Autor Thema: Bislang kein Einspruch von oben!  (Gelesen 4376 mal)

Ungläubiger

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Bislang kein Einspruch von oben!
« am: 15.09.2011, 17:13 »
Seit einiger Zeit mach ich mich mehr oder weniger lustig über die Frage nach Gott.
Lustig ist es, das mir ein Gott bis heute noch nicht Einhalt geboten hat, außer das ich mit einer katholischen Frau in der Kirche verheiratet wurde.
Nicht lustig finde ich, das trotz der vielen Verbrechen, die im Namen des Kreuzes stattfanden, immer noch so viele Menschen an
den Lippen ihrer Verkünder hängen. Ich bin davon überzeugt nur aus Angst. Komme ich in den Himmel oder in die Hölle? Wo ist da denn der Unterschied???

TWMueller

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #1 am: 15.09.2011, 19:02 »
Ich würde [Ungläubiger] doch mal bitten, auf die Adresse dieses Forums zu schauen. Diese lautet: MONOPOLE.DE

In diesem Zusammenhang ist es durchaus ein Thema, welche Rollen die Kirchen in unserer Gesellschaft einnehmen. Aber der INHALT eines bestimmten Glaubens ist NICHT Gegenstand einer WELTLICHEN Diskussion.

[Ungläubiger] hat unübersehbar ein Problem mit seiner katholischen Ehefrau. Aber was hat das mit dem Thema dieses Forums zu tun? Mal ein kleiner Exkurs in die kirchlichen Lehren ist sicher als Denkanstoß ganz anregend. Ob [Ungläubiger] wegen seiner kritischen Äußerungen vom himmlichen Blitz erschlagen wird oder heute schon davor zittert, eine halbe Ewigkeit im Fegefeuer zubringen zu müssen, dürfte den Rahmen einer WELTLICHEN Diskussion jedoch sprengen.

Und irgendwie muss [Ungläubiger] ja doch im Zweifel sein. Andernfalls würde er derartige Überlegungen gar nicht anstellen. Hier sucht jemand nach Bestätigung Anderer. Hier will jemand die Erlaubnis für seinen Nichtglauben. Wer nicht an den Osterhasen glaubt, wird normalerweise nicht im Garten nach bunten Eiern suchen.

Leider kam zudem von [Ungläubiger] bislang lediglich (leider meist pauschale und wenig bewiesene) Kritik. Ein Angebot eines KONKRETEN besseren Denkens oder Handelns hat er noch nicht dargestellt. Wie stellt sich [Ungläubiger] denn zukünftig eine bessere Gesetzgebung in Deutschland vor, um monopolistischen Tendenzen der Kirchen im öffentlichen Leben entgegenwirken zu können? Oder möchte er lieber als kleiner Glaubens-Diktator den Menschen vorgeben, wie sie zu denken oder was sie zu glauben haben?
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #2 am: 16.09.2011, 14:21 »
Freiheit heißt entscheiden können. Ich habe mich gegen das Christentum entschieden und das ist meine Freiheit.
Reaktionen bin ich gewohnt, nimmt mir aber nicht meine Freiheit. Ich kann mich auch in diesem Forum auslassen.
Streichungen kommen auch bei anderen Kommentaren jeglicher Art zustande. Wem es nicht passt, der braucht
es ja nicht zu lesen. Ich habe übrigens keinen Respekt gegenüber dem Christentum, einer Religion, bei denen
Millionen von Menschen ihr Leben lassen mussten, nur weil es angeblich einen Gott geben soll, dem gehuldigt
werden müsste, nur weil es seine Verbreiter und der unmenschliche Vatikan es gebieten. Millionen haben dem
Christentum den Rücken gekehrt, sie leben freier und sind nicht mehr bereit, ihren Despoten die Füsse zu küssen.
Jeder Kirchenaustritt freut mich, denn es ist im Grunde nur das Geld, was bei der Kirche zählt und nicht das Seelenheil.
Wenn Deutschland nur noch ca. 24 Millionen Katholische zählt, ist für mich schon der Beweis, das es mit dem Gott
nicht in Ordnung sein kann. Und Freiheit ist keine Erfindung des Christentums. Im Gegenteil. Amen!
"Wer sich nicht über das Christentum empört, kennt es nicht." Dr. Dr. Joachim  Kahl, ehemaliger Theologe

