Autor Thema: Kaufhof Pleite  (Gelesen 281 mal)

Rainer79

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Kaufhof Pleite
« am: 22.03.2018, 12:46 »
Hallo,

ich habe jetzt gelesen dass Kaufhof mal wieder gerettet werden muss:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/kaufhof-chef-roland-neuwald-im-gespraech-15505874.html
"Lohnkosten runter, mehr Investitionen in die Filialen, Offensive im Online-Geschäft" soll das tatsächlich die Rettung der Firma sein? Ich kann einfach nicht verstehen dass die Topmanager der Firmen immer wieder extra Boni bezahlt bekommen für solche dummen Ideen. Ich meine, nur weil ich meinem Personal weniger Lohn bezahle und einen neue Wandfarbe auftrage ändert sich das Problem des Unternehmens doch nicht. Das Konzept müsste sich doch grundsätzlich ändern. Dann so Aussagen von dem Management und dubiosen Beratern wie "Unser Ziel ist, wieder dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein, und dazu benötigen wir auch wettbewerbsfähige Personalkosten" ist doch ein schlechter Witz.

Joachim Datko

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Re: Kaufhof Pleite
« Antwort #1 am: 22.03.2018, 15:36 »
ich habe jetzt gelesen dass Kaufhof mal wieder gerettet werden muss:
[...]
"Lohnkosten runter, mehr Investitionen in die Filialen, Offensive im Online-Geschäft" soll das tatsächlich die Rettung der Firma sein? Ich kann einfach nicht verstehen dass die Topmanager der Firmen immer wieder extra Boni bezahlt bekommen für solche dummen Ideen. Ich meine, nur weil ich meinem Personal weniger Lohn bezahle und einen neue Wandfarbe auftrage ändert sich das Problem des Unternehmens doch nicht.
Es wird wohl nichts helfen, da haben sie recht. Auch das "Online-Geschäft" ist schon lange durch andere besetzt und bringt weniger und schlechter bezahlte Stellen.
Das Konzept müsste sich doch grundsätzlich ändern. Dann so Aussagen von dem Management und dubiosen Beratern wie "Unser Ziel ist, wieder dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein, und dazu benötigen wir auch wettbewerbsfähige Personalkosten" ist doch ein schlechter Witz.
Die Manager würden gerne neue Ideen einsetzen, nur sind die nicht so leicht zu finden.

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Es gehört zur Marktwirtschaft, dass auch Konzerne zu Verlierern werden und manchmal bis zum bitteren Ende abgewickelt werden.

Das Personal sollte im Idealfall, was selten passiert, wieder adequate Stellen finden. In der Regel sind die neuen Bedingungen, falls man wieder Arbeit findet, schlechter als die alten. Was noch bleibt, ist dann für mehrere Jahre das Arbeitslosengeld 1 (ALG I). Falls man Glück hat, bekommt man vom alten Arbeitgeber noch eine Abfindung.

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« Letzte Änderung: 22.03.2018, 15:53 von Joachim Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
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Broom

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Re: Kaufhof Pleite
« Antwort #2 am: 28.03.2018, 11:14 »
Zitat
Das Konzept müsste sich doch grundsätzlich ändern.

Inwiefern würdest du das Konzept denn ändern? Wenn das so leicht wäre, einen riesengroßen Konzern wie kaufhof einfach mal so zu reformieren, wäre das schon geschehen.

Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der Personal noch als Fachpersonal ausgebildet wurde. man denke nur an die Schuhverkäufer*innen und Strumpfhosen-Berater*innen. Früher waren das noch richtige Experten - heute haben die alle nur ein Fernstudium a la https://www.sgd.de/kursseite/selbststaendig-als-beraterin.html
aka: "ich mache was aus mir!" gemacht und haben sich so durch die Arbeitswelt gemogelt.

Zitat
Ich kann einfach nicht verstehen dass die Topmanager der Firmen immer wieder extra Boni bezahlt bekommen für solche dummen Ideen.
Eine gute Beratung habe ich schon lange nicht mehr erhalten.
Was ich damit sagen will: Du und ich können ja auch mal so einen Kurs machen, dann können wir Kaufhof beraten.

Echt schade, dass diese Bereiche immer weiter verschlammen...