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Zusammenfassung

Autor: TWMueller
« am: 18.10.2013, 22:05 »

Eigentlich dürfte ein SÄKULARER (in Glaubensfragen NEUTRALER) Staat, überhaupt keine Kirchen-STEUER erheben oder eintreiben.

Denn bereits die Bezeichnung als "STEUER" trifft ja nicht zu. Die Beträge dienen ja gerade NICHT der Finanzierung des GEMEINWESENS. Sie fließen NICHT in den ÖFFENTLICHEN HAUSHALT. Es handelt sich somit um "Abgaben" oder "Gebühren", je nach dem, ob man hierbei "Leistungen" der Glaubengemeinschaften vergüten oder lediglich allgemein Mittel beschaffen will.

Es gibt jedoch auch über die Frage hinaus, welche Stelle denn die "Mitgliedbeiträge für eine Glaubensgemeinschaft" einzieht und abrechnet, noch zwei weitere Gesichtspunkte, die man nicht übersehen sollte.

Zum Einen stellt sich die Frage, warum auch der Obulus an eine "Kirche" nach PROGRESSIVEN Steuerberechnungen erfolgen soll oder muss. Warum berechnet sich die "Kirchen-STEUER" nach der zivilen Steuer und nicht nach dem EINKOMMEN direkt? Was hat "Glaube" denn überhaupt mit "Einkommen" zu tun?

Hierbei bitte nicht TÄUSCHEN lassen. Die Kirchen tun zwar immer so, als sei es ihre Aufgabe, SOZIAL tätig zu werden, aber diese Aufgabe fällt eigentlich dem STAAT, dem GEMEINWESEN zu. In einer FREIHEITLICH SOZIALEN DEMOKRATIE muss der STAAT als Vertreter des VOLKES handeln. Er darf hierbei nicht eigene ZUSTÄNDIGKEITEN an irgend welche Glaubensgemeinschaften "outsourcen" (auslagern). Praktisch ist das ja auch so. Selbst ein "katholischer" oder "evangelischer" Kindergarten wird praktisch zu 100% aus ÖFFENTLICHEN (und nicht aus kirchlichen) Mitteln finanziert.

Kernkompetenzen der KIRCHEN sollten GLAUBENSFRAGEN und das SEELENHEIL der Gläubigen sein. Es ist NICHT Aufgabe einer KIRCHE, Kindergärten oder Krankenhäuser zu betreiben. Der ARZT gibt die Pille, der PRIESTER spendet Trost. Die KRANKENKASSE zahlt den Arzt, die KIRCHE den Priester. Und da ALLE SEELEN ja nach der Lehre der Kirchen GLEICH sind, sollten auch alle Seelen gleich zur Finanzierung ihres "GLAUBENS-Vereins" beitragen.

Zum Anderen muss man jedoch auch erkennen, dass dieses INKASSO-SYSTEM lediglich ein GROSSER TRICK ist, den Zahlern deren BELASTUNG zu verschleiern. Eine Position in einer Gehaltsabrechnung fällt halt weniger auf, als wenn man den IDENTISCHEN BETRAG überweisen müßte. Weg ist weg. Und die Meisten denken sowieso nur in NETTO, sprich, was landet auf dem Konto. Und irgendwie muss sich der "kleine Bürger" halt damit abfinden, dass ANDERE STELLEN darüber bestimmen, was und wieviel ihm ABGEZOGEN wird.

Warum man z.B. die "Rundfunk-Gebühr", die nach neuester Fassung ja praktisch auch zur "Steuer" oder "Abgabe" mutiert ist, nicht ebenfalls gleich auf dem Gehaltszettel mit abzieht, hat wohl nur formelle Gründe.

Aber zurück zur Kirchen-"STEUER". Was wäre wohl los, wenn der STAAT die Beträge nicht mehr automatisch mit kassieren würde? Nehmen wir doch mal an, die Kirchen müßten ihrer BEITRÄGE selbst einziehen, wie dies in JEDEM VEREIN der Fall ist. Das KIRCHEN-MITGLIED müßte also Monat für Monat SELBST den entsprechenden Betrag ÜBERWEISEN oder bewußt eine EINZUGSERMÄCHTIGUNG erteilen. Aber auch dann würde die Position klar und deutlich auf dem KONTOAUSZUG stehen.

Wieviele TRÄGE Kirchensteuerzahker würden wohl aufschrecken, wenn Sie JEDEN MONAT auf ihrem Kontoauszug ihren Kirchen-BEITRAG nachlesen könnten? Wieviele GLÄUBIGE würden sich AKTIV und SELBST entscheiden, Mitglied eines "Glaubens-VEREINS" zu werden und entsprechend BEITRÄGE zu zahlen? Im Wahrheit haben jedoch die Eltern entschieden, welchem "Verein" die Kinder angehören sollen. Warum muss man eigentlich selbst AKTIV werden, um aus etwas (kostenpflichtig) AUSZUTRETEN, dem man SELBST nie beigetreten ist?