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #3 am: 16.09.2011, 22:19 »
Freiheit heißt entscheiden können. Ich habe mich gegen das Christentum entschieden und das ist meine Freiheit.
Absolut RICHTIG! Aber die Freiheit, die man für sich selbst beansprucht MUSS man auch Anderen zubilligen. Jeder, der sich FÜR eine Reliogion oder eine Kirche entscheidet, hat eben prinzipiell die GLEICHEN RECHTE.

Ich habe übrigens keinen Respekt gegenüber dem Christentum, einer Religion, bei denen Millionen von Menschen ihr Leben lassen mussten, ...
Wer keinen RESPEKT vor Anderen hat, hat in der Regel zuerst einmal keinen Respekt vor sich selbst. Respekt bedeutet ja nicht, mit dem Anderen in dessen Werten, Meinungen und Handlungen übereinzustimmen. Respekt bedeutet, den Anderen als individuellen und gleichberechtigten MENSCHEN anzuerkennen.
Allein die Zahl der Menschen, die sich der katholischen Kirche zugehörig fühlen, gebietet es, diesen MENSCHEN gegenüber RESPEKT zu zeigen. Hierdurch wird in keiner Weise ausgedrückt, ob man deren Glauben zustimmt, ihn kritisiert oder für völig falsch hält. Wenn Menschen zu einem Irrglauben "verführt" wurden, macht dies sie als MENSCH doch nicht weniger wertvoll. Im Gegenteil, gerade weil sie ggf. in der Vergangenheit verführt wurden, wäre es an der Zeit, ihnen zu zeigen, was RESPEKT in GLEICHBERECHTIGUNG bedeutet. Waren es in der Vergangenheit vielleicht die Eltern oder der Dorfpfarrer, der für die eigentlich freiheitsberechtigten Individuen entschieden hat, was sie als RICHTIG zu glauben hätten, so darf man sich doch nicht als Alternative aufschwingen und nunmehr selbst versuchen, sie zu einer Abkehr von Glauben (moralisch) ZWINGEN zu wollen.

Man kann und sollte auf Unlogisches hinweisen. Man kann und sollte zu einem EIGENSTÄNDIGEN Denken anregen. Man kann und sollte bessere Alternativen anbieten. Aber man MUSS dem Anderen letzendlich die FREIE WAHL lassen.

Es ist zudem ein zwar oft angewendeter, aber illegitimer Trick, Fehlverhalten früherer Generationen den heute Lebenden zuzurechnen. Niemand, der heute in Deutschland lebt, ist für etwas verantwortlich, was er selbst nicht getan oder veranlaßt hat. Man mag sich zwar moralisch veranlaßt sehen, für Schulden früherer Generationen aufzukommen, aber persönlich trägt man hierfür KEINE SCHULD. Ebenso verhält es sich mit den heutigen Mitgliedern der katholischen Kirche. Keiner von ihnen hat je eine Hexe verbrannt oder hat in einem Kreuzzug gekämpft. Diese geschichtlichen Fehlentwicklungen können zwar gut als Beispiel herangezogen werden, wie leicht der "einfache" Bürger zu verführen, zu verleiten oder auch zu missbrauchen ist, aber sie dürfen eben nicht den Lebenden als deren SCHULD angelastet werden.

... nur weil es angeblich einen Gott geben soll, dem gehuldigt werden müsste, nur weil es seine Verbreiter und der unmenschliche Vatikan es gebieten.
Der Ansatz ist richtig, die Folgerung jedoch nicht. Jeder, der etwas tut oder läßt, nur weil ein angeblich "höheres Wesen" dies verlangt, sollte sich zumindest einmal fragen, woher diese Ge- oder Verbote kommen. Mir ist niemand bekannt, dem "Gott" unmittelbar und persönlich seinen Willen kundgetan hätte. Es war somit IMMER ein MENSCH, der einem anderen Menschen gesagt hat, was "Gott" angeblich will. Und auch der VErkünder hat "Gott" nie selbst gesehen. Auch er hat seine Erkenntnisse wiederum "nur" von Menschen. Es spricht also sehr viel für die Vermutung, dass das, was als "göttlicher Wille" verkauft werden soll, in Wirklichkeit nur MENSCNLICHER Wille ist.

