Autor Thema: Die Gottesfrage  (Gelesen 11035 mal)

Ungläubiger

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Die Gottesfrage
« am: 21.07.2011, 15:54 »
ist die dümmste Frage überhaupt. Was es nicht gibt, danach kann man auch nicht fragen.
Und weil jeder eine andere Vorstellung davon hat und sich seinen Gott so zurecht biegt,
wie er ihm am besten in den eigenen Kram passt und nicht zu einem erdachten Gott,
ist diese Frage gleichzeitig eine Beleidigung an den menschlichen Geist und menschenunwürdig.

Glaubt ihr wirklich, das die Katholen daran glauben mit ihrer mörderischen Vergangenheit?   

Datko

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« Letzte Änderung: 21.07.2011, 16:18 von Datko »
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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #2 am: 21.07.2011, 23:16 »
Im Prinzip ließe sich die "Gottesfrage" im Widerstreit zwischen Wissenschaft / Logik und religiöser Glaubenslehre doch recht einfach einander annähern. Da es weder einen belastbaren Beweis DAFÜR, noch einen solchen DAGEGEN gibt, kommt der Frage, ob es (einen) Gott gibt, doch der Status einer THESE zu. Eine These ist eine Annahme, die zwar als Ausgangspunkt für weitere Überlegungen verwendet wird, die jedoch noch nicht als gesichert und bewiesen angesehen wird. Und eben das, was die Wissenschaft "These" nennt, hat in den Religionen die Bezeichnung "Glauben". Denn "Glauben" heißt ja bekanntlich: "Nicht wissen".

Die Existenz eines "Gottes" wäre wohl nur dann bewiesen, wenn dieser weltweit im Rundfunk übertragen eine Rede vor der UN-Hauptversammlung halten würde. Aber selbst dann bliebe die Definitionsfrage offen, ob dieses außerirdische Wesen denn nun ein "Gott" oder eben nur von einem anderen Stern ist. Anhand welcher Merkmale könnte und würde man exoterrestrisches Leben von einer göttlichen Existenz unterscheiden?

Also, Frage an alle Leser: Was macht einen "Gott" zu einem "Gott"?
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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #3 am: 23.07.2011, 21:22 »
Im Prinzip ließe sich die "Gottesfrage" im Widerstreit zwischen Wissenschaft / Logik und religiöser Glaubenslehre doch recht einfach einander annähern. Da es weder einen belastbaren Beweis DAFÜR, noch einen solchen DAGEGEN gibt, kommt der Frage, ob es (einen) Gott gibt, doch der Status einer THESE zu. Eine These ist eine Annahme, die zwar als Ausgangspunkt für weitere Überlegungen verwendet wird, die jedoch noch nicht als gesichert und bewiesen angesehen wird. Und eben das, was die Wissenschaft "These" nennt, hat in den Religionen die Bezeichnung "Glauben". Denn "Glauben" heißt ja bekanntlich: "Nicht wissen".

Die Existenz eines "Gottes" wäre wohl nur dann bewiesen, wenn dieser weltweit im Rundfunk übertragen eine Rede vor der UN-Hauptversammlung halten würde. Aber selbst dann bliebe die Definitionsfrage offen, ob dieses außerirdische Wesen denn nun ein "Gott" oder eben nur von einem anderen Stern ist. Anhand welcher Merkmale könnte und würde man exoterrestrisches Leben von einer göttlichen Existenz unterscheiden?

Also, Frage an alle Leser: Was macht einen "Gott" zu einem "Gott"?

Die Analogie zwischen dem wissenschaftlichen Begriff "These" und dem religiösen Begriff "Glauben" scheint mir zu weit hergeholt zu sein.

Siehe dazu:
http://de.wikipedia.org/wiki/These
http://de.wikipedia.org/wiki/Glaube

Der gläubige Mensch ist an den Bedingungen, die an eine wissenschaftliche These gestellt werden nicht interessiert, für ihn bedeutet Glauben in der Regel blindes Vertrauen in bestimmte Aussagen, die den emotionalen Bereich betreffen. Eine wissenschaftliche These hingegen betrifft den rationalen Bereich und soll kein besonderes Vertrauen beinhalten, sondern rational überprüft werden.

