Autor Thema: Verbraucherschutz - Solarförderung viel zu hoch  (Gelesen 3418 mal)

Datko

  • Administrator
  • Sr. Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3022
Siehe : http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/verbraucherschuetzer-wollen-solarfoerderung-massiv-kappen/6044634.html

Über die hohen Subventionen auf Kosten der Verbraucher reiben sich viele die Hände, z.B. viele Bauern und eventuell auch ihr Nachbar, wir sind die Dummen, wir müssen zahlen.

Die Stromkosten sind wegen der Solarförderung massiv überhöht.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de

Ede

  • Gast
Re: Verbraucherschutz - Solarförderung viel zu hoch
« Antwort #1 am: 12.01.2012, 12:20 »
Hallo!

Hier ein Zitat aus dem RWE Geschäftsbericht 2010, Seite 62:
"Das trotz höherer Brennstoffkosten anhaltend niedrige Preisniveau im Stromterminhandel ist u.a. auf den unerwartet starken Ausbau der erneuerbaren Energien zurückzuführen, insbesondere der Photovoltaik."
Auf Seite 3 wird das genaue Gegenteil behauptet.

Auf jeden Fall senkt Sonnenenergie den Strompreis, weil in den Mittagsstunden, wenn der meiste Solarstrom eingespeist wird, der Strompreis an der Strombörse höher ist als die Einspeisevergütung für Solarstrom.

Riesenprojekte wie Desertec oder der massive Ausbau der Windenergie auf hoher See, inklusive der endlosen Stromtrassen, werden den Strompreis in die Höhe treiben. Vorsorglich wird schon mal die Solarförderung zum Sündenbock gestempelt.

Eine schnelle und preiswerte Energiewende ist nur möglich durch eine Erhöhung der Einspeisevergütung für Solaranlagen auf Hausdächern, für Windenergie im Binnenland (z.B. entlang der Autobahnen) und einer Förderung von kleinen Energiespeichern, die dann millionenfach in Privathäusern aufgestellt werden.

Grüße vom Edgar

Administrator Joachim Datko : Hier der zitierte Geschäftsbericht:
http://www.rwe.com/web/cms/mediablob/de/543514/data/110822/3/rwe/investor-relations/berichte/Geschaeftsbericht-2010-PDF-Download-.pdf

« Letzte Änderung: 12.01.2012, 15:19 von Datko »

Datko

  • Administrator
  • Sr. Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3022
Re: Verbraucherschutz - Solarförderung viel zu hoch
« Antwort #2 am: 12.01.2012, 19:16 »
Auf jeden Fall senkt Sonnenenergie den Strompreis, weil in den Mittagsstunden, wenn der meiste Solarstrom eingespeist wird, der Strompreis an der Strombörse höher ist als die Einspeisevergütung für Solarstrom.

Riesenprojekte wie Desertec oder der massive Ausbau der Windenergie auf hoher See, inklusive der endlosen Stromtrassen, werden den Strompreis in die Höhe treiben. Vorsorglich wird schon mal die Solarförderung zum Sündenbock gestempelt.


Subventionen sind grundsätzlich schlecht, sie verschleiern die wahren Kosten. Hier ein kurzer Artikel von mir in unserer Regensburger sozialen Straßenzeitung Donaustrudl (08.2011).
« Letzte Änderung: 12.01.2012, 19:37 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de

Ede

  • Gast
Re: Verbraucherschutz - Solarförderung viel zu hoch
« Antwort #3 am: 13.01.2012, 16:05 »
Hallo!

Tut mir Leid, aber den Artikel aus dem Donaustrudl finde ich äußerst seltsam.

Man muss nicht wohlhabend sein um eine Solaranlage auf das Dach zu pflastern, man kann sie auch von der Bank finanzieren lassen.
Eine Beteiligung an Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden, wie sie in vielen Städten angeboten wird, ist auch möglich.
Oder man gründet eine Genossenschaft, die Solaranlagen plant, finanziert, installieren lässt, auf fremden Dächern, gegen eine Gewinnbeteiligung.   
Also, es kann sich jeder an den hohen Gewinnen von Solaranlagen erfreuen. Leider sind sie nicht wirklich so hoch, man gerät ganz schnell in die roten Zahlen.

Selbst wenn die „reichen“ Solaranlagenbesitzer 8% Gewinn machen würden, ich bin weder auf sie neidisch, noch auf die Atomstromer mit über 200% Gewinn.

Es handelt sich bei der Einspeisevergütung nicht um eine Subvention. Subventionen werden immer über Steuern finanziert. Es ist einfach eine Bezahlung für eine Leistung. Für die Energie aus einem Spitzenlast - Kraftwerk wird mittags schon mal 60 ct/kwh bezahlt, sauberer Solarstrom ist billiger.
Ohne den Strompreis reduzierenden Effekt der Solarenergie, wäre der Strompreis schon viel höher.

Ob es schon Solarstrom – Überkapazitäten gibt, weiß ich nicht, glaube ich auch nicht. Allerdings muss Strom aus erneuerbaren Energien noch vorrangig gekauft werden (Solange unsere „tolle“ Bundesregierung diese Regelung nicht abschafft). Schließlich dient das dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen, ein großer Gewinn für alle Menschen.

Als Zwangskunde sehe ich mich nicht, mein Stromanbieter liefert nur Strom aus Erneuerbaren, genauso kann man sich einen Anbieter suchen der hauptsächlich Atomstrom verkauft. Außerdem kann jeder Strom sparen so viel er will, ich spare schon seit 2 Jahren (Weil arm wie Brot.) auf einen neuen Kühlschrank, wenn ich den erst habe, sinkt mein gesamter Stromverbrauch um 20%. Und meinen PC habe ich selbst gebastelt, aus Strom sparenden Komponenten, so verbraucht er nur halb so viel wie der vorige.

Grüßle
Edgar

Datko

  • Administrator
  • Sr. Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3022
Re: Verbraucherschutz - Solarförderung viel zu hoch
« Antwort #4 am: 13.01.2012, 18:44 »
Tut mir Leid, aber den Artikel aus dem Donaustrudl finde ich äußerst seltsam.

Hier ein weiterer Artikel,der aufzeigt, dass die Energieverbraucher durch den "Solarstrom" ganz schön abkassiert werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672959,00.html
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de