLEN und EMPFINDEN zu können.

Wer den Wert seines Lbebens davon abhängig macht, was Andere von ihm denken, lebt fremdbestimmt in Abhängigkeit. Wer für Andere lebt, würde durch die beendigung seines lebens ja zunächst auch nur Anderen schaden. Wer jedoch den Sinn SEINES Lebens in sich selbst trägt und NICHT von der Meinung Anderer abhängt, findet eine andere Qualität des Lebens. Jetzt sieht man plötzlich, dass man selbst durch die Beendigung des Lebens etwas verliert. Man verliert nämlich die Chance, all die schönen Momente und Gefühle zu ERLEBEN, die die Zukunft noch bereit hält.

Ein fast klassisches Beispiel ist der Gedanle an Selbsttötung bei Jugendlichen, deren erste "Liebe" nicht wunschgemäß erwidert wird. "Wenn Du mich verläßt, bringe ich mich um." Welch ein Unsinn. Wer nur einen Hauch Selbstbewußtsein hat, muss doch erkennen, dass der Verlassende etwas aufgibt. Und wer will auf sein zukünftiges Leben verzichten, nur weil ein anderer Mensch eben so denkt, wie er denkt. Ich laufe doch auch nicht den ganzen Tag mit der angst herum, jemand könne mir eine Million klauen. Ich besitze zum Glück gar nicht so viel. Manchmal befreit Armut von der Verlustangst. Derjenige, der eine Millionen Euro an der Börse verspekuliert hat, mag an Suizid denken. Aber sollen sich denn logischer weise auch gleich alle mit aufhängen, die nie eine Millionen Euro besessen haben?

Suizid, also die Selbst-Tötung (KEIN MORD) muss jedoch prinzipiell als selbstbestimmte Freiheit des Individuums respektiert werden. Man kann zwar Verhältnisse verbessern oder vor Kurzschlusshandlungen bewahren, aber letztendlich MUSS es im Ermessen des Einzelnen liegen, über SEIN LEBEN zu bestimmen.
« Letzte Änderung: 02.05.2012, 22:47 von TWMueller »
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