Aber selbst wenn jemand beweisen könnte, dass ein Gebot NICHT von "Gott" gekommen ist, ist hierdurch noch lange nicht bewiesen, ob es RICHTIG oder FALSCH ist. NICHTS ist Richtig oder Falsch, nur weil es irgendwo geschrieben steht. Selbst Gesetze, die demokratisch nach allen Regeln der Verfassung zustandekommen sind, sind aus dem Umstand, dass sie im  Gesetzblatt verkündet wurden, prinzipiell weder Richtig, noch Falsch. Sie sind lediglich GÜLTIG und VERBINDLICH innerhalb einer abgegrenzten Rechtsordnung. Es wäre ein großer Schritt in eine logischere Welt, wenn immer mehr Menschen erkennen, das der Umstand, das etwas irgendwo geschrieben steht, eben nichts über dessen Wahrheitsgehalt aussagt. Es KANN richtig sein, es MUSS aber NICHT.
 
Wer einem Einzelnen, einer Gruppe, dem Volk oder der Menschheit in deren Entwicklung weiterhelfen will, muss ihnen helfen, zu erkennen, wer Urheber einer Aussage ist. Man muss ihnen helfen, diese Aussagen UNABHÄNGIG auf ihren WAHRHEITSGEHALT, ihre RELEVANZ und die NOTWENDIGKEIT der VERALLGEMEINERUNG zu prüfen und individuell hieraus Schlüsse ziehen zu können. Die Bevormundung durch den Einen darf jedoch nicht lediglich durch die Bevormundung eines Anderen abgelöst werden.

Und wenn [Ungläubiger] so einfach vom "unmenschlichen Vatikan" spriccht, so würde mich doch schon interessieren, was er darunter versteht und wie er zu dieser Schlussfolgerung gekommen ist. Dies fängt bereits mit dem unbestimmten Begriff "Vatikan" an. Ein immaterieller Rechtsbegriff kann gar nicht "unmenschlich" sein. Wen also meint [Ungläubiger], wenn er von "Vatikan" spricht? Den Papst? Die Kardinäle? Alle Bewohner des Vatikanstaats?

Und was versteht er unter "unmenschlich"? Wenn irgendwo auf der Welt ein Diktator Opositionelle ermorden läßt, nenne ich dies "unmenschlich", weil der Wert des menschlichen Lebens nicht geachtet wird. Aber von Massengräbern an den Mauern des Vatikan, in denen Andersgläubige verscharrt werden, ist mir nichts bekannt. Also was meint [Ungläubiger] mit "unmenschlich"?
Wenn [Ungläubiger] bereits alle diejenigen, die ggf. zum eigenen Vorteil Andere verführen oder täuschen, als "unmenschlich" werten würde, die Welt bestünde praktisch nur aus "unmenschlichem" Verhalten. Wie jedoch kann etwas, das die überwiegende Zahl der Menschen tut, als "unmenschlich" bezeichnet werden? "Unmenschlich" kann doch nur ein Verhalten sein, das eben von der überwiegenden Zahl der Menschen abgelehnt wird.

Also, lieber [Ungläubiger],
definieren Sie uns doch an dieser Stelle mal:
1. Was verstehen Sie unter "Vatikan" ?
2. Wie definieren Sie "unmenschlich" ?

