Autor Thema: handelsblatt.com - Beratergremium Elektroautos brauchen mehr Starthilfe  (Gelesen 3920 mal)

Datko

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Mein Kommentar zu: http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/energie/beratergremium-elektroautos-brauchen-mehr-starthilfe/11067814.html

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Nichts übereilen, vor allem nicht schon wieder subventionieren!

Die Akku-Technik hat noch Entwicklungspotenzial. Ich rechne mit einer durchschnittlichen Verdoppelung bei den Neuzulassungen pro Jahr.

Bisher: 2012:    3.000; 2013:    6.000

J. Datko: Prognostizierte Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland:
2014:   12.000; 2015:   24.000; 2016:   48.000;
2017:   96.000; 2018: 192.000;  2019: 384.000;
2020: 768.000

Es hängt vieles vom Wettbewerb und dem technischen Fortschritt ab.
« Letzte Änderung: 04.12.2014, 12:33 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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emporda

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Die Akku-Technik hat noch Entwicklungspotenzial. Ich rechne mit einer durchschnittlichen Verdoppelung bei den Neuzulassungen pro Jahr.

Bisher: 2012:    3.000; 2013:    6.000

J. Datko: Prognostizierte Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland:
2014:   12.000; 2015:   24.000; 2016:   48.000;
2017:   96.000; 2018: 192.000;  2019: 384.000;
2020: 768.000
Wir fahren als Rentner mit Behinderun viel, im Jahr sind es etwa 20.000 - 25.000 km. Hauptsächlich sind es Einkaufe und Ausflüge. Eingekauft wird bei AUCHAN in Perpignan (105 km einfach), bei Al Campo in Sabadell-Barcelona (130 lm einfach), in Andorra (245 km einfach) sowie lokal bei LIDL, ALDI usw. mit 7 - 25 km einfach. Dazu kommen Ausflüge ins Thermalbad nach Llo (230 km einfach) und in Restaurants 20 - 45 km einfach.

Unser relativ neues Auto braucht 4,1 Liter/100km Diesel und hat eine Reichweite von 1100 - 1350 km pro Tankfüllung für 50 €. Wie geht das mit einem Elektroauto, sollen wir am Ziel in Hotel übernachten und warten, bis nach 12 - 16 Stunden die Batterie aufgeladen ist. Mit dem Hund dürfen wir in Spanien in kein Restaurant oder Hotel, also schlagen wir auf der Straße ein Zelt auf und hoffen niemand klaut den Rollstuihl.

So eine Kiste würde ich nicht einmal geschenkt fahren
« Letzte Änderung: 18.06.2015, 05:51 von emporda »
Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten

Joachim Datko

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Wir fahren als Rentner mit Behinderun viel, im Jahr sind es etwa 20.000 - 25.000 km. Hauptsächlich sind es Einkaufe und Ausflüge. Eingekauft wird bei AUCHAN in Perpignan (105 km einfach), bei Al Campo in Sabadell-Barcelona (130 lm einfach), in Andorra (245 km einfach) sowie lokal bei LIDL, ALDI usw. mit 7 - 25 km einfach. Dazu kommen Ausflüge ins Thermalbad nach Llo (230 km einfach) und in Restaurants 20 - 45 km einfach.

Unser relativ neues Auto braucht 4,1 Liter/100km Diesel und hat eine Reichweite von 1100 - 1350 km pro Tankfüllung für 50 €. Wie geht das mit einem Elektroauto, sollen wir am Ziel in Hotel übernachten und warten, bis nach 12 - 16 Stunden die Batterie aufgeladen ist. Mit dem Hund dürfen wir in Spanien in kein Restaurant oder Hotel, also schlagen wir auf der Straße ein Zelt auf und hoffen niemand klaut den Rollstuihl.

So eine Kiste würde ich nicht einmal geschenkt fahren
- Die heutigen typischen Reichweiten von Elektroautos liegen mit einer Akku-Ladung bei knapp 180 km.
- Schnellladungen können innerhalb einer halben Stunde den Akku auf 80% des max. Energieinhaltes aufladen.

