Autor Thema: Politik und Fußball  (Gelesen 1549 mal)

stabisma

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Politik und Fußball
« am: 17.11.2015, 19:06 »
Während des Heimspiels vergangenen Sonntag kam es zu einem gezielten Übergriff auf unsere Gruppe und unseren Blockbereich in S6.
Zum Ende der ersten Halbzeit stürmten etwa 20 bis 30 Personen, teilweise vermummt, die der Gruppierung der Alemannia Supporters und deren Umfeld zuzuordnen sind, den Block S6 und bewegten sich zielgerichtet auf unseren Blockbereich zu. Wenige Minuten zuvor kam es zu einer gezielten Provokation uns gegenüber, als zwei Personen, die ebenfalls diesem Personenkreis zuzuordnen sind, in unseren Block gelangten und versuchten Topa Video, unsere Zaunfahne herunterzureißen. Das Ordnungspersonal, welches versuchte den folgenden Angriff zu unterbinden, konnte ihn nicht verhindern, sodass es zu körperlicher Gewalt gegen Mitglieder unserer Gruppe kam. Zudem drangen einige Mitglieder der Karlsbande bis zu der Plexiglasscheibe zwischen dem Stehplatzbereich und Block S6 vor, konnten diese nicht überwinden und beschränkten sich in der Folge auf verbale Provokationen und das Werfen von Bierbechern. Einzelne Mitglieder der Karlsbande fanden sich ebenfalls in der Gruppe der Angreifer wieder, die im unteren Bereich des Blocks S6 den Angriff unterstützten. Ebenso begleiteten Gesänge aus den Reihen der Karlsbande, z.B. „Auf die Fresse“, „Haut drauf Kameraden“ und „Homos in S6“, den Angriff der Alemannia Supporters. Aussagen wie „Verpisst euch ihr Juden, ihr habt bei Alemannia nichts zu suchen!“ machen deutlich, dass die Angreifer eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind.
Das ''Schimpfwort'' Jude scheint sich mittlerweile fest im Repertoire vieler Mitglieder der unpolitischen Karlsbande etabliert zu haben, denn regelmäßig werden Mitglieder unserer Gruppe, vornehmlich bei Auswärtsspielen von Mitgliedern und Menschen, die sich im direkten Umfeld der Karlsbande bewegen, als ''Juden'' tituliert.
« Letzte Änderung: 19.11.2015, 10:58 von stabisma »

Joachim Datko

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Re: Politik und Fußball
« Antwort #1 am: 17.11.2015, 20:28 »
Leider gewinnt Fußball einen Teil seiner Attraktivität durch die körperliche Auseinandersetzung. Dabei werden unsere biologischen Instinkte der Gruppenbildung und der körperlichen Gewalt geschürt. Dies wird durch die Fußball-Regeln bewusst gefördert, um möglichst viele zahlende Zuschauer anzulocken.

Würde man Unsportlichkeiten und vorsätzliche Verletzungen stärker bestrafen, würde der Fußball einen Großteil seiner Attraktivität verlieren.

Mit der körperlichen Gewalt geht die verbale Auseinandersetzung einher. Dabei geht es um Beleidigungen und in der Regel nicht um Sachaussagen. Beleidigungen verlieren ihre Wirkung durch ignorieren oder noch besser durch "nicht einmal ignorieren".
« Letzte Änderung: 18.11.2015, 08:40 von Joachim Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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