P.S.
3. Und was verstehen Sie unter "Respekt" ?
4. Vor wem oder was haben Sie "Respekt" ?
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #4 am: 17.09.2011, 11:21 »
Unter Vatikan verstehe ich die größte Täuschungsorganisation auf Erden. Staatlich geschützt.
Unmenschlich sind die Praktiken: Aids, Kondome, heutige noch praktizierte Teufelsaustreibung, Sexualität, Scheidungsrecht, Arbeitsrecht usw.
Respekt, doch nicht vor der Kirche und dem Papst. Respekt vor der wunderbaren Natur, Respekt vor Leistungen von Menschen.
Noch irgendwelche Fragen zu Wunder , Wahn und Wirklichkeit?

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #5 am: 17.09.2011, 20:16 »
Unter Vatikan verstehe ich die größte Täuschungsorganisation auf Erden. Staatlich geschützt.
Entweder kann oder will [Ungläubiger] nicht DEFINIEREN.
Wen rechnet [Ungläubiger] dem "Vatikan" zu?
Oder setzt [Ungläubiger] unzulässig "Vatikan" und "Katholische Kirche" gleich?

Unmenschlich sind die Praktiken: Aids, Kondome, heutige noch praktizierte Teufelsaustreibung, Sexualität, Scheidungsrecht, Arbeitsrecht usw.
Also, bei allen Versuchen, die Gedsankengänge von [Ungläubiger] nachzuvollziehen, aber wieso soll "AIDS" eine "unmenschliche" Praktik der Kirche sein? Man könnte ja fast vermuten, es würden virenverseuchte Hostien verteilt. Blanker UNSINN!
Und wenn die katholische Kirche keine Kondome mag, was soll's? Niemand ist doch GEZWUNGEN, sich die Meinung einer Kirche zueigen zu machen. Sind nach der Logik von [Ungläubiger] auch Vegetarier "unmenschlich", weil sie sich gegen den Verzehr von Fleisch aussprechen und mir meinen leckeren Sonntagsbraten madig machen wollen? Man mag die Haltung der katholischen Kirche kritisieren, man kann gegen "veraltete" Ansichten ankämpfen, aber ohne nähere Beschreibung, was man genau der Kirche zurechnen will, darf man nicht pauschal von "unmenschlich" sprechen.

[Ungläubiger] führt so z.B. auch die Begriffe "Scheidungsrecht" und "Arbeitsrecht" an. Wen interessiert denn in Deutschland beim Scheidungsrecht, welcher Kirche die Ehepartner angehören. Kein Familienrichter fragt doch zunächst beim Papst an, ob er eine Ehe scheiden darf oder nicht. Und was die katholische Kirche von Ehe und Scheidung hält, hat doch ausschließlich Einfluss auf diejenigen, die sich dieser Kirche angehörig fühlen. Wer Mitglied in einem Verein der Porsche-Freunde ist, wird vielleicht auch ausgeschlossen, wenn er morgen mit einem Trabbant angefahren kommt.

Und selbst das "Arbeitsrecht" fällt nicht in die Kategorie "unmenschlich". Es bedarf als SONDER-Recht dann einer Änderung, wenn allgemeine Rechtsstaatsprinzipien nicht zur Anwendung kommen. Aber das ist doch kein Problem der Kirche, das ist ein Problem mit den Politikern, die sich nicht trauen, überholte Sonderbestimmungen rigoros abzuschaffen. Hier liegt das Problem bei Bürgern und Politik, die sich derartige Sonderwege gefallen lassen. Weder der Papst, noch der Vatikan können deutsche Gesetze erlassen (oder ändern). Sie sind lediglich eine einflussreiche LOBBY.

Wenn [Ungläubiger] also etwas verbessern will, muss er bei der realen deutschen Politik ansetzen. Wir müssen laut und konsequent gegen SONDER-Rechte vorgehen. Wir müssen den Staat immer wieder zur NEUTRALITÄT in Glaubensfragen auffordern. Wir müssen erreichen, dass Staat und Kirche auch in der gelebten Praxis strikt getrennt werden. Dann mag doch jeder glauben, was er will. Wenn ein Kirchenführer etwas verkündet, das ich nicht mag, bin ich ja nicht gezwungen, in diesem Verein mitzumachen. In diesem Sinne ist mir ziemlich wurst, was der Papst von Kondomen oder Priesterehen hält. Mich interessiert ja auch nicht, was ein chinesischer Reisbauer über die gleichgeschlechtlichen Ehe denkt.