- Wir stehen bei der Akku-Technik für Pkws noch am Anfang der Entwicklung.
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emporda

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- Die heutigen typischen Reichweiten von Elektroautos liegen mit einer Akku-Ladung bei knapp 180 km.
- Schnellladungen können innerhalb einer halben Stunde den Akku auf 80% des max. Energieinhaltes aufladen.

- Wir stehen bei der Akku-Technik für Pkws noch am Anfang der Entwicklung.
Das ist mir als ex Forschungs- und Entwicklungsingenieur im Fahrzeugbau durchaus bekannt. Schnellladung geht nur mit 400 V 3-Phasen Drehstrom bei entsprechender Leistung von 13 kW mit 20 A bei 10mm² Kabel und mehr. Die üblichen 230 V Steckdosen sind auf 16 A Wechselstrom abgesichert und bei max. 4 kW mit 2,5 mm² Kabel oder auch 4 mm² je nach Leitungslänge. Laden dauert damit viele viele Stunden.

Die Betreiber der Ladestation wollen für die Energie oft das 3-fache dessen was Diesel kostet. Ich kenne im Umkreis von 300 km mit Hunderten Tankstellen nur eine einzige 230 V Steckdose zur Batterieladung von E-Autos, die ist vor einer Pizzeria in Sallagouse nahe Puigcerda/Pyrenäen rund 240 km entfernt. Genau so finster sieht es hier mit Gastankstellen aus

Diesel kostet hier etwa 0,10 € die kWh (1,05 €/Liter), für vorteilhaften Nachtstrom zahle ich derzeit 0,19 €/kWh plus 21% MwSt plus eine Zählergebühr von etwa 35 €/Monat. Unter 0,30 €/kWh geht nichts, der 3-fache Preis ist gerechtfertigt. Dieselmotoren haben bei sparsamer Fahrweise im Optimum vom Muscheldiagramm eines EURO-6 Motors einen Wirkungsgrad bis zu 55%, der E-Antrieb etwa 85%

Der cw-Wert von unserem neuen Opel-Meriva April 2015 beträgt 0,34, die Schattenfläche 2,42 m². Auf ebener Straße bei gutem Belag (Autobahn) ohne Wind und konstanter Geschwindigkeit (6.ter Gang) ergibt die Fahrdynamik
P = v * (0,0039 * v² + 15) * 0.013/3.6 =  (PS)
 80 km/h  (22,2 m/sec) mit etwa 11.6 PS (netto) und ca. 2,0 Liter/100km
100 km/h (27,8 m/sec) mit etwa 19.5 PS (netto) und ca. 2,7 Liter/100km
120 km/h (33,3 m/sec) mit etwa 30.7 PS (netto) und ca. 3,4 Liter/100km
Alles darüber hinaus ist notwendig für Gegenwind, Steigung, schlechten Belag, Klimaanlage und Beschleunigung von 1510 kg Leergewicht plus Zuladung

Keines der vielen Argumente in Diskusionen nimmt darauf Rücksicht, weil es den geistigen Horizont der Teilnehmer übersteigt. Für diese Typen braucht man keine Kraftwerke, da kommt immer jede Menge Strom aus der Steckdose. Oder glaubten da wirklich Phantasten Millionen Fahrzeuge auf der Straße laden kostenlosen Öko-Strom, den kommerzielle Erzeuger einfach so verschenken

Das alles ist ein Problem der Infrastruktur und hat mit dem Auto an sich weniger zu tun, auch wenn die Batterie irgendwann 50% oder 100% mehr Reichweite bringen wird. Bei noch schnellerer Ladung werden die Batterien sehr heiß und erreichen Zündtemperatur der umgebenden Gase, siehe Boing Dreamliner. Der einzige technische Ausweg wäre die Batterien an der "Tankstelle" tauschen, was nicht ohne Hebezeuge und genormte Anschlüsse geht. Aus Versehen die Kabel kurzschließen bringt das Kupferkabel zum Glühen und die Isolierung brennt ab. Es geht um Batteriepakete von 100 kg und viel mehr. Billiger als der 3-fache Preis im Vergleich zum Diesel wird der E-Antrieb dadurch nicht, eher teurer
« Letzte Änderung: 19.06.2015, 06:37 von emporda »
Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten

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Das ist mir als ex Forschungs- und Entwicklungsingenieur im Fahrzeugbau durchaus bekannt. Schnellladung geht nur mit 400 V 3-Phasen Drehstrom bei entsprechender Leistung von 13 kW mit 20 A bei 10mm² Kabel und mehr. Die üblichen 230 V Steckdosen sind auf 16 A Wechselstrom abgesichert und bei max. 4 kW mit 2,5 mm² Kabel oder auch 4 mm² je nach Leitungslänge. Laden dauert damit viele viele Stunden.
Hier müsste man statische Betrachtungen über die zurückgelegten Strecken machen. Ein Großteil der Fahrten liegt im 150 km Bereich Gesamtstrecke, Hin- und Rückfahrt. Durchschnittlich gesehen hätte man in der Regel viel Zeit, den Auto-Akku zu Hause an der 230V Steckdose zu laden.
Die Betreiber der Ladestation wollen für die Energie oft das 3-fache dessen was Diesel kostet. Ich kenne im Umkreis von 300 km mit Hunderten Tankstellen nur eine einzige 230 V Steckdose zur Batterieladung von E-Autos, die ist vor einer Pizzeria in Sallagouse nahe Puigcerda/Pyrenäen rund 240 km entfernt. Genau so finster sieht es hier mit Gastankstellen aus
Kommerzielle Anbieter von Schnellladestationen wollen verdienen, das ist klar. In aller Regel kann man den Auto-Akku aber zu Hause an der 230 V Steckdose laden oder sogar teilweise über die eigene Solaranlage.
Diesel kostet hier etwa 0,10 € die kWh (1,05 €/Liter), für vorteilhaften Nachtstrom zahle ich derzeit 0,19 €/kWh plus 21% MwSt plus eine Zählergebühr von etwa 35 €/Monat. Unter 0,30 €/kWh geht nichts, der 3-fache Preis ist gerechtfertigt. Dieselmotoren haben bei sparsamer Fahrweise im Optimum vom Muscheldiagramm eines EURO-6 Motors einen Wirkungsgrad bis zu 55%, der E-Antrieb etwa 85%
Die Zählergebühr fällt in der Regel nicht  extra an, da man für den Haushaltsstrom die Zählergebühr sowieso zahlen muss.
Der cw-Wert von unserem neuen Opel-Meriva April 2015 beträgt 0,34, die Schattenfläche 2,42 m². Auf ebener Straße bei gutem Belag (Autobahn) ohne Wind und konstanter Geschwindigkeit (6.ter Gang) ergibt die Fahrdynamik
P = v * (0,0039 * v² + 15) * 0.013/3.6 =  (PS)
 80 km/h  (22,2 m/sec) mit etwa 11.6 PS (netto) und ca. 2,0 Liter/100km
100 km/h (27,8 m/sec) mit etwa 19.5 PS (netto) und ca. 2,7 Liter/100km
120 km/h (33,3 m/sec) mit etwa 30.7 PS (netto) und ca. 3,4 Liter/100km
Alles darüber hinaus ist notwendig für Gegenwind, Steigung, schlechten Belag, Klimaanlage und Beschleunigung
Unter idealen Bedingungen hat man einen geringen Energiebedarf für Autofahrten, das sehe ich auch so, wie Sie.
Keines der vielen Argumente in Diskusionen nimmt darauf Rücksicht, weil es den geistigen Horizont der Teilnehmer übersteigt. Für diese Typen braucht man keine Kraftwerke, da kommt immer jede Menge Strom aus der Steckdose. Oder glaubten da wirklich Phantasten Millionen Fahrzeuge auf der Straße laden kostenlosen Öko-Strom, den kommerzielle Erzeuger einfach so verschenken.
Mit den regenerativen Energien haben wir eine stark schwankende "Energiegewinnung". Auto-Akkus könnten bevorzugt mit Überschüssen geladen werden und sogar bei Bedarf ins Netz wieder einspeisen. Wenn man die Preise entsprechend der momentanen Situation verändert, könnten die Elektro-Autos zur Glättung beitragen.
Das alles ist ein Problem der Infrastruktur und hat mit dem Auto an sich weniger zu tun, auch wenn die Batterie irgendwann 50% oder 100% mehr Reichweite bringen wird. Bei noch schnellerer Ladung werden die Batterien sehr heiß und erreichen Zündtemperatur der umgebenden Gase, siehe Boing Dreamliner. Der einzige technische Ausweg wäre die Batterien an der "Tankstelle" tauschen, was nicht ohne Hebezeuge und genormte Anschlüsse geht. Aus Versehn die Kabel kurzschließen bringt das Kupferkabel zm Glühen und die Isolierung brennt ab. Es geht um Batteriepakete von 100 kg und mehr. Billiger als der 3-fache Preis wird der E-Antrieb im Vergleich zum Diesel dadurch nicht, eher teurer