Der religiöse Mensch wiederholt ständig alte Texte und Rituale, er bewegt sich gedanklich im Kreis. Wissenschaftliche Thesen sind der Ausgangspunkt für eine weitere Untersuchung der Welt. Man denke an Galilei und Darwin, ihre Aussagen stehen im Fluss der wissenschaftlichen Erkenntnis, die beständig fortschreitet.

Glaubensaussagen sind noch dazu unplausibel und manchmal sogar abstrus, man denke nur an den christlichen Teufel, so ein Unsinn.

Nun zu der Frage:
Was macht einen Gott zu einem Gott?

Das scheint mir leicht beantwortbar zu sein. Es sind Mensch, die Götter machen, deswegen sind die Götter in der Regel nichts anderes als Menschen mit weiteren Eigenschaften. Wären Delphine in der Lage sich Götter zu machen, dann wären die Götter Delphine mit zusätzlichen Eigenschaften.


« Letzte Änderung: 23.07.2011, 21:24 von Datko »
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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #4 am: 24.07.2011, 01:44 »
Der logisch denkende Rationalist (wie ich) wird natürlich zu dem Schluss kommen, dass "Gott" ein Denk-Konstrukt von Menschen ist. Der Atheist bestreitet die Existenz eines ?materiellen? / ?immateriellen? Gottes.

Aber wie verstehen die GLAUBENDEN den Begriff "Gott"?
Wer an etwas glaubt, muss doch eine gewisse Vorstellung haben, an was er eigentlich glaubt. Oder sollte es sich in den meisten Fällen weniger um "Glauben" handeln, als um ein Hinterherlaufen und -beten. Will vielleicht mancher Gläubige in Wahrheit nur zu seinem Umfeld / seiner Gemeinde gehören? Betet er nach, was andere ihm vormachen ohne sich selbst eine Vorstellung zu entwickeln?

Wieviel eigenständiges Denken ist in der Kirche erlaubt?
Also, liebe Gläubigen, bringen Sie uns doch bitte IHREN Gottesbegriff etwas näher. Ein skeptischer Ungläubiger wird sicher hierdurch nicht "bekehrt", aber es kann helfen, die unterschiedlichen Sicht- und Denkweisen besser zu verstehen.

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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #5 am: 24.07.2011, 07:52 »

Also, liebe Gläubigen, bringen Sie uns doch bitte IHREN Gottesbegriff etwas näher. Ein skeptischer Ungläubiger wird sicher hierdurch nicht "bekehrt", aber es kann helfen, die unterschiedlichen Sicht- und Denkweisen besser zu verstehen.
Hier ein Beispiel aus einem Glaubensforum:

Gott ist wie die Oma, die einen Kuchen gebacken hat. Die Welt ist wie der Kuchen, den Oma gebacken hat:

Siehe unter google Suchbegriff:

"lass es mich anhand eines Kuchens erklären, also, meine Oma backt"

(leider zeigt das monopole.de Forum den Link aus Syntax-Gründen nicht richtig an)
« Letzte Änderung: 24.07.2011, 08:10 von Datko »
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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #6 am: 24.07.2011, 09:02 »
Die Gottesfrage wird beim Norwegen-Massaker sehr deutlich: gibt es ihn oder gibt es ihn nicht.
Zweifellos ist aber bewiesen, er schützt nicht und beschützt nicht und die Fanatiker sterben nicht aus.
Fazit: mach dir dein Leben nicht von etwas abhängig, von einer Vorstellung, die bei jedem anders
gelagert ist und sich jeder Gläubige seine Rosinen aus dem Kuchen herauspickt, wie es im am besten
in seinen eigenen Kram passt. Der christliche Kuchen schmeckt scheußlich.