[Ungläubiger] hat das Problem, dass er sich selbst noch nicht wirklich von der Kirche gelöst hat. Irgendwie schwingt da immer mit: "Ich würde ja selbst auch gerne mitmachen, wenn ..." Denn immerhin habe ich noch keinen Beitrag gelesen, was [Ungläubiger] an anderen Kirchen kritisiert. Sind Buddismus oder Taoismus aus seiner Sicht auch "unmenschlich"? Hat er vor dem Dalai-Lama auch keinen Respekt? Warum hängt [Ungläubiger] in seiner engen, kleinen katholischen Welt fest?

Respekt, doch nicht vor der Kirche und dem Papst. Respekt vor der wunderbaren Natur, Respekt vor Leistungen von Menschen.
Wer vorgibt, Respekt vor der Natur zu haben, muss auch Respekt vor dem Menschen haben, denn der Mensch ist Teil der Natur. Wer den Menschen als wunderbaren Teil der Natur anerkennt, muss auch den Papst respektieren, denn zweifelsfrei ist der Papst ein Mensch. Und wer "Respekt vor Leistungen von Menschen" haben will, muss doch zumindest anerkennen, dass der Papst etwas "geleistet" hat. Niemand wird schliesslich Papst, nur weil er sich bequem auf's Sofa gesetzt hat. Man mag gerne die Ansichten des Papstes kritisieren, aber RESPEKT hat er auf jeden Fall verdient.

Also. lieber [Ungläubiger], Kritik an der Kirche ist erlaubt und sogar sinnvoll. Vorschläge, wie wir die Rolle der Kirchen in unserer "säkularen" Gesellschaft klarer definieren können, wären hilfreich. Aber ein einseitiges Schimpfen auf die katholische Kirche ohne zu differenzieren, was Kircheninternes und was gesellschaftsrelevant ist, ist zu wenig. Lösen Sie sich doch erst einmal selbst aus Ihren religiösen Prägungen. In Wahrheit kämpfen Sie doch gegen die eigenen Vorurteile und nicht gegen eine Kirche. Lassen Sie doch Kirche mal Kirche sein und beschäftigen Sie sich damit, wie Deutschland besser werden könnte.

Und wenn Sie Andere überzeugen möchten, leben Sie ihnen doch einfach mal vor, wie besser das Leben eines "Ungläubigen" ist. Kritik mag der Anfang sein, aber nur Bessermachen bringt voran.
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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #6 am: 18.09.2011, 09:03 »
Der Wunderheiler   (Frankfurter Rundschau 17.09.2011) Auszüge

"Parlamentarier wie Bürger haben das gute Recht zu zeigen, dass sie den Papst für den Vertreter eines autokratischen Regimes halten. Seine Einmischung in das Leben anderer ist eine Zumutung.

Dobrindt geißelt auch die sich im Boykott ausdrückende „bodenlose Respektlosigkeit gegenüber dem Papst“. Respekt? Wofür? Was hat er getan, dass ich Respekt haben soll vor ihm? Warum ist es für Dobrindt so selbstverständlich, dass jeder Bundestagsabgeordnete Respekt haben soll vor dem Vertreter eines autokratischen Regimes, vor einem Mann, der behauptet, der Stellvertreter Gottes auf Erden zu sein? Sind das nicht Behauptungen, durch die er eher Misstrauen als Respekt verdient hat? Es sei denn, man gehört dieser Kirche an. Dann glaubt man das. Vielleicht."

