Autor Thema: Saudi-Arabien Islam Frau wegen "Hexerei" hingerichtet  (Gelesen 2367 mal)

Datko

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Siehe: http://www.n-tv.de/panorama/Saudi-Arabien-koepft-Hexe-article4987031.html

Das erinnert an das christliche Mittelalter.

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Da lobe ich mir den Humanismus und die Wissenschaften. Der Humanismus stellt den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Die Wissenschaften achten auf eine rationale Handlungsweise.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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emporda

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Re: Saudi-Arabien Islam Frau wegen "Hexerei" hingerichtet
« Antwort #1 am: 18.06.2015, 14:58 »
Siehe: http://www.n-tv.de/panorama/Saudi-Arabien-koepft-Hexe-article4987031.html
Das erinnert an das christliche Mittelalter.
Das ist nicht Mittelalter, sondern Steinzeit. Saudi Arabien ist Teil meines Berufslebens und beschäftigt mich immer noch stark, obwohl ich jetzt 15 Jahre in einem freien, sicheren und wunderbarem Land direkt am Mittelmeer wohne. Für Phantasten und Gutmenschen der Politik, die keine Erfahrungen vor Ort haben, für die habe ich nur Kopfschütteln - wie kann man nur so saublöd daher reden.

Am 11.3.2002 verbrennen in Riyadh 15 unverschleierte Mädchen die versuchten aus ihrer brennenden Schule zu entkommen. Die Religionspolizei zwingt die Mädchen gewaltsam im Gebäude zu bleiben, die Rettungskräfte werden behindert weil Frauen ohne Schleier nicht auf die Straße dürfen. Nach Jahren hat die Regierung laut unbestätigter Meldung der „Saudi Gazette“ 2010 den Schulleitern Anweisungen gegeben solchen Irrsinn künftig zu verhindern. Frauen müssen sich bei Ausbruch eines Feuers korrekt gemäß den Vorschriften verhüllen, damit fremde Männer ihren Körper nicht sehen können.   

Zur den 5 täglichen Gebetszeiten werden alle Geschäfte geschlossen, die Religionspolizei prügelt die Kunden mit Stöcken auf die Straße. Ob Frauen und Kinder Schläge bekommen, das spielt überhaupt keine Rolle - die hätten ja rechtzeitig fliehen können. Die Angestellten – meist ausländische Billiglohnarbeiter - rollen draußen auf dem Bürgersteig den Gebetsteppich aus und verrichten ihren Gebetszauber. Das Recht ist immer auf der Seite der Ultrareligiösen. Als mir in einer Einbahnstraße von Riyadh ein Jemenit in falscher Richtung über den Kühler fährt, war ich zu 50% am Unfall schuld und lande im Gefängnis. Wäre ich gemäß Shariah Rechtsauslegung nicht im Lande gewesen, wäre der Unfall nie passiert – also war ich „logischer Weise“ mitschuldig.

Wer noch nie im strikt islamischen Land wie Saudi Arabien zum Ramadan gereist ist, der kennt sicher kein Chaos. Man wartet auf die Abfertigung für den gebuchten Flug. Plötzlich schließt der Schalter - Sallahzeit. Nach 45 Minuten ist der Gebetszauber vorbei, das Flugzeug ist abgeflogen, der Koffer fliegt mit und am gleichen Tag geht kein Flugzeug mehr. Kommt man am nächsten Tag am Ziel an, ist das Gepäck geklaut. Nach 2 Totalverlusten mit Kamera bin ich per Auto gereist, oft 1200 km einfach bei >55°C durch die Wüste auf Sandpisten. Stellenweise gibt es auf 400 km kein Haus, keine Tankstelle, kein Baum und nach einem schweren Sandsturm sieht das Auto aus wie sandgestrahlt. Am Tag sind maximal 90 km/h angeraten, darüber werden die Reifen zu heiß und platzen. Nachtfahrten sollte man besser ganz unterlassen, wilde Kamele laufen bevorzugt auf der Straße, werden von den Lkws überrollt und die Kadaver sind für Pkws fatal. Gelegentlich kommen einem  saudische Halbstarke von 12 Jahren entgegen, die mit übermotorisierten Pick-ups um 500 – 800 PS mit 160 km/h auf beiden Fahrstreifen gleichzeitig rücksichtslos rasen.   

Wegen dem täglichen Organisationschaos auf den Flughäfen (Jeddah, Al-Diriyah, Riyadh) gibt es internationale Flüge nur nachts ab 22:00 Uhr, dann funktioniert die Organisation wieder, die Air-Controller knien nicht mehr auf dem Gebetsteppich, sondern schauen auf den Bildschirm, während am Himmel die islamische Hölle real stattfindet. Das ist wie die Tunisian Airline Maschine 2005 von Bari nach Djerba, der wegen fehlerhafter Tankanzeigen der Treibstoff ausgeht. Laut "voice recorder" hat der Pilot nicht gemäß Handbuch sofort einen Ausweichflughafen gesucht, er hat auf dem Boden kniend Allah um Hilfe gebeten. Der ist beschäftigt die köstlichen Huris einzuteilen, als Folge sterben 16 Passagiere beim Absturz. Der überlebende Pilot bekommt 10 Jahre Gefängnis.

