Autor Thema: Gerichtsbeschluss Israeli religionslos, Innenministerium war für "jüdisch"  (Gelesen 2389 mal)

Datko

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Joram Kaniuk ist es vom Gericht erlaubt worden, sich als religionslos zu bezeichnen. Das Innenministerium  wollte es nicht zulassen.
Meiner Ansicht nach sind Bürokraten eine Plage.

Siehe: http://www.n-tv.de/panorama/Israeli-darf-religionslos-sein-article4438491.html
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Frei nach Asterix: "Die spinnen die Israeli."

Eigentlich sollte es doch anfangs des 21. Jahrhunderts eine Selbstverständlichkeit sein, zwischen:
  • Rasse / Ethnie
  • Staatsangehörigkeit
  • Religion
unterscheiden zu können.

Ob sich da wohl ein Völkchen selbst Probleme bereitet, die völlig unsinnig und unnötig sind?
Thomas W. Müller
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Datko

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Frei nach Asterix: "Die spinnen die Israeli."

Eigentlich sollte es doch anfangs des 21. Jahrhunderts eine Selbstverständlichkeit sein, zwischen:
  • Rasse / Ethnie
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  • Religion
unterscheiden zu können.

Ob sich da wohl ein Völkchen selbst Probleme bereitet, die völlig unsinnig und unnötig sind?

Es ist wohl die uralte Religion, die in der heutigen Welt zu irrationalen bürokratischen Vorgaben führt. Jeder kleine Schritt in die moderne Welt ist in einer stark religiös unterwanderten Gesellschaft ein großer Schritt in die Freiheit. Hier sieht man wie wichtig humanistische Grundsätze, wie die Selbstbestimmung des Menschen, sind. Aggressive Religionen können ganze Gesellschaften versklaven, das Weltbild der Priesterkaste wird der ganzen Gesellschaft oktroyiert.
« Letzte Änderung: 03.10.2011, 01:11 von Datko »
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emporda

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Die ganze Israelische Staatsdoktrin basiert auf einer Phantasie, wie alle religiösen Aussagen

Die Texte des alten Testaments in der Bibel werden in Mittelhebräisch nach 250 v.C. hauptsächlich in Qumran in ostsemitischer Priestersprache in Aramäischer Quadratschrift geschrieben. Das Volk kennt Mittelhebräisch nicht, es spricht seit 500-700 Jahren Aramäisch als Sprache der Eroberer und betet zu deren Göttern Baal und Ashera. Die jüdischen Priester als einzig Sprachkundige ändern viel ohne Dokumentation, bis die Sprache mit Vertreibung der Priester in der Säkularisierung um 73 n.C. untergeht.

Als Teil des ägyptischen Reiches, bestehend aus Stadtstaaten regiert von lokalen Vasallen-Königen verantwortlich dem Pharao, gibt es in einigen Teilen Palästinas das westsemitische Althebräisch als Schrift und Sprache, das um 1000 v.C. die Hapiru (Hebräer) in Kanaan von den Phöniziern kopieren. Mit der Eroberung Palästinas mit Jerusalems 589 v.C. durch die Assyrer, gefolgt von den Persern, geht Althebräisch unter. Bekannt sind etwa 10 Textteile ohne religiösen Inhalt.

Die Perser haben den Yahwe-Kult nicht geduldet, der Gouverneur Sanballat, der um 400 v.C. in Megiddo herrscht, geht militärisch dagegen vor. Elephantine als Grenzfeste nach Nubien auf einer Nil-Insel bei Assuan existiert seit der 1.ten Dynastie. In der 3.ten Dynastie (2708-2285 v.C.) gibt es Tempel für Gott Khnum und Göttin Satis erbaut von Pharao Pepi I. Pharao Hatschepsut (1479-1458 v.C.) vergrößert den Satis-Tempel. Die Perser stationieren dort im Zeitraum 495-399 v.C. hebräische Söldner als Grenzwachen. Eine Textsammlung in Aramäisch, Hieratisch, Demotisch und Altgriechisch wird dort als Elephantine Papyri entdeckt mit dem Papyrus von 407 v.C. in Aramäisch an den persischen Gouverneur Bagoas in Megiddo, was den biblischen Wiederaufbau von Jerusalem ab 530 v.C. negiert und auf die Zeit nach der persischer Herrschaft datiert.