Ich halte das Christentum für eine der gefährlichsten Institutionen der Welt. 2000 Jahre Starrsinn, 2000 Jahre kein Fortschritt, 2000 Jahre Lügen. Die Welt wird besser, ohne Christentum. Das Christentum selbst hat Wissenschaft und Forschung stets unterdrückt, Mathematik, Physik und Chemie kommen nicht vom Christentum. Folter und alle erdenklichen Todesarten kommen vom Christentum, ihre einzige Errungenschaft.
Keine Unterstützung zu Aids, Hungersnöten und anderen Katastrophen. Das Christentum hängt am Kreuz und die Balken hängen vor dem Kopf der Gläubigen.
Wer sich nicht über das Christentum empört, kennt es nicht. Dr. Dr. Joachim Kahl 
 

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #7 am: 18.09.2011, 20:37 »
Es gibt doch noch so viele andere Religionsgemeinschaften, Kirchen und Sekten.
Warum beißt sich [Ungläubiger] denn so einseitig an der katholischen Variante fest?

Und warum gelingt es nie, ihn mal zum Beantworten EINER der gestellten Fragen zu bewegen?

Beim vorstehenden Beitrag drängt sich mir zudem der Gedanke auf, dass wir von einem unterschiedlichen Verständnis des Begriffs "RESPEKT" ausgehen.

Ich versuche, mich gegenüber JEDEM Menschen "respektvoll" zu verhalten (leider bin auch ich nur ein Mensch und auch mir rutscht mal eine unbedachte Bemerkung raus). Respekt hat man doch nicht erst verdient, wenn man Staatsoberhaupt, Millionär, Olympiasieger oder Nobelpreisträger ist. Für mich ist "RESPEKT" die Achtung der natürlichen Würde JEDES Menschen.

Mich würde interessieren, wie [Ungläubiger] den Begriff "RESPEKT" definiert.
Thomas W. Müller
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Re: Bislang keine Antwort?
« Antwort #8 am: 19.09.2011, 13:52 »
Hat Gott schon jemals eine Antwort gegeben? Na also. Warum sollte ich??

In dieser Welt gibt es nur zwei Sorten Menschen - intelligente Menschen ohne Religion und religiöse Menschen ohne Intelligenz.
(Abu'l-Ala-Al-Ma'arri, arabischer Dichter und Schriftsteller, 973-1057)

Respekt? Gegenüber der einzigartigen Natur, dem Weltall, der Schöpfung, ja! Respekt gegenüber dem Papst und der RKK? Niemals. Aus Respekt. 

Ungläubiger

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Re: Bislang kein Einspruch von oben! N a c h t r a g !
« Antwort #9 am: 19.09.2011, 16:49 »
Welche Leistungen - außer Hexenverfolgung, Inquisition, Völkermorden, Foltermethoden und Hinrichtungsarten, Teufelsaustreibungen und Einmischung in das Leben anderer - haben die Päpste erbracht? Haben die Brüder in den Kutten irgendeinen Krieg verhindert? Haben sie sich nicht
ständig hinter ihrem Kreuz geduckt? Gab es von den Fortschritte in Wissenschaft, Forschung und Kultur? Das ganze Christentum stinkt nur so von Scheinheiligkeit. Wenn ein einziger Priester den Mund aufmacht, lügt er. Und ich freue mich über jeden, der zu der gleichen Erkenntnis kommt und den Kirchen den Rücken zukehrt. Respekt!

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #10 am: 19.09.2011, 19:36 »
Hallo [Ungläubiger],
woher kommt denn Ihr einseitiger "Hass" gegen die katholische Kirche?

Zweifelsohne gibt es zahlreiche Ansatzpunkte für Kritik. Wer jedoch verrsucht, z.B. die Hexenverfolguing einseitig der Kirche in die Schuhe zu schieben, denkt zu kurz. Derartige Exzesse sind IMMER auch ein Ergebnis der Zeit, der allgemeinen Lebensumstände. Und wenn Sie der Kirche vorwerfen, sie habe keinen Krieg verhindert, wird überdeutlich, wie Sie krampfhaft versuchen, Argumente GEGEN die katholische Kirche zu finden. Auf den ersten Blick mag man der Kirche sogar die Kreuzzüge zurechen, aber mit etwas mehr geschichtlichem Hintergrundwissen wird schnell deutlich, dass vorrangig politische Machtinteressen ausschlaggebend waren.

