Autor Thema: Böse Radioaktivität?  (Gelesen 2757 mal)

Datko

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Böse Radioaktivität?
« am: 05.02.2013, 12:22 »
Mein Kommentar zu: http://www.spektrum.de/alias/dachzeile/was-tun-mit-dem-nuklearen-abfall/1178937#comment-1183133
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Böse Radioaktivität?

Leider wird bei Radioaktivität kaum differenziert. Das Thema wurde in den vergangenen Jahren stark emotionalisiert. Technische und naturwissenschaftliche Fakten zählen nicht mehr, sondern das Mantra von der bösen Radioaktivität.

« Letzte Änderung: 05.02.2013, 13:41 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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TWMueller

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Re: Böse Radioaktivität?
« Antwort #1 am: 06.02.2013, 21:09 »
Cyankali ist per se ebensowenig "böse", wie Kernstrahlung.
Aber ich schlucke kein Cyankali, da ich weiß, dass ich dies wohl nur ein Mal tue.
Und Strahlen, von denen eine Gesundheitsgefahr ausgeht, sollte man vielleicht ebenfalls aus dem Weg gehen.

Im Endefffekt kann JEDE Giftigkeit oder sonstige Gesundheitsgefahr auf eine STATISTISCHE WAHRSCHEINLICHKEIT reduziert werden. Das Problem ist nur, die DOSIS festzulegen, bei der die WAHRSCHEINLICHKEIT einer Schädigung noch als "akzeptabel" anzusehen ist.

Und je unsicherer die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind, umso mehr kommt dem Prinzip der VORSICHT Gewicht zu.
Man darf zudem nicht die BEWEISLAST umkehren. Es ist nicht der Bürger, der die GEFÄHRLICHKEIT beweisen muss, es sind diejenigen, die UNNATÜRLICHE STOFFE (in UNNATÜRLICHER KONZENTRATION) in die Umwelt abgeben, die beweisen müssen, dass dies UNGEFÄHRLICH ist.

ICH würde nie von einer "BÖSEN" Radioaktivität sprechen, jedoch von einer "GEFAHR". Und dass die Bevölkerung auf UNSICHTBARE Risiken emotionaler reagiert, als auf solche, die der Einzelne offen und klar erkennen kann, ist nachvollziehbar. Wer z.B. mit Benzin hantiert, ist sich der Brandgefahren wohl bewußt. Aber wer hat schon immer einen Geigerzähler dabei, wenn er durch die Gegend läuft?
Thomas W. Müller
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