Autor Thema: S. Koch lebenslänglich behindert, Zwangsgebühren f. Rundfunkanstalten schuld  (Gelesen 2429 mal)

Datko

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Da wurden jahrelang nutzlose Spektakel durch Zwangsgebühren finanziert, Unterhaltung auf Kosten aller.

Jetzt hat ein Mensch die Rechnung erhalten, durch einen tragischen Unfall bei einer irrationalen Vorführung.

Siehe: http://www.n-tv.de/panorama/Samuel-Koch-hat-weniger-Schmerzen-article4155076.html
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Es ist IMMER bedauerlich, wenn ein Mensch durch einen UNFALL zu Schaden kommt.
Man darf jedoch nicht einen Unfall bei WETTEN DASS als Ansatzpunkt für eine Kritik am Rundfunkgebührenrecht hernehmen.
Wäre der Fall anders zu bewerten, wenn es bei einer Sendung bei RTL, SAT1, PRO7 oder ... oder ... oder ... passiert wäre?

ICH bin ein strikter Vertreter für eine SELBSTBESTIMMTE FREIHEIT DES EINZELNEN (im Rahmen der zum Schutz Anderer notwendigen Gesetze). Wenn ein ERWACHSENER freiwillig ein sportliches Risiko eingeht, so kann dies weder dem Veranstalter, erst recht nicht dem "gebührenfinanzierten Rundfunk" angelastet werden. Eher im Gegenteil. Das Risiko, mit einer Idee für eine quotenträchtige Sendung über das Mass des "Normalen" hinauszugehen, dürfte bei PRIVATEN Anbietern eher größer sein. Die "öffentlich Rechtlichen" können leichter mal auf etwas Spektakuläres verzichten.

Soll aber NICHT bedeuten, dass ich das Zwangs-GEZ-Gebühren-Modell für gut oder richtig ansehe. Als erstes sollte der Einfluss auf die Sender der Politik entzogen werden und statt dessen in eine SELBSTVERWALTUNG der Gebührenzahler (mit freier und direkter Wahl der Gremien) überführt werden. PFLICHT-Beiträge müssen zudem so gering wie möglich angesetzt werden, um gerade noch einem "öffentlichen" Informations- und Bildungsauftrag gerecht werden zu können. Die moderne Technik erlaubt es mittlerweile problemlos, darüber hinausgehende Inhalte zu verschlüsseln oder nur per Passwort angemeldeten Benutzern zugänglich zu machen. Für teure Sportübertragungen sollen die Sportinteressierten auch gesondert zahlen. Die öffentliche Informationspflicht ist mit der Meldung der Ergebnisse erfüllt. (Gilt entsprechend auch für teure Spielfilmproduktionen, und zwangsgeförderte "Kultur"-Beiträge)

An der Summe der gezahlten Beiträge würde sich wohl wenig ändern. Aber durch die Wahl der Sparten, die den Bürger interessieren, kann dieser als Finanzier auch Einfluss auf die Programmgestaltung oder -auswahl nehmen.
Wer WETTEN DASS schauen will könnte bestenfalls eine Zugangstaste drücken und bekäme 0,20 Euro auf seinem Gebührenkonto belastet.
Thomas W. Müller
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Datko

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Es ist IMMER bedauerlich, wenn ein Mensch durch einen UNFALL zu Schaden kommt.
Man darf jedoch nicht einen Unfall bei WETTEN DASS als Ansatzpunkt für eine Kritik am Rundfunkgebührenrecht hernehmen.
Wäre der Fall anders zu bewerten, wenn es bei einer Sendung bei RTL, SAT1, PRO7 oder ... oder ... oder ... passiert wäre?

ICH bin ein strikter Vertreter für eine SELBSTBESTIMMTE FREIHEIT DES EINZELNEN (im Rahmen der zum Schutz Anderer notwendigen Gesetze). Wenn ein ERWACHSENER freiwillig ein sportliches Risiko eingeht, so kann dies weder dem Veranstalter, erst recht nicht dem "gebührenfinanzierten Rundfunk" angelastet werden. Eher im Gegenteil. Das Risiko, mit einer Idee für eine quotenträchtige Sendung über das Mass des "Normalen" hinauszugehen, dürfte bei PRIVATEN Anbietern eher größer sein. Die "öffentlich Rechtlichen" können leichter mal auf etwas Spektakuläres verzichten.

Bedauerlich finde ich ein tragisches Geschehen, wenn es nicht grob fahrlässig verursacht wurde. Wie soll ich jemanden bedauern können, der bewusst ein völlig unnötiges, hohes Risiko eingeht?

Bei der Sendung "Wetten DASS" mit Herrn Koch ging man das hohe Risiko bewusst ein. Auch hier war die zu erreichende Zuschauerquote, wie bei den Privat-Sendern, ausschlaggebend und sonst nichts. Allerdings hat es kein Privattsender gemacht, sondern ein mit Zwangsbeiträgen finanzierter Sender.

Alle Beteiligten haben meiner Ansicht nach eine Mitschuld: Herr Koch, der Fernsehsender, die Zuschauer und natürlich auch der Moderator.

Die Zuschauer wollten den Nervenkitzel, Herr Koch wollte bekannt werden und eventuell einen finanziellen Profit davon haben, der Fernsehsender und der Moderator sind das extrem hohe Risiko aus geschäftlichen Gründen eingegangen.

Der Fernsehsender hat den Unfall meiner Ansicht nach regelrecht herausgefordert, da er mit dem hohen gesundheitlichen Risiko, das Herr Koch einging, eine hohe Einschaltquote erreichen wollte.


« Letzte Änderung: 28.08.2011, 22:13 von Datko »
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