Und genau das ist eben der TRICK. Man baut auf die TRÄGHEIT DER MASSE. Es ist halt bequemer, einfach Alles so laufen zu lassen. Man ist halt (zufällig) in einer Kirche gelandet und zahlt brav, wie man es erwartet. Man geht zwar nicht hin, aber sicher ist sicher. Und so viel kostet es ja auch nicht. Und Andere zahlen ja ebenfalls. Warum soll man selbst AKTIV werden und AUFFALLEN?

Ich würde mal nur zwei Argumente nennen:
1. Um sich als INDIVIDUELLER, SELBSTBESTIMMTER Mensch fühlen zu können. Wer glaubt, sollte natürlich Mitglied SEINER Glaubensgemeinschaft sein und bleiben. Aber nur zahlen, weil man zu bequem zum Austreten ist, widersprich der EIGENSTÄNDIGKEIT. Macht man halt das, was Viele machen? Bleibt man BRAV und GESICHTSLOS in der Masse? Bleibt man AMEISE oder wird man ADLER?

2. Selbst wenn man denkt, die Kirchensteuerbeträge würden doch SOZIALEN Zwecken zufließen, und so könne man auch als "Ungläubiger" mit seiner "Kirchensteuer" GUTES tun, geht das an der REALITÄT vorbei. Wäre es denn nicht viel SINNVOLLER, SELBST zu ENTSCHEIDEN, welche Projekte oder Träger man UNTERSTÜTZEN WILL? Warum also von ANDEREN einen Beitrag ABZIEHEN lassen, den ANDERE nach DEREN Gutdünken verwenden? Warum nicht SELBST ENTSCHEIDEN? Würde sich nicht vielleicht in unseren GEMEINDEN viel bewegen, wenn die Anwohner statt ANONYM "Kirchensteuer" zu zahlen, sich mit derartigen FINANZMITTELN selbst und aktiv in die Förderung SINNVOLLER Projekte einbringen würden? Wer SOZIAL sein will, muss nicht so tun, als würde er auch an die Lehren einer Kirche glauben. Also, Kirchensteuer SPAREN und SELBST entscheiden: SPENDEN, HELFEN oder FINANZIEREN. Dann kommt das Geld auch da an, wo man es haben will.
Autor: Datko
« am: 18.10.2013, 17:45 »

Siehe: http://www.freiewelt.net/kirchensteuer-als-nichtmitglied-bei-gemeinsamer-veranlagung-vermeiden-10012803/

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von Joachim Datko
 
Kirchensteuer als Nichtmitglied bei gemeinsamer Veranlagung vermeiden

Nachfolgend eine wichtige Information für Kirchensteuerzahler, bei denen nur der Ehepartner Kirchenmitglied ist:

Wie so oft im deutschen Steuerrecht ist die Materie im Detail kompliziert. Die nachfolgende Darstellung ist stark verkürzt. Eine ausführliche Darstellung findet man z.B. unter dem Stichwort „Besonderes Kirchgeld“ bei http://wikipedia.de/ .

Wenn Ihr Ehepartner Kirchenmitglied einer steuererhebenden Kirche ist und Sie nicht, kann es passieren, dass auch Ihnen Kirchensteuer abgezogen wird und nicht nur Ihrem Ehepartner.

Viele Nichtmitglieder von steuerberechtigten Kirchen, wie z.B. der r.-k. oder ev. Kirche, verhindern in dieser Konstellation die Belastung.

Für Mitglieder in einer Weltanschauungsgemeinschaft, die Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, entfällt in vielen Bundesländern die Steuer. So eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist z.B. der bayerische Bund für Geistesfreiheit, siehe www.bfg-bayern.de. Die Mitgliedschaft ist nicht an das Bundesland gebunden.

Eine einfache Lösung ist natürlich die Kirchenfreiheit beider Ehepartner, dann entfällt die Kirchensteuer ganz. Bei uns in Regensburg sind z.B. im ersten Halbjahr 2013 fast 500 Personen aus den beiden großen christlichen Kirchen ausgetreten. Der Kirchenaustritt ist nur ein kleiner Schritt, der aber viel Geld sparen kann.

Viele Menschen sind nur wegen der Kindertaufe, die gegen ihr Selbstbestimmungsrecht erfolgt ist, Kirchenmitglied und haben keinen sonstigen Bezug zur Kirche.