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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #7 am: 24.07.2011, 11:02 »
Die Gottesfrage wird beim Norwegen-Massaker sehr deutlich: gibt es ihn oder gibt es ihn nicht.
Zweifellos ist aber bewiesen, er schützt nicht und beschützt nicht und die Fanatiker sterben nicht aus.
Fazit: mach dir dein Leben nicht von etwas abhängig, von einer Vorstellung, die bei jedem anders
gelagert ist und sich jeder Gläubige seine Rosinen aus dem Kuchen herauspickt, wie es im am besten
in seinen eigenen Kram passt. Der christliche Kuchen schmeckt scheußlich.

Scheinbar spielen religiöse Aspekte und die Abgrenzung zwischen Religionen ein Rolle.

Siehe auch: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13508914/Deutsche-Tempelritter-distanzieren-sich-von-Breivik.html
Deutsche Tempelritter distanzieren sich von Breivik
« Letzte Änderung: 27.07.2011, 11:08 von Datko »
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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #8 am: 25.07.2011, 01:20 »
Religion wird leider viel zu oft als Motivation, Argumentation oder Rechtfertigung MISSBRAUCHT !

Es sind IMMER Menschen die handeln. In vielen Fällen bewirken sie Gutes, wenn sie sich Anderen zuwenden oder diese unterstützen. Es gibt jedoch ebenfalls negative Auswirkungen einer Fremdbestimmung.

Manches Denken kann man zwar eindeutig als FALSCH bezeichnen, aber ein eindeutig RICHTIGES Denken gibt es hingegen leider nicht. Man kann daher RICHTIGES Denken auch weder an einer Schule, noch im Religionsunterricht vermitteln oder empfangen. Allein das Wiederkäuen fremder Meinungen ist im Gegenteil bereits ein Indiz für FALSCHES Denken. Die Gedanken Anderer mögen als Denkanstoß hilfreich sein, letztendlich muss man jedoch selbst und frei bestimmt die unterschiedlichen Aspekte einer Sache selbst verknüpfen und hieraus die eigenen Schlüsse ziehen.

Von wenigen medizinischen Ursachen abgesehen liegt die Verantwortung für sein Handeln immer beim Handelnden selbst. Der Versuch, sich auf einen göttlichen Willen zu berufen, ist ein Versuch, sich um die eigene Verantwortung zu drücken.

Menschen werden leider immer auch Straftaten und sogar Terrorakte begehen. Nur wenn der Mensch unter totaler Kontrolle stehen würde, könnte dies reduziert werden. Aber selbst dann würden vermutlich von der Stelle, die die Kontrolle ausübt, Rechtswidrigkeiten begangen. Und ob bei einer völlig überwachten Existenz überhaupt noch von "Leben" gesprochen werden kann, muss doch sehr bezweifelt werden.

Recht und Gesetz beruhen zudem immer tragend auf der Bereitschaft der Bevölkerung, sich an diese gemeinsamen Normen halten zu wollen. Dieser Konsens ist unverzichtbar für jedes friedliche Miteinander. Werden die Menschen mit zu vielen Regeln eingeengt, verlieren nicht nur die einzelnen Bestimmungen an Bedeutung, der Einzelne entwickelt zudem eine Tendenz, sich über Regeln hinwegzusetzen. Die Kunst einer guten Regelung liegt somit darin, hinreichend viele WICHTIGE Normen aufzustellen, es aber bei der Regulierung auch nicht zu übertreiben. Der Einzelne darf hierbei niemals von der Verantwortung für sein eigenes Handeln freigestellt werden.

Normen sind hierbei keineswegs nur die staatlichen Gesetze, auch religiöse Regeln müssen diesem Bereich zugerechnet werden. Wer sich ständig gesetzes- und kirchenkonform verhalten soll, verliert seine Persönlichkeit. Der Mensch braucht einen Freiraum, um eigene Verantwortlichkeit entwickeln zu können. Der Mensch braucht vielfältige Meinungen und Ansichten, um sich ein möglichst ausgewogenes Bild machen zu können.