Typisch für arabische Verhältnisse sind Bauwerke wie der Königsterminal am neuen Flughafen Riyadh mit Toilettenbecken aus rosa Carrara-Marmor in einem Stück gefertigt und Wasserhähne aus solidem 18-Karat Gold (24 Karat wäre zu weich). Auch die Villen der diversen Minister und führenden Scheichs sind typisch Islamisch, als Geschenk für den Saudischen Bildungsminister hat die Villa der Baufirma eines französischen Konzerns bescheidene 60 Millionen DM gekostet.

Häfen wie in Casablanca und Kenitra/Marokko sind als strategisch wichtig vom Militär bewacht, allerdings sind die Wachposten wie die Mehrheit des Landes Analphabeten. Wir haben uns einen Spaß gemacht, auf ein Papier in Französisch geschrieben "Ich bin ein Vollidiot" und ein Passfoto draufgeklebt. Die Wachposten haben beim Vorzeigen dieses „Ausweises“ salutiert und freundlich gelächelt. Dagegen sprachen die höheren Offiziere im Kriegsministerium gut Deutsch, sie hatten  Jahre der Ausbildung bei der Bundeswehr. Diese Leute hatten Kontakte zum Königshaus, konnten feststellen welche Prinzessin welchen tollen Mercedes als Geschenk vor der Tür haben wollte. Schon wurde der Auftrag ohne öffentliche Ausschreibung erteilt - natürlich mit Allahs Segen.

Auf der „Base Militaire de Ben Guerier“ (ex US-Airforce Base Jarir) 60 km nördlich von Marrakesch an der Strasse N-7 herrschte extremer Wassermangel, eine solare Wasseraufbereitung für die Rekruten konnte nicht in Betrieb genommen werden. Also wurden Aufträge zur Verlegung neuer Erdleitungen erteilt. Nach 5 Stunden Untersuchung war klar, der Stützpunktleiter hatte heimlich eine Leitung verlegt und das Wasser an die Bauern ringsum zur Bewässerung der Felder verkauft, er fuhr einen Mercedes etwa 25-Mal so teuer wie sein Jahresgehalt.

Nördlich von Rabat liegt die Stadt Saleh. Auf dem Markt sind einfache Holzgestelle, darauf werden die Waren ausgebreitet. Der Fleischer kommt mit einem großen Jutesack auf dem Rücken, darin ist seine gesamte Ware. Die legt er auf die Holzbohlen, die seit Jahren nur gelegentlich vom Regen gereinigt und von Millionen Fliegen bevölkert werden. Eines Tages saß der Typ auf dem Tisch mitten zwischen seiner Ware und reinigte sich mit dem großen Fleischermesser die Zehennägel. Seitdem schmeckte mir das Steak im ****Hilton nicht mehr.

In den Städten von Libyen (außer Tripolis) gibt es bei 66% Analphabetismus auf den Postämtern niemanden der lateinische Buchstaben und Schrift lesen kann. Also wird die Post gesammelt. Alle 3 Monate kommt ein „weiser gebildeter Mann“ aus Tripolis und sortiert den Berg an Briefen, danach wird zugestellt. Auf dies Weise gibt es im Jahr nur 3 - 4 Mal Post aus dem Ausland.

Die Gaddafi Wirtschaft wurde Jahrzehnte von „Planungsexperten“ der DDR organisiert, um den sozialistischen Mangel planvoll einzuführen. Es gab in größeren Orten neue Einkaufzentren als SB-Märkte. Die Verkaufsflächen bis zu 25.000 m² waren voll mit Regalen ohne Ware. Einzig Paprika, trockene Ölsardinen 2.ter Wahl und türkische Dampfkochtöpfe ohne Dichtungsring waren im Angebot. Trotzdem standen jeden Tag 30 – 50 Verkäufer rum um die fehlenden Kunden zu bedienen. Für Batterien in einem Messgerät musste ich 250 km in die Großstadt  Misurata fahren. In kleineren Orten und Städten gab es keinen Bedarf für elektronische Geräte oder Batterien, die überwiegende Mehrheit der Menschen hatte keinen Strom und kein Geld für teure Hobbys.

Den typisch arabisch-muslimischen Lebensstandard findet man in Kairo auf dem Zentralfriedhof, wo etwa 60.000 Menschen mit Familie in Grabmonumenten und Leichenkisten der Reichen wohnen, ihre vielen Kinder hecken und auf den Müllhalden der Stadt ihr Essen einsammeln. An den Nil-Kanälen südlich von Kairo leben die Menschen in Ein-Raum-Lehmhütten mit Strohdach wie vor 4.000 Jahren auf den Kanaldeichen. Die Hausfrau geht morgens mit dem einzigen Eimer zum Kanal, schüttet die Fäkalien der Nacht von bis zu 20 Personen aus und schöpft an gleicher Stelle mit dem Eimer das Trinkwasser für den Tag. Der durchschnittliche Bauer im Land bewirtschaftet 1 Hektar, hat 2 Frauen, über 10 Kinder, 1 Kuh, 2 Ziegen bei 30-50 €/Monat an Einkommen

« Letzte Änderung: 17.07.2015, 06:45 von emporda »
Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten