Autor Thema: sueddeutsche.de - Neue Ideen sollen zum Kauf von Elektoautos anregen  (Gelesen 3240 mal)

Datko

  • Administrator
  • Sr. Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 3053
Mein Kommentar zu: http://www.sueddeutsche.de/auto/absatz-von-e-autos-neue-ideen-sollen-zum-kauf-von-elektoautos-anregen-1.1772637

###

Nicht schon wieder Subventionen!

Die Einstellung der Grünen und der SPD, uns mit immer höheren Energiekosten zu belasten, hat mittlerweile zu über 6 Cent höheren Kosten pro kWh beim Strom geführt.

"Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin hatte [...] verkündet, pro Haushalt koste das Ökostrom-Gesetz "nur rund einen Euro im Monat – so viel wie eine Kugel Eis". "
Siehe: http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article110067621/Die-krassen-Fehlprognosen-beim-Oekostrom.html

Subventionen setzen die Steuer- und Regelfunktion des Geldes außer Kraft und führen in der Regel zu Fehlentwicklungen.

Mittlerweile hat die Subvention von Solarmodulen unsere Solarindustrie ruiniert.

Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de

TWMueller

  • Sr. Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 471
  • Freiheit heißt, entscheiden können.
    • SchornsteinFegerRechts-Reform
Re: Subventionen
« Antwort #1 am: 17.09.2013, 21:17 »
Subventionen (staatliche Umverteilung) sind immer mit Vorsicht zu sehen. Immerhin steckt in jeder Subvention ein Keim einer ZENTRALEN PLANWIRTSCHAFT. EINE Stelle entscheidet, was gut und somit förderungswürdig ist. Subventionen müssen daher die AUSNAHME sein, besonders BEOBACHTET werden und immer (zeitlich / betraglich) BEGRENZT werden.

Andererseits sind Subventionen als ANREIZ-SYSTEM und FÖRDER-MITTEL eigentlich das Werkzeug einer FREIHEITLICHEN Marktordnung. Der Staat darf eben nicht einfach VERBIETEN oder per GESETZ VERORDNEN. Er soll nicht durch DRUCK steuern, sondern mit ANREIZEN zu sinnvollem Verhalten ANREGEN.

Man darf und sollte somit durchaus die FORSCHUNG in bestimmten technischen Bereichen FÖRDERN oder INVESTITIONEN in NEUE TECHNOLOGIEN und INDUSTRIEEN ANREGEN. Eine KLUGE Subvention ist dann praktisch ja auch eine INVESTITION des Staates in zukünftige Steuererträge.

Der Förderung auf der einen Seite seht dann jedoch die Frage nach der Finanzierung gegenüber. Und die Probleme, die wir zur Zeit beispielsweise durch steigende Strompreise haben, sind ja KEIN Subventions-, sondern ein FINANZIERUNGS-Problem.

Statt die Kosten auf den Verbraucher abzuwälzen wäre es ja durchaus auch denkbar gewesen, ein finanzielles Ausgleichssystem zwischen umweltschädlicher und umweltfreundlicher Energiegewinnung vorzusehen. Die "Stinker" zahlen in einen Topf ein, aus dem dann die Förderung von Forschung und neuen Technologien bezuschußt werden. Und perspektivisch muss Strom z.B. aus Braunkohle einfach teurer und Solar- oder Wind-Energie günstiger werden. Wie wird sich ein Verbraucher wohl entscheiden, wenn nicht mehr einfach eine Gesamt-Strommenge auf der Rechnung steht, sondern wenn dort vielleicht getrennt aufgeführt sind: "1.000 kwh Braunkohlestrom zu je XX.XX Cent/kwh - 1.500 kwh regenerativer Strom zu je YY.YY Cent/kwh"

Und zumindest hinsichtlich der BETRIEBSKOSTEN dürften Systeme OHNE BRENNSTOFF-EINKAUF mittelfristig sehr gut da stehen.

Aber auch z.B. Windräder müssen erst mal entwickelt und aufgestellt werden. Es müssen ggf. neue Stromtrassen gebaut werden. Es bedarf sinnvoller Speicher-Kapazitäten. Und um dies anzuschieben sind SUBVENTIONEN schon ein geeignetes Mittel. Man muss am Anfang jedoch bereits im Auge haben, wann und wie man aus der UMVERTEILUNG von Finanzmitteln wieder aussteigen kann.
Thomas W. Müller
Tel.: (06134) 564620
Mail: politik@twmueller.de
(Ich freue mich immer über persönliche Kontakte)