Attentäter auf eine politische oder religiöse Motivation zu reduzieren, greift zudem immer zu kurz. Selbst die aggressivste Organisation muss, um einen Dummen für einen Anschlag zu finden, immer auf die psychologischen Tricks zurückgreifen, um einen Einzelnen zu einer Tat zu bringen. Meist beginnt es mit einer Art Gehirnwäsche, bei der durch ständiges Wiederholen bestimmte Parolen eingeprägt werden. Als Antrieb zu einer Tat selbst wird dann jedoch entweder der persönliche Stolz oder der Wunsch nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe missbraucht. Leider funktioniert dies sogar mittels Eigenmotivation, ja fast Selbsthypnose. Durch häufige Beschäftigung mit einem Thema unter Ausblendung alternativer Ansichten erfolgt die Prägungsphase. Aus falsch verstanden Beispielen wird sodann die Vorstellung entwickelt, man wäre nur dann ein guter XYZ (hier kann jede politische oder religiöse Ansicht eingesetzt werden), wenn man ... (und auch hier kann fast jede Untat verwendet werden).

Das beste Mittel, derartigen Entwicklungen entgegen zu wirken, besteht darin, bei jeder sich immer bietenden Möglichkeit, die Vielfalt des Denkens zu fördern. Wichtig ist insbesondere, Meinungen Anderer zunächst wertfrei zu akzeptieren. Dies bedeutet nicht, dass man diese übernehmen muss oder sollte. Aber man muss anerkennen, dass es neben der eigenen Meinung auch noch andere Ansichten gibt. Und eine "andere" Meinung ist in der Regel weder "besser" noch "schlechter", sie ist einfach nur "abweichend". Objektiv (wenn es das überhaupt gibt) spricht sogar viel dafür, dass weder die eigene noch die fremde Meinung zu 100% zutrifft. Wer dies akzeptiert, kann versuchen, die zutreffenden und besten Teile und Aspekte ALLER Meinungen zu sammeln. Und wie bei einem Mosaik bilden die einzelnen Teile dann im Laufe des Lebens ein Bild. Je mehr Teile man daher in seinem Leben einsammelt, umso detailreicher wird die eigene Ansicht. Wer hingegen starrsinnig an einem Vorurteil festhält, ohne sich mit anderen Sichtweisen auch nur zu befassen, wird lebenslang auf "Hight Definition" im Kopf verzichten müssen.
Thomas W. Müller
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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #9 am: 01.10.2011, 15:24 »
Wieviel eigenständiges Denken ist in der Kirche erlaubt?
Also, liebe Gläubigen, bringen Sie uns doch bitte IHREN Gottesbegriff etwas näher. Ein skeptischer Ungläubiger wird sicher hierdurch nicht "bekehrt", aber es kann helfen, die unterschiedlichen Sicht- und Denkweisen besser zu verstehen.
Denken ist in der RKK verboten

Papst Ratzfatz erleuchtet mit seiner Enzyklika Spe-Salvi die Welt:
Zitat
ein persönlicher Gott herrscht über die Sterne, das heißt über das All; nicht die Gesetze der Materie und der Evolution sind die letzte Instanz
und stellt Gottes Wort als dessen persönlich autorisierten Allwissenden über jedwede Wissenschaft:
Zitat
„den positiven Beiträgen aus der Wissenschaft Rechnung zu tragen und zu Lösungen zu kommen, die in voller Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche stehen“
Das ist kreationistisches Geschwurbel mit ewig wahrem Dogmen

Religiöse Bildung negiert Wissen und historische Realität, die Autorität der Wissenschaft wird untergraben und der kreationistische Wahn legitimiert. Eine ewige Weisheit aus dem Kreis des RKK Großinquisitors vom Mai 1990 definiert:
Zitat
Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist.
Der gläubige Christ darf keine Moral und keinen eigenen Willen haben, vor allem darf er nicht selber denken.

Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten

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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #10 am: 03.10.2011, 00:15 »
Eine ewige Weisheit aus dem Kreis des RKK Großinquisitors vom Mai 1990 definiert: ...

