Autor Thema: Ich fragte den Geschäftsführer des Theatervereins nach den Subventionen  (Gelesen 2024 mal)

kunnukun

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Noch zur Illustration:
Ich fragte per Mail den Geschäftsführer des örtlichen Theatervereins nach den Subventionen, die ich dann dem Haushaltsplan der Stadt für 2013 entnahm. An den geriet ich aber erst, nachdem eine Bürokraft ihm geschrieben hatte:
Hallo Herr ...,

diese Anfrage erreichte mich heute. Können oder wollen wir darauf reagieren?

Mit freundlichen Grüßen
...

Meine Frage war wohl korrekt und emotionslos:
ich würde gerne Grundsätzliches über die Finanzierung des XXXXtheaters erfahren. Meine bisherige Suche in den Internetseiten der Stadt war leider ohne Erfolg. Können Sie mir etwas darüber sagen, wo ich diesbezüglich Auskunft bekomme?

Wie gesagt: Wie kann sich eine Schickeria mit solcher Selbstverständlichkeit immer wieder die Finanzen sichern (Politik steht immer geschlossen dahinter), ohne dass große Teile der Menschen WIRKLICH, also z. B. in Form von Theaterbesuchen, ein Interesse daran haben?
Typisch ist ja auch, dass das Theater dann nebenbei seinen Ruf durch sozialpädagogische Projekte, die ebenfalls niemand braucht, fördert.
« Letzte Änderung: 16.08.2014, 20:26 von kunnukun »

TWMueller

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  • Freiheit heißt, entscheiden können.
    • SchornsteinFegerRechts-Reform
Genau diese aufgeworfenen FRAGEN sind der entscheidende Ansatzpunkt.

Man kann, ja soll in einer Demokratie über die Verwendung ÖFFENTLICHER MITTEL streiten. Aber man ist hierbei natürlich auf TRANSPARENZ, auf INFORMATIONEN angewiesen.

Der Hauptskandal liegt doch häufig nicht in der Mittelverwendung selbst, sondern in der HINTERZIMMER-POLITIK und der POLITISCHEN MAUSCHELEI, bei der es wie auf einem orientalischen Basar zugeht: "Wenn Eure Partei HIER zustimmt, könnten wir die Haushaltsmittel DORT für Euer Projekt erhöhen. - Eine Hand wäscht die andere." So kann es kommen, dass eine Partei an einer Stelle vielleicht 100 TEuro sparen will, dies aber nur möglich wird, wenn sie an anderer Stelle einer Budgeterhöhung um 150 TEuro zustimmt. In der SUMME werden weder beim BUND, noch bei den LÄNDERN oder den KUMMUNEN die GESAMT-BUDGETS geringer. Denn EINES ist tatsächlich "alternativlos": Der BÜRGER ZAHLT JA AM ENDE IMMER !

Nur wenn auch die HAUSHALTSZAHLEN offen und transparent AUF DEM TISCH liegen, wird der Mauschelei etwas der Boden entzogen. Nur wenn man die ZAHLEN kennt, kann man als BÜRGER konstruktiv demokratisch MITWIRKEN.
« Letzte Änderung: 17.08.2014, 22:16 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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