Und wer halbwegs fair auf die Geschichte der Kirche zurückblickt, muss auch anerkennen, dass die ersten Sozialleistungen eben aus den Reihen der Kirche kamen. Hierauf ruhen sich die Kirchen ja heute zum Teil noch aus, obwohl die sozialen Einrichtungen mittlerweile längst "normale" Unternehmen geworden sind, denen man lediglich einen frommen Anstrich verpassen möchte.

Und, lieber [Ungläubiger], worum geht es Ihnen HIER eigentlich? Möchten Sie nur Ihren persönlichen Frust loswerden? Oder würden Sie gern Leser zum Nachdenken anregen. Mit Ihren einseitigen Provokationen gegen die Kirche lösen Sie jedoch nur Abwehrreflexe aus. Die Kirchenmitglieder fühlen sich angegriffen und halten umso stärker zu "ihrer" Kirche. Sogar ich, der mit Kirche nun gar nichts am Hut hat, entwickle ein Gefühl, einer pauschal diffamierten Organisation beistehen zu müssen.

Sie versuchen, Stimmung zu machen. Aber Sie erreichen eher das Gegenteil.

Wenn Sie z.B. schreiben: "Wenn ein einziger Priester den Mund aufmacht, lügt er.", kann diese Aussage bestenfalls als dummer Populismus gewertet werden. Für wie dumm und ungebildet halten Sie eigentlich die Leser dieses Forums? Für jeden, für den der Begriff "Logik" nicht nur ein Fremdwort im Duden ist, ist bereits auf den ersten Blick klar, dass eine derart überzogene Verallgemeinerung UNSINN ist. Wenn auch nur EIN Priester auch nur EIN Mal die Wahrheit sagt, ist ihre pauschalierte Diffamierung bereits widerlegt. Können Sie nicht besser oder wollen Sie uns auf den Arm nehmen? Bringen Sie doch mal fundierte Argumente, aktuelle Tatsachen und vor allem, BESSERE ALTERNATIV-VORSCHLÄGE. Aber Sie hängen im Schimpfen fest und wollen wohl lediglich Ihren eigenen Frust loswerden. Sollte dem so sein, dann braucht sich kein Leser die Mühe zu machen, mit Ihnen zu kommunizieren. Denn dann ist Hopfen und Malz verloren. Dann wollen Sie nämlich nichts verbessern, sondern lediglich andere niedermacher. Was also wollen Sie erreichen?
Thomas W. Müller
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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #11 am: 19.09.2011, 20:50 »
Was ich erreichen will, habe ich doch zweifelsohne erreicht: 4 kleine Zeilen von mir und 18! von der Gegenseite. Das wäre doch auch ein tolles Fußballergebnis, gelle? Von wegen Frust, Kritik an der Kirche trifft immer ins Schwarze, es ist kein Hass sondern erforderliche menschliche Verachtung. Sie haben es nicht anders verdient. Ammeeennn.

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #12 am: 20.09.2011, 20:22 »
Was ich erreichen will, habe ich doch zweifelsohne erreicht: 4 kleine Zeilen von mir und 18! von der Gegenseite.
Also, ich verstehe mich NICHT als "Gegenseite". Ich möchte lediglich zum DENKEN anregen.

Und hier mal eine kleine Denksportaufgabe:
Was ist der Unterschied zwischen "Masse" und "Klasse" ?
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Ungläubiger

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #13 am: 21.09.2011, 12:33 »
Also Masse ist das Christentum - eine Masse an Dummheit - und Klasse ist der Atheismus - die Klasse der Denkfähigkeit. 
So zu verstehen wie Glaube und Wissen.

Auch eine Denksportaufgabe:
Gibt es einen Unterschied zwischen Vatikan und FDP?
Keinen!
Auf beide Institutionen kann man aus menschlichen Gründen verzichten!

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Re: Bislang kein Einspruch von oben!
« Antwort #14 am: 21.09.2011, 18:38 »
Abschließende Frage:
"Lohnt es sich an dieser Stelle, mit [Ungläubiger] zu diskutieren ?"

Antwort:
"Nein - Mit einer SACHLICHEN Argumentation ist leider nicht zu rechnen."
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