Eine Regel der Evolution ist auch, dass Spezies, die sich nicht an geänderte Umweltbedingungen anpassen können, aussterben.
Die Spezies "orthodoxer Christ" wird sich selbst dezimieren, die Unterart "Großinquisitor" dürfte bald wohl nur noch für's Museum oder Gruselromane taugen.

Leider wird man wohl nie erfahren, ob sie den Unsinn, den sie teilweise verkünden, selbst geglaubt haben, oder ob dies lediglich eingeprägte Standardsprüche sind.
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Re: Die Gottesfrage
« Antwort #11 am: 03.10.2011, 10:22 »
Eine Regel der Evolution ist auch, dass Spezies, die sich nicht an geänderte Umweltbedingungen anpassen können, aussterben.
Die Spezies "orthodoxer Christ" wird sich selbst dezimieren, die Unterart "Großinquisitor" dürfte bald wohl nur noch für's Museum oder Gruselromane taugen.
Einige interessante Aspekte zum dem Götzen-Hokuspokus aus dem Vatikan

Der Mithras-Kult entsteht um 1800 v.C. im persischen Baktrien, Zarathustra (630-553 v.C.) legt viele Details fest, das römische Militär praktiziert ihn intensiv bis 400 n.C. Der Gott der Welten Ahura-Mazda bekommt am 25. Dezember durch unbefleckte Empfängnis den Gott Mithras (Anahita). Der Mithras-Kult hat wie der davon kopierte Jesus-Mythos 12 Apostel, 7 Sakramente, ein Abendmahl, Wunder von Saoschjant, Seelenkult als Auferstehung, Sintflut und jüngstes Gericht, Taufe, Kommunion, Leben in Keuschheit, Eucharistie mit Brot und Wein sowie den Teufel Anromainyus. Weinachten wird ab 200 v.C. im Januar (11 Tybi) als Geburt des ägyptischen Gottes Osiris gefeiert. Ein Furius Dionysius Filocalus bezeugt 354 n.C. erstmalig Christi Geburtsfeier im Dezember, der römische Bischof verlegt Weihnachten verbindlich als Geburt seines fiktiven Jesus auf den Geburtstag von Gott Mithras.

Der Jesus-Mythos integriert viele Elemente des Apollonius-Mythos von Tyrana, der Lahme und Blinde heilt und mit Jüngern durchs Land zieht, er nutzt Götter wie Baal und Asherah aus Tyros und Ugarit sowie Elemente des Herakles Kults. Zeus sagt die Herakles Geburt voraus, Mutter Alkmene und Adoptivvater Amphitryon reisen zur Geburt von Mykenai nach Theben. Andere Mythen um Apollonius, Eleusius, Menachem, Asklepios, Dionysos und Orphism, Isis und Osisris, Cybela, Adonis usw. enthalten ähnliche Elemente. Die originäre Leistung des Christentums in alten Mythen sind neue Namen, Handlungsorte und die Erbsünde als Schuldgefühl für Analphabeten, das den natürlichen Instinkt zu altruistischen Handlungen bereits bei den Promaten präsent nicht zur Kenntnis nimmt. Die Erbsünde der göttlichen Fehlkonstruktion Mensch ist eine späte Erfindung des Augustus von Hippo (354-430 n.C.), indem sein Lattenjupp am Kreuz die Menschheit von der Erbsünde befreit.

Pontifex Maximus tituliert sich der mit Fischschwanztalar und Fischkopfhut geschmückte oberste Baal-Priester Babylons, Baals unfehlbarer Stellvertreter lässt sich Ring und Schuhe küssen, seine Priester leben zölibatär wie katholische Priester heute. Der Perser Kyros II erobert 539 v.C. Babylon, der Pontifex Maximus flieht nach Lydien mit Pergamon und Pylmyra (Bergama, Türkei). Der letzte König der Attalidendynastie (546-133 v.C.) Atallus Philometor Euergetes III vererbt 133 v.