Wir haben noch Entwicklungspotenzial bei den Auto-Akkus, keine Frage. Auch die Kosten pro kWh Auto-Akku werden noch deutlich sinken.
« Letzte Änderung: 19.06.2015, 15:06 von Datko »
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Mit den regenerativen Energien haben wir eine stark schwankende "Energiegewinnung". Auto-Akkus könnten bevorzugt mit Überschüssen geladen werden und sogar bei Bedarf ins Netz wieder einspeisen. Wenn man die Preise entsprechend der momentanen Situation verändert, könnten die Elektro-Autos zur Glättung beitragen.
Die Industrie hat einen starken Bedarf an 100% Verfügbarkeit von elektrischer Energie. Extrem sind SM Schmelzöfen, die jeder für sich mehr Energie brauchen als eine Kleinstadt mit mehreren Zehntausend Einwohnern. Fällt der Strom länger als 1 Stunde aus, ist der Schmelzofen mit 1450°C Stahl hinüber. Ein neuer Ofen kostet viele Millionen, es dauert Jahre ihn zu bauen. Es gibt Tausende vergleichbare Fälle, auch wenn viele nicht diese extreme Brisanz haben. Bei max. 66% des Energiebedarfs sind alternative Energien grenzwertig ausgereizt. Manche wenige Bereiche wie Kliniken mit OP-Bereichen sind durch Notstrom abgesichert, auch wenn hier die Kosten sehr hoch sind.

Der Treibstoff- resp. Energieverbrauch der Fahrzeuge liegt im Sommer Mai bis September um 60% über dem Durchschnitt, im Winter November bis März entsprechend weit darunter. Das ist mit den übrigen Verbräuchen sehr schlecht zu kompensieren.

Ohne Fahrzeuge mit Diesel/Benzin hätte die Heizenergie im Winter eine enorme Spitze. Raffinerien brauchen konstanten Mengendurchlauf, ständig rauf und runter verkraften sie nicht. Es ist schon schwer genug den sich wandelnden Bedarf durch Einsatz bestimmter API Werte der Rohöle anzupassen, die mögliche Variabilität ist das sehr klein

Unser privater Fahrzeugbedarf eignet sich nicht für ein E-Auto. Die lokalen Strecken liegen bei 10 - 50 km einfach, Fahrten darüber haben 150 - 275 km einfach. Dazwischen liegt überhaupt keinen Bedarf. Im Monat kommen wir als Rentner auf etwa 2200 km.

Ich bin nicht bereit erst für das Fahrzeug den doppelten Preis zu zahlen, damit ich dann den Treibstoff zum 3-fachen Preis nutze. Um das zu machen, muss man gewaltig einen an der "Waffel" haben. Selbst geschenkt wäre ein E-Auto für uns noch zu teuer 
« Letzte Änderung: 19.06.2015, 15:57 von emporda »
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Joachim Datko

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Unser privater Fahrzeugbedarf eignet sich nicht für ein E-Auto. Die lokalen Strecken liegen bei 10 - 50 km einfach, Fahrten darüber haben 150 - 275 km einfach. Dazwischen liegt überhaupt keinen Bedarf. Im Monat kommen wir als Rentner auf etwa 2200 km.
Natürlich muss man immer für seinen eigenen Bedarf abschätzen, ob sich etwas lohnt oder nicht.

Es gibt aber viele Verbraucher, für die Elektroautos gut geeignet sind.

So hat z.B. die Deutsche Post DHL einen kleinen Produzenten aufgekauft, um elektrische Autos für den eigenen Lieferverkehr zu bauen. In Bonn sind bereits 140 Elektroautos (StreetScooter) im Einsatz.
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