Autor Thema: Offener Brief der noch immer vom Kanal-TÜV bedrohten Bürger NRW's  (Gelesen 3015 mal)

moni711

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Leider haben wir uns zu früh gefreut, als gegen Ende Oktoberdas "Aus" des Kanal-TÜV's verkündet wurde.
Es handelt sich nur um einen Gesetzentwurf der zudem jede Menge Pferdefüße enthält, so dass der dringende Verdacht besteht, der Kanal-TÜV soll durch die Hintertüre doch eingeführt werden.

Nicht für alle Bürger, aber durch das geplante Delegieren der Entscheidung an die Kommunen, wäre es reine Glückssache, ob man verschont bleibt.

Noch schlimmer wäre wenn wir verpflichtet werden, eine Garantie für die Dichtheit der Kanäle abgeben zu müssen-Das käme einer Prüfpflicht gleich.

Das alles kann nur eine weitere Protestaktion verhindern. Wir akzeptieren nur das komplette "Aus"-das lehrt uns die Erfahrung mit der Kanallobby.
Kaum sieht niemand hin, nimmt sie Einfluss auf politische Entscheidungen zu Lasten der Bürger.

Bitte teilt und liked unseren offenen Brief:
http://www.facebook.com/monika.mostert/posts/304126303033653
Offener Brief der noch immer vom Kanal-TÜV bedrohten Bürger NRW's

An die Politiker NRW's,

wir sehen mit Sorge auf die bisherigen schwammigen Ergebnisse und befürchten, dass sich dahinter doch die Pflicht zum Kanal-TÜV verbirgt.

Wir erinnern Sie an Ihren Eid, den Sie geschworen haben, Schaden vom Volk abzuwenden.

Wir fordern daher das WIRKLICHE und ENDGÜLTIGE Aus des Kanal-TÜV's und die daraus resultierenden oftmals existenzbedrohenden Sanierungen.

-Kein Delegieren der Entscheidung an die Kommunen.
 Denn dadurch droht vielen Bürgern auch außerhalb der Wasserschutzzonen doch noch der Kanal-TÜV.
Außerdem können diese Zonen ja auch erweitert werden, was dann wieder zu Verunsicherungen führt.
Gerechtigkeit darf nicht vom Wohnort abhängen!

Die Landespolitiker sind damit aus dem Schneider, aber der Bürger ist klug genug, dieses Kalkül zu durchschauen.

-Gerechte Lösung für die Bewohner der Wasserschutzgebiete.
Sie sollten nicht die Bauernopfer in dieser Sache sein. es ist wissenschaftlich erwiesen, (Pilotprojekt Köln–Höhenhaus 2004/ 2005) dass auch in Wasserschutzgebiete kein Risiko durch defekte Rohre für
Umwelt und Grundwasser besteht.

Die einzige richtige Konsequenz daraus ist, das endgültige Aus des Kanal-TÜV's auch für diese Gebiete.

Ist das trotz der wissenschaftlichen Nachweise nicht mehrheitsfähig, sollte diesen Menschen zumindest kein finanzieller Schaden entstehen.

Man sollte ihnen den Kanal-TÜV/Sanierungen aus Steuergeldern oder einer moderaten Erhöhung der Abwassergebühren finanzieren.

-Keine Erweiterung der Wasserschutzgebiete oder ähnliches nur um den Kanal-TÜV durch die Hintertüre doch noch großflächig einzuführen.
Das würde die Berichte über den Einfluss der Kanallobby bestätigen und beim Bürger die Politikverdrossenheit verstärken, denn es regieren ja ganz offensichtlich nicht die gewählten Politiker.

-Vor allen Dingen aber keine Verpflichtung der Hausbesitzer für die Dichtheit der Kanäle garantieren zu müssen.
Das kommt einer Prüfpflicht gleich. Verunsicherte Menschen sind eine leichte Beute für die Kanalsaniererbranche.

Renommierte Fachleute und Wissenschaftler haben in allen relevanten Bereichen die Sinnlosigkeit des
Kanal-TÜV's nachgewiesen!

Dieses Gesetz bedient ausschließlich die Interessen der Kanalsaniererbranche.

Lassen Sie nicht zu, dass deren Lobby derart die Landespolitik beeinflussen und unser Eigentumsrecht so stark beeinträchtigen kann!

Kein künftige Bauherr/Hauskäufer der wählen kann, wo er wohnen will, wird sein Haus in einem Bundesland
wo die Kanalsanierer das Sagen haben, bauen.

Entscheiden Sie bitte zum Wohl NRW's und seiner Bürger.
NRW sagt NEIN zum Kanal-TÜV.
Ja zur Gerechtigkeit und zur Sicherheit des Ersparten seiner Bürger!

NOCH haben wir den Glauben an die Gerechtigkeit und Demokratie
nicht verloren.
« Letzte Änderung: 26.11.2012, 15:38 von Datko »