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Religionen => Religiöse Indoktrination im öffentlichen Bereich => Thema gestartet von: Chaeremon am 03.07.2013, 08:42

Titel: Scheinheiligkeit wird mit dem Rücken zur Wand ausgestrahlt [Pfarrer Gauck]
Beitrag von: Chaeremon am 03.07.2013, 08:42
Wenn Christen sich in Vor(ab-)urteile ergehen, ohne eine Anklageschrift und eine Verurteilung nach Recht und Gesetz abzuwarten, dann verstossen sie gegen die eigenen Glaubensgrundsätze und spielen den Gott gleich mal eben selbst.

In der Snowden NSA Affaire stehen in Deutschland christliche Regierungsmitglieder und Repräsentanten als Mitwisser und potenzielle Mittäter mit dem Rücken zur Wand. Und plötzlich ermächtigt sich Bundespräsident und Stadtjugendpfarrer Gauck sowohl den Ankläger als auch den Richter zu geben und unterstellt dem opferbereiten Wistleblower Edward Snowden puren Verrat, siehe auch mein Kommentar in
 http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-07/gauck-snowden-2 (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-07/gauck-snowden-2)
Damit verstösst Stadtjugendpfarrer Gauck öffentlich gegen die eigenen christlichen Glaubensgrundsätze.

Merke: christliche Glaubensgrundsätze sind scheinheilig, beliebig und wertlos.
Titel: Re: Scheinheiligkeit jenseits aller Glaubensfragen
Beitrag von: TWMueller am 03.07.2013, 22:26
SCHEINHEILIGKEIT hat im Grunde mit Religion rein gar nichts zu tun.

Es ist doch ebenso SCHEINHEILIG, wenn die Politiker laut die DEMOKRATIE beschwören, praktisch jedoch das Volk möglichst weit weg von jeglichen Entscheidungen halten wollen.

DEMOKRATIE setzt WISSEN voraus. Eine FREIHEITLICHE Gesellschaft muss auf TRANSPARENZ beruhen. Natürlich muss auch mal jenseits von Öffentlichkeit ermittelt werden. Natürlich gibt es auch im STAAT Bereiche, die nicht zur falschen Zeit an die große Glocke gehängt werden dürfen. Aber bitte nicht vergessen, wir BÜRGER sind die EIGENTÜMER, die Aktionäre des STAATES.

Eine der wichtigsten Aufgaben der demokratischen Entwicklung im 21. Jahrhundert wird es sein, Mauschelei und Hinterzimmer-Politik immer weiter zurück zu drängen. Die Politiker, die sich gesetzeskonform und moralisch untadelig verhalten, brauchen doch Publizität von Vorgängen nicht zu fürchten.

Wer den Mut hat und Fehlentwicklungen aufzeigt und öffentlich macht, ist KEIN VERRÄTER. Er ist vielmehr ein WIRKLICHER DEMOKRAT und sollte statt mit Strafe bedroht zu werden, eher für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen werden.