Der Passover-Brief von 419 v.C. belegt jüdische Riten, gesprochen und geschrieben wird Aramäisch, Hieratisch, Demotisch, Akkadisch, später Altgriechisch und Latein. Gehuldigt wird dem Nilgott Khnum und Satis, der Yahwe Kult ist längst aufgegeben. Andere Papyri nennen Judäa mit dem persischen Namen Yehud, die Nennung persischer Könige Cambyse (529–522 v.C.) und Darius II (425–405 V.C.) bezeugen die kulturelle Bindung an Babylon. Der Versuch Mauern und Tempel von Jerusalem erneut aufzubauen führt zum militärischen Eingreifen von Gouverneur Sanballat, der um 400 v.C. in Megiddo über Palästina herrscht.  Mittelhebräisch als reine Sakralschrift ist ohne Yahwe-Priester nicht denkbar. Das Buch Nehemiah des Tanach nach jüdischer Rabbinerlehre sicher geschrieben 431 v.C. nennt Eliashib als einen Zeitgenossen von Alexander dem Großen (356-323 v.C.), etwa als ob in „Hitlers Tagebüchern“ der Führer dem US-Präsidenten Barack Obama eine E-mail schickt.

Die Texte des AT gehen durchweg auf sumerische Mythen zurück lange vor dieser Zeit entstanden. Die Noah-Sintflut kopiert den sumerischen Atrahasis-Epos (um 2000 v.C.), Ziusudra entspricht Noah bei ähnlicher Handlung. Es war Vorlage des Gilgamesch-Epos (um 1200 v.C.), der sich im Pentateuch wieder findet vermischt mit Teilen des Codex Hammurapi. Auf der Tafeln Nr.11 besiedelt Utnapitchim die Welt mit Leben. Im sumerischen Epos tritt der Fluss 7 Tage über die Ufer, das Floß misst 3 x 3 Meter. Welchen Sinn eine Flut in einem Land ohne große Flüsse hat bleibt fraglich. Palästina ist karg und trocken,  wenige Tausend Menschen leben in einer Hirtenkultur als nomadische Banden von Hapiru und Schasu. Die biblische Ernährung von >7 Mio. Menschen in einer Halbwüste mit Grabstockbau und Wildpflanzen ohne Bewässerung ist absurder Unfug.

Ebla (Tell Marik/Syrien), ausgegraben 1965 bis 1968, war ab 3000 v.C. ein Stadtstaat, hat 2450–2240 v.C. eine kurze Blüte und erreicht von 1850–1530 v.C. Bedeutung. Die Stadt ist ummauert mit Zitadelle und Palast im Zentrum. Wahrscheinlich hat Sargon, König von Akkad, Ebla zerstört, die Einwohner unter König Ibbit-Lim gelten als Amurriter. Weitere Herrscher sind Igrish-Halam, Irkab-Damu, Ar-Ennum, Ibrium und Ibbi-Sipish, die Regentschaft ist erblich. Gebiete und Städte wie Melchizedec, Hazor, Lachish, Megiddo, Gaza, Dor, Sinai, Ashtaroth, Joppa, Damascus, Urusalima (Jerusalem), Sodom, Gomorrah, Admah, Zeboiim, Zoar werden durch Tribute beherrscht. Die Schreiber berichten von alltäglichen Ereignissen, Gesetzen, Verträgen, Briefen, Literatur und sogar Wörterbücher.

Die Namen und Götter im jüdischen Tanach sind kopierte eblaitische Namen wie Yah/Yahweh, A-da-mu/Adam, h’àwa/Eva, Ab-ra-mu/Abraham, Bilhah, Ish-ma-ilu/Ismael, E-sa-um/Esau, Mika-ilu/Michael, Sa-u-lum/Saul, Da-udum/David. In Ebla werden Götzen wie El, Yah, Dagon, Baal, Ishtar, Resheph, Kanish, Hadad, Kura, Nidakul usw. verehrt sowie sumerische/hurritische wie Enki, Ninki, Ashtapi, Hapat, Ishara. Enki ist der sumersiche Schöpfer der Welt lange vor Yah/Yahwe als Kopie und Althebräisch als geklaute Sprache. Eblaitische Mythen sind in der biblischen Genesis zu finden.

Der Stadtstaat Ugarit (Ras Shamrah/Syrien 6 km nördlich Latakia) ist seit 7000 v.C. besiedelt, Jahrtausende vor Gottes Schöpfung des biblischen Adam. Ugarit hat ab 1450 v.C. eine Blüte und wird 1192 v.C. durch Seeräuber zerstört, die dort mit 6 Schiffen landen. Die Soldaten von Ugarit waren als Tribut zu den Hethitern abgestellt, die Stadt wehrlos. Am Tag des Überfalls gibt es eine Sonnenfinsternis auf einer der 5.000 Tontafeln in Keilschrift exakt beschrieben.

