Autor Thema: EGMR : Urteil Kirche darf andersgläubige Erzieherin entlassen  (Gelesen 5783 mal)

Datko

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Urteil vom Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)
Siehe: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/urteil-kirche-darf-andersglaeubige-erzieherin-entlassen_aid_596259.html

"Die Erzieherin in einem evangelischen Kindergarten war 1998 fristlos entlassen worden, weil sie der Religionsgemeinschaft der Universalen Kirche/Bruderschaft der Menschheit angehörte, für die sie auch aktiv eintrat."
« Letzte Änderung: 07.06.2011, 12:18 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Aber wer Angehöriger des christlichen Teufels- und Dämonenglauben ist, der bleibt. Irre!

Datko

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Aber wer Angehöriger des christlichen Teufels- und Dämonenglauben ist, der bleibt. Irre!

Ein Großteil der Arbeitsplätze im Sozialbereich ist fest in "christlicher" Hand, dadurch ist die Religionsfreiheit für Menschen mit Sozialberufen nicht gewährleistet. Zumindest sollte man moderaten passiven Widerstand leisten. Meiner Ansicht nach sind die großen christlichen Kirchen üble Institutionen.
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Ein Großteil der Arbeitsplätze im Sozialbereich ist fest in "christlicher" Hand, dadurch ist die Religionsfreiheit für Menschen mit Sozialberufen nicht gewährleistet.

Hier wird ein TRICK sichtbar, der in allen Lebensbereichen immer wieder erfolgreich angewendet wird: Man verbindet unterschiedliche Aspekte zu einem geschlossenen Paket.

Wer Kindergärten will, muss auch die Kirche akzeptieren.
Wer Kinderbetreuung oder Altenpflege finanziert, unterstützt zugleich meist auch eine Kirche.
Wer auf Mindestfreiheiten wert legt, wird auf "abendländisch-christliche" Werte eingeschworen.

Es wird der Anschein vermittelt, das Eine gäbe es nur in Verbindung mit dem Anderen.

"Wollt Ihr Fußball im Fernsehen verfolgen? Wenn ja, dann seid ihr auch für einen öffentlich-rechtlichen, gebührenfinazierten Rundfunk."
Paken wir ein Paket. Willst Du das Eine, musst Du auch das Andere schlucken.

"Seid ihr gegen Atomkraftwerke? Wenn ja, dann müsst ihr doch für Windkraftanlagen (an jedem Standort) und Stromtrassen (quer durch's Naturschutzgebiet) sein."
Paken wir ein Paket. Willst Du das Eine, musst Du auch das Andere schlucken.

"Willst Du einen (schlecht bezahlten) Arbeitsplatz? Dann musst Du auch glauben, was Dein Arbeitgeber Dir vordenkt."
"Willst Du nicht unter der Brücke schlafen? Küss Deinem Arbeitgeber oder dem Sachbearbeiter des Arbeitsamts die Füße."
"Willst Du (vielleicht) mal in Deinem studierten Beruf arbeiten? Dann mach doch erst mal ein unbezahltes Praktikum."
Paken wir ein Paket. Willst Du das Eine, musst Du auch das Andere schlucken.

Welche Beispiele für UNREDLICHE KOPPLUNGEN von unterschiedlichen Aspekten, die auch getrennt betrachtet weren könnten, fallen Ihnen ein?

"Willst Du im öffentlichen Dienst eine höhere Position? Zeig doch erst mal Dein Parteibuch vor. Und Du bist hoffentlich verheiratet, zwei Kinder und Reihenhaus."
"Und wenn Du schon durch Partei-Förderung eine derart gehobene Position erhälst, erwartet Deine Partei auch regelmäßige Geldspenden aus dem zugedachten Amt."
Paken wir ein Paket. Willst Du das Eine, musst Du auch das Andere schlucken.
Thomas W. Müller
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Pakete
« Antwort #4 am: 08.06.2011, 08:02 »
Willst Du bei einer großen Firma Festangestellter werden? Dann musst Du erst einmal für viele Monate über eine Zeitarbeitsfirma bei der Firma billig arbeiten.

Dies gilt selbst für viele große Konzerne in Deutschland. Politisch ist dies wohl noch der SPD und den Grünen zuzuordnen, der Regierung Schröder.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Schöpfung ja, Gott nein.
« Antwort #5 am: 08.06.2011, 15:12 »
Wie schön, das uns die Schöpfung so erduldet hat, höchstens 100 Jahre Lebenszeit und dann
kein Ärger mehr. Ein Weiser Mann sagte, es ist das Beste, gar nicht geboren zu sein. Man hüpft
ja in seinem Leben von einem Kuhfladen in den nächsten und das Kreuz steht überall im Wege.
Ich bewundere Menschen und Ehepaare oder in anderen Partnerschaften, in denen es fast
problemlos läuft,  das ist wirklich ein Wunder.

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Partnerschaft und Probleme
« Antwort #6 am: 08.06.2011, 23:37 »
Ich bewundere Menschen und Ehepaare oder in anderen Partnerschaften, in denen es fast problemlos läuft,  das ist wirklich ein Wunder.

Vielleicht hilft es, daran zu denken, dass es JEDER selbst in der Hand hat, seinem Leben einen SINN zu geben und (weitgehend) selbst entscheiden kann, was er als PROBLEM empfinden will und wie er damit umgeht.

Zugegeben, manchmal schlägt "das Schicksal" zu. Eine Krankheit, ein Unfall, ein Betrüger ... Es gibt einiges, was das Leben schwer machen kann. Erstaunlich ist jedoch, wie unterschiedlich Menschen mit vergleichbaren Lebenssituationen umgehen. Die Einen ergeben sich dem Schicksal und leiden hilflos vor sich hin. Die Anderen empfinden die Situation als Herausforderung und versuchen, das Beste daraus zu machen.

Dieses berühmte "POSITIVE DENKEN" kann zwar auch kein Naturgesetz verändern. Wer z.B. unfallbedingt im Rollstuhl sitzt, kann (meist) nicht plötzlich wieder laufen, nur weil er seine Sicht auf "das Schicksal" ändert. Aber er findet vielleicht andere Interessen und Stärken in sich, die ihm einen Sinn und eine Erfüllung geben können.  Der Eine trauert darüber, dass er die Beine nicht mehr benutzen kann. Der Andere freut sich, dass die Arme noch gesund sind. Wer von beiden wird wohl glücklicher leben?

Gerade das Thema "Kirche" und "Religion" ist doch ein Musterbeispiel dafür, wieviel die eigene Einstellung ausmacht. Zumindest in Deutschland kann man diesem "Problem" doch weitgehend entgehen. Wenn ein Kreuz an der Wand hängt, was soll's? Den "Röhrenden Hirsch" in Alpen-Öl findet sicher auch nicht jeder toll. Und wenn mein Nachbar täglich drei Mal in die Kirche rennt. Was soll's? Ich muss ja nicht mitgehen. Und wenn's ihn glücklich macht, mir tut's nicht weh.

Ich könnte mir jedoch auch SELBST EIN PROBLEM SCHAFFEN. Ich müsste nur beschliessen, ihn unbedingt "bekehren" zu müssen. Da er sich jedoch vermutlich  nicht so ohne Weiteres bekehren lassen will, habe ich plötzlich ein Problem. "Warum nur erkennt mein Nachbar nicht, dass ich Recht habe?"

Ich bin überzeugter Atheist und in vielen Punkten auch Religionskritiker. Aber ich hatte mit "Kirche" oder "Religion" noch nie ein PROBLEM. Im Gegenteil, ich finde es teilweise sehr spannend, sich mit "religiösen" Fragen und Vorurteilen zu befassen. Und selbst wenn die Zeugen Jehovas vor der Tür stehen, bekommen eher diese, als ich ein Problem. Ein entsprechender "Vorbeter", der mit seinem "Lehrling" bei mir zwecks Bekehrung kingelte, nahm schnell Reiß-aus, als meine Fragen bei seinem Schützling erste Zweifel aufdeckten. Ich hatte kein Problem, lediglich eine lustige Unterhaltung. Man muss entsprechende Diskussionen lediglich als "intellektuelles Training" empfinden und es macht richtig Spaß.

Also bewirken Sie doch einfach Ihr eigenes Wunder. Erklären Sie das, was gestern noch als "Problem" empfunden wurde, ab sofort zur "spannenden Herausforderung". Ein kleiner rhetorischer "Trick" kann zudem bei Unstimmigkeiten von (Ehe)Paaren überraschende Ergebnisse bringen. Statt zu argumentieren, probieren Sie doch mal, NUR FRAGEN zu stellen: "Du behauptest ..., wo kann ich das nachlesen / überprüfen?", "Wieso denken viele Menschen anders?", "Was KONKRET möchtest Du erreichen / ändern?", "Wie stellst Du Dir denn eine ideale Lösung vor?" Egal, welche Antwort kommt, es darf NIE ein GEGENARGUMNET kommen. Nur ggf. eine kurze Zusammenfassung, ob man alles richtig verstanden hat und dann DIE NÄCHSTE FRAGE. Ist am Anfang gar nicht so einfach, macht aber RIIIIESIGEN SPASS. Und wenn man (mit etwas Übung) nur noch ehrliche und offene Fragen stellt, fühlt sich auch der Gesprächspartner nicht mehr angegriffen. Er wird nur angeregt, seine Meinung oder sein Vorurteil zu hinterfragen. Alle Erkenntnisse hat er selbst, sie werden nicht von aussen vorgegeben. Was eben noch ein "Problem" war, ist jetzt eine spannende (und unterhaltsame) Diskussion. Fairerweise sollte man selbst jedoch auch offen genug sein, gute und überzeugende Argumente selbst auch anzuerkenen und zu übernehmen.

In diesem Sinne wünsche ich eine "problemlose" Partnerschaft und spannende Unterhaltungen.
« Letzte Änderung: 08.06.2011, 23:40 von TWMueller »
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Religion - ein großes Problem
« Antwort #7 am: 09.06.2011, 16:50 »
"Der Taufstein scheidet" Drum prüfe, wer sich ernstlich bindet, Gretchen wie hast du es mit der Religion. Eine Ehe zwischen einer Katholikin und einem Atheisten ist ein weiter Weg mit vielen Steinen. Wer christliche Fragen stellt, bekommt unchristliche Antworten. Jede Frage ist eine ketzerische Frage, die nicht beantwortet werden kann, ohne das der Christ ausrastet. Diese Hilflosigkeit macht auch das Christentum so gefährlich.

Es wird halt behauptet, wenn es nicht klappt, enthauptet.

Jeder Christ, ob aus Sekten, evangelisch oder katholisch, biegt sich seinen Glauben so zurecht, wie er ihm am besten in den eigenen Kram passt. Diese vielen Scheinheiligen bedienen sich eines eigenartigen Gottes, sie begehen die größten Verbrechen (Kindesmissbrauch, Kriege, Morde usw.) in seinem Namen und welch ein Wunder, er reagiert überhaupt nicht. Das wissen die Brüder und nutzen alles gnadenlos aus.
Wenn auch aus authentischen Beweisen einer Christin das wahre Christentum vorgelegt wird, ist man ein gemeiner Ketzer und diese Beweise werden einfach vom Tisch gefegt. Die christliche Säuglingstaufe entscheidet über das weitere Leben und es ist schwer, damit zu brechen. Meine beiden Söhne haben es geschafft, meine katholische Frau ist entsetzt und wütend, weil sie feststellen muss, sie ist auch machtlos. Eine schwere Erkenntnis und das noch nicht einmal aus Büchern.
Ich bin ein Atheist, kenne keine Gnade mit dem Christentum und den Predigern und verweigere jeglichen Gehorsam oder Anerkennung.
Die Kirchen kannten auch keine Gnade mit Andersgläubigen bis zu heutigen Tage.   

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Re: Religion - ein großes Problem
« Antwort #8 am: 09.06.2011, 20:26 »
Wenn auch aus authentischen Beweisen einer Christin das wahre Christentum vorgelegt wird, ist man ein gemeiner Ketzer und diese Beweise werden einfach vom Tisch gefegt. Die christliche Säuglingstaufe entscheidet über das weitere Leben und es ist schwer, damit zu brechen. Meine beiden Söhne haben es geschafft, meine katholische Frau ist entsetzt und wütend, weil sie feststellen muss, sie ist auch machtlos. Eine schwere Erkenntnis und das noch nicht einmal aus Büchern.

Auch ein Atheist ist ein Gläubiger. Er glaubt / ist überzeugt, dass es KEINEN Gott gibt. Ein Christ ist ebenso ein Gläubiger. Er glaubt / ist überzeugt, dass es EINEN BESTIMMTEN Gott gibt.
Nun ist das Problem, dass GLAUBEN prinzipiell NICHT PRÜFBAR ist.
Insbesondere ist ein Beweis, dass es ETWAS NICHT GIBT, praktisch nicht zu führen. Man müsste ALLE denkbaren Konstellationen VERBINDLICH AUSSCHLIESSEN. Das ist jedoch kaum machbar.

Beharren somit zwei Gläubige auf ihrem jeweiligen Glauben, können sie zwar sehr leicht immer neue Unterschiede finden, ein GEMEINSAMES Ergebnis ist jedoch nicht zu erwarten. Denn einer von beiden müsste seinen Glauben aufgeben und damit zugeben, sich bislang GEIRRT zu haben.

Ein fernöstliche Weisheit, von der wir etwas lernen können, bringt zum Ausdruck, dass der (Geschäfts-)(Ehe-)Partner NICHT SEIN GESICHT VERLIEREN darf. In der Diplomatie wird dies schon lange berücksichtigt und führt in der breiten Öffentlichkeit bisweilen zu Verwirrungen, weil "um den heißen Brei herumgeredet" oder ein Mißstand nicht offen angesprochen wird. Der kluge Diplomat weiss jedoch, dass ein Frontalangriff immer eine entsprechende Abwehrreaktion hervorrufen wird. Er sucht nach gangbaren Wegen, bei denen die Gegenseite "Ihr Gesicht wahren" kann.

Im o.a. Beispiel sollte man vielleicht anerkennen, dass sich die Ehefrau aus ihrer Überzeugung / aus ihrem Glauben heraus Sorgen um die Söhne (und deren "Seelenheil") macht. Dies ist doch prinzipiell anzuerkennen, ja lobenswert. Hält man der gläubigen Ehefrau entgegen, ihr Glaube sei falsch, ja schädlich, MUSS dies zu einer Abwehr- und Trotz-Reaktion führen. Es gibt psychologisch kein wirksameres Mittel, Zweifler zurück in den Schoß der Kirche zu treiben, als deren Glaubenssystem grundsätzlich anzugreifen. Ganz nach dem Naturgesetz von ACTIO und REACTIO wird jeder Angriff nur eine umso stärkere Verteidigung des Glaubens bewirken.

Der Mensch ist das, was er als RICHTIG ansieht, was er GLAUBT, wovon er ÜBERZEUGT ist. Unser Wesen wird von dem bestimmt, was wir erlebt, was wir erlernt haben. Wer diese ERFAHRUNGEN in Frage stellt, stellt den MENSCHEN in Frage. Erfahrungen können jedoch NICHT GELÖSCHT, sie können lediglich WEITERENTWICKELT werden.

In diesem Sinn sollte man Grundsatzdiskussionen über Glaubensfragen nur dann führen, wenn von vorne hinein vereinbart wurde, dass es NICHT darum geht, den Anderen zu ÄNDERN, sondern NUR um einen AUSTAUSCH VON SICHTWEISEN, um eine ERWEITERUNG der ERKENNTNIS (BEIDER SEITEN !).

Man sollte daher die Sorge der Ehefrau um das Wohl der Söhne (bestätigend) anerkennen und hierauf aufbauend den Gedanken entwickeln, dass diese durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Elternteile einen sehr guten Start ins Leben bekommen haben und nun SELBST und FREI ihr Leben in die Hand nehmen können. Zudem haben sie bei denkbaren Problemen in der Zulunft einen VORTEIL, den nicht jeder hat: Sie können mit der Mutter die Fragestellung aus konservativ-religiöser und mit dem Vater aus humanistisch-freier Sicht besprechen und vielleicht die BESTEN LÖSUNGSANSÄTZE BEIDER DENKWEISEN VERBINDEN und zu einer OPTIMALEN LÖSUNG finden.

Das Optimum besteht nicht im ENTWEDER-ODER,
es findet sich im SOWOHL-ALS AUCH !
Thomas W. Müller
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Hans

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Wenn man ich mal liest, was im Internet über die "Univerale Kirche" geschrieben wird, ist die Aufregung hier nicht verständlich.