Der ugaritische Gott El wird in der Bibel theophorisch zu El(ohim) als Schöpfer der Welt und belegt den jüdischen Tanach als Kopie heidnischer Kulte, die viel mächtiger schienen. Gott El ist in Ugarit Schöpfer der Welt, paart sich potent mit vielen Frauen und wird mit Stierhörnern dargestellt. Viele Götzen in Sumer, Akkad und Babylon tragen eine Tiara mit Hörnern. Ugaritische Götzen sind El, Yamm, Dagan, Mot, Anath, Kothar, Baal (Sohn von El) und Asherah (Frau von El). Martin Luther tilgt Astarte/Asherah aus der Bibel, nicht aus religiösen Motiven, dem Supermacho war ein Weib an Gottes Seite einfach ein Gräuel.

Ein  Mythen-Zyklus in Keilschrift von 1200 v.c. beschreibt Baal als Regengott, der Wind, Wolken und Regen beherrscht, indem er die Dürre beendet und Fruchtbarkeit spendet. Baal wird im AT der Bibel an über 20 Stellen zu den Dämonen umfunktioniert. Ugaritische Götzen, Gebete, Mythen, Rituale und Namen werden blind kopiert. Die heidnischen Götzen El Shaddai, El Elyon und El Berith werden der hebräische Yahwe.

In der Zeit 1719-1692 v.C. erobern die Hyksos (Heka Chasut = Führer der Fremdländer) unter König Timaus das untere Nildeltas, wahrscheinlich sind es die biblischen Amurriter. Dies geschieht unter Pharao Harembab, nicht zu verwechseln mit dem Pharao Harembab der 18.ten Dynastie. Der Sallier-Papyrus nennt Asia als Herkunft, die Hyksos werden dort als Aamu=Asier bezeichnet. Durch ihre Religion ist der syrische Mittelmeerraum wahrscheinlich. Auslöser der Völkerwanderungen war offenbar der Santorin Ausbruch von 1645 v.C. und der Avellino Ausbruch von 1660 v.C. Die Hyksos nutzen überlegene Bronzewaffen sowie Pfeil und Bogen wie sie in Ebla und Mari gefertigt und gehandelt werden. Dazu kommen Pferde und Streitwagen einer Militärtechnik, die in Ägypten und Palästina noch unbekannt ist.

Von ihrer Stadt Auaris (Tell ed Daba'a) regieren sie Teile Ägyptens bis Memphis, Farasha, Tell el Sahaba, Bubastis, Inshas. Sie übernehmen die pharaonische Titelgebung, der Yahwe Kult ist ihnen unbekannt. Die Cartouche von König Apepi I besagt „groß und mächtig wie Re“ und belegt damit den ägyptischen Götzenkult, der Name selber ist eine Variante des ägyptischen Gottes Apophis. Verehrt wird außerdem der Gott Seth, der ugaritische Rehsef und der sumerische Baal. In einem Papyrus an den Pharao Tao II in Theben spottet der Hyksos-König Apepi I über die schnarchenden Nilpferde. Die Ruinen der Häuser in Auaris haben keine typisch ägyptischen Grundrisse, man findet die ältesten Pferdeskelette Ägyptens und Reste eines Menschenopfers. Der Turin-Royal-Canon Papyri bestätigt die Angaben des Historikers Manetho, der Papyrus Ipuwer ist dagegen reiner Katastrophismus als Vorlage für spätere biblische Endzeit-Visionen der Phanstasten.

Im Jahr 1532 v.C. besiegt Pharao Ahmose I (1550-1525 v.C.) die Hyksos. Flavius Josephus erwähnt Manethos (305-282 v.C.) Aegyptiaca und berichtet wie Ahmose I die Stadt Auaris (Avaris) mit 180.000 Mann belagert und den Abzug von 240.000 Hyksos über Sharuhen mit Hab und Gut erzwingt, was nach der Größe der Ausgrabung von Auaris wie üblich um das 1000-fache übertrieben ist. Die Hyksos gründen irgendwo in Judäa im Land wo Milch und Honig fließt eine neue Stadt. Unter ihrem Priester Osarsiph versuchen sie Auaris erneut zu erobern und werden endgültig aus Ägypten und Palästina verjagt.

Transportlogistik war überwiegend unbekannt, feindliche Heerhaufen haben das Land kahl gefressen. Durch eine Halbwüste ohne Quellen kann kein Heer marschieren, bei 35 kg Traglast und >5 Liter/Tag an Wasser sind bei befestigten Stützpunkten 150 km/Woche die größte Reichweite. Pferde brauchen <60 Liter Wasser/Tag und sind ungeeignet, nur die Heerführer dürften diesen Luxus genutzt haben. Pharaonen wie Thutmosis III hatten im Palast am Nil Stallungen für <400 Pferde, der Fellache hat allenfalls einen Esel. Die Ägypter haben für den Marsch vorab alle 70 km Wasserdepots in Tonkrügen angelegt.

Um 1400 v.C. sind Ägypten, Mitanni, Babylon, Assyrien und die Hethiter die Großmächte, die sich oft die Beute teilen wie König Tusratta (EA17-24) aus Mitanni und Pharao Amenophis III bzw. dessen Nachfolger Amenophis IV (EA29-35). Judäa und Samaria waren nie vereint sondern als viele kleine Stadtstaaten nur Beute mächtiger Nachbarn. Pharao Thutmosis III führt um 1430 v.C. Kriege gegen Megiddo und die phönizischen Häfen. Auf Stelen in Memphis und Karnak prahlt Amenhotep II 1420 v.C. von 89.000 Gefangenen im Krieg gegen Kanaan, darunter 3.600 Apiru (Hapiru) übertrieben um den Faktor 1000. Um 1550 v.C. werden die Hapiru auf Stelen im syrischen Alalakh erwähnt.

Hapiru ist keine Ethnie, es bedeutet „Räuberhaufen“ welcher nach 1000 v.C. die Schrift, Sprache und Götzen der Phönizier kopiert und so eine Identität schafft. Die nachweisliche Existenz vieler Vasallen-Könige in den Orten Palästinas als Teil von Ägypten widerlegt ein hebräisches Reich als Phantasie. Große Reiche hinterlassen in den Texten ihrer Nachbarn Spuren wie in den >100.000 Tontafeln. Die Ägypter haben Handelsverträge mit Tyros, Ugarit, Hattusa usw., arrangieren Heiraten mit Prinzessinen aus Ugarit, teilen die Kriegsbeute mit Assyrien, Ugarit stellt Soldaten an Hattusa usw. In keinem der vielen Texten und Keilschrifttafeln der Nachbarstaaten gibt es eine einzige Spur des hebräischen Reiches von Jerusalem. Israeliten=Hapiru bedeutet die biblischen Patriarchen sind reine Machtphantasien der Religiotie wie die Supermann-Hefte heute.

Pharaonen wie Echnaton und seine Nachfolger beherrschen die Stadtstaaten in Judäa, Samaria und Phönizien bis 600 v.C. mit Vasallen, Ramses III kämpft 1177 v.C. gegen die Seevölker (Meshwesh). Die Amarna Texte überwiegend in Akkadisch geschrieben nennen die Seevölker Shardana, Danuna und Lukka. Viele Texte sind Hilfsgesuche an den Pharao wie vom König Akizzi (EA52-56) aus Qatna, König Rib-Hadda (EA68-92, 103-138) aus Gubla, König Abdi-Hebat (EA285-290) aus Jerusalem (Ur-u-salem), König Widia (EA320-326) aus Askalon, König Pu-Ba-Lu (EA314-316) aus Jursa, König Tagi, Milkulu, Addu-Dani und Lapahi (EA264-271, 292-300) aus Gezer, König Suwardata (EA277-284) aus Qiltu, König Biridija (EA242-247, 365) aus Megiddo, König Zatatna und Zurata (EA232-235) aus Akko, König Abu-Milku (EA146-155) aus Tyros, König Zimrida (EA144) aus Sidon, König Ammunira (EA141-143) aus Berutia (Beirut), König Birjawaza (EA194-197) aus Damaskus, König Aziru (EA156-168) aus Amurru usw., Briefe in Cunei-Keilschrift mit den Königen Zimredda (EA329), Jabni-ilu (EA328) und Sipitba'lu (EA330-332) belegen Lachish als großen Stadtstaat in Judäa von etwa 2500 Einwohnern im Gegensatz zu Jerusalem. Zwischen den Vasallenkönigen Palästinas und dem Pharao gab es keinerlei andere Macht. 

Pharao Ramses IV nennt die Seevölker Shardana der phönizischen Küste, Herodotus (484 – 425 v.C.) nennt sie Barbaren und berichtet über Phönizier und Sardonier (Sardinien). Die Hapiru (Apiru) werden in >100 Texten in der Zeit bis 1200 v.C. aus Sumer, Ägyptern, Akkadien, Hattus, Mitanni und Ugarit erwähnt. Das Akkadische Wort Habattu für Hapiru meint „Straßenräuber“ oder „Wegelagerer“. Die Räuber haben nichts selber geschrieben, ihre Raubzüge werden in Phönizien (Fenkeu) aus Sumur, Batrun, Byblos, Upe/Damascus und südlich bis nach Jerusalem beklagt und durch die etwa 100 Hilfsgesuche der Nachbarn an den Pharao eindeutig belegt. Für ein historisch reales Volk der Hebräer erwähnt auf der Merentaph-Stele um 1208 v.C. das nicht mit den Hapiru identisch ist, gibt es in den historischen Texten keinen Platz. Die Hapiru sind als Hyksos-Nachfolger ein wilder Haufen von Seeräubern unter den vielen Ethnien in Palästina als Teil von Ägypten.

Nach dem Papyrus Harris in Hieratisch mit 1.500 Zeilen auf 41 Meter Länge siedelt der Pharao die Seevölker der Sherden und Weskesh an Ägyptens Nordgrenze in Kanaan nördlich von Judäa an. Zuletzt werden die Shardana (Sherden) 1100 v.C. im Onomasticon von Amenemope als Teil der Seevölker genannt. Die politisch-kulturelle Bindung Palästinas an Ägypten über Jahrhunderte zeigt sich im typisch ägyptischen Baustil der Häuser in Aphek, Ashdod, Beth Shan, Gaza, Hesi, Jemmeh, Joppa, Tell el-Farah, Tell Masos und Tell esh-Sharia (Ziklag). Die Ansiedlung der Seevölker an Ägyptens Nordgrenze war vergeblich, Kanaan wird assyrischer und chaldäischer Vasall, um 535 v.C. besetzen die Perser alles.

In den Amarna Texten beklagen ägyptische Vasallenkönige wie Biridija von Megiddo, Abdi Heba von Jerusalem; Tagi, Milkili, Lapahi und Addudani von Gezer die laufenden Überfälle der Hapiru und Prinz Pabi von Lachish schickt sogar einen Boten. Pharao Amenophis II (1425-1397 v.C.) erwähnt beim Retjena Feldzug die Schasu-Beduinen aus Edom, das Wort meint „Plünderer“. Palästina besteht nur aus Stadtstaaten, die Häuser und Siedlungen haben Grundrisse typisch für Ägypten. Jerusalem bewohnt von <250 Akkadisch sprechender Bevölkerung wird von den Hapiru und Schasu laufend geplündert, sie leben nicht dort, haben dort weder Könige, Paläste noch einen Jahwe-Tempel.

Die Amarna Texte geben Hinweise auf die Königreiche Mitanni unter König Tushratta, auf Babylon, Assyrien und das Hethiterreich unter König Schuppiluliuma I, die Kriege um die Vorherrschaft über Palästina führen. Mehr als 60 Hilfsgesuche des Rib-Addi aus Byblos liegen vor, alle waren vergeblich. Im Archiv sind sich 6 Hilfsgesuche von König Biridiya, der um 1350 v.C. als Vasallenkönig von Megiddo die Bedrohung durch die Shechem unter dem Hapiru Labayu beklagt, die Askalon und Gezer unter ihre Kontrolle bringen. Pharao Merenptah (1278-1204 v.C.) kämpft gegen die Lebu (Libyer), ein weiteres Seevolk. Aus dem Karnak Text (KRI IV, S. 1-2) und der Stele (KRI IV, S. 23) des Pharao geschrieben im westsemitischen Phönizisch sind Marschwege, Dauer, Opfer und Beute aus Askalon, Gezer, Januammu und Ysrjz beschrieben. Das Hirtenvolk in Ysrjz wird immer wieder als Existenz von „Israel“ gedeutet, nur waren das wenige Ziegenhirten und kein hebräisches Großreich.

Palästina war bis etwa 600 v.C. ein Teil Ägyptens. Mit dem zunehmenden Machtverlust des Pharaos an ein religiös-faschistisches Regime der Amunpriester geht diese Vorherrschaft an die Assyrer aus Niniveh, nach 600 v.C. an die Chaldäer aus Babylon und 539 v.C. unter Kambyses an die Perser. Mit dem ägyptischen Aufstand gegen Artaxerxes III wird Sidon und Tyros 343 v.C. bzw. 332 v.C. von Alexander dem Großen zerstört und Palästina erobert. Den Griechen folgen die Römer und danach die Araber. Ein hebräisches Reich aus Judäa und Samaria hat nie existiert. Die vielen Stadtstaaten Palästinas wurden erpresst, geplündert und zerstört, nicht etwa umgekehrt wie in der Bibel mit Gottes Hilfe immer wieder ausgemalt.

Einen Exodus hat es so wenig gegeben wie Moses, Yahwe und andere Figuren.
« Letzte Änderung: 07.07.2015, 11:46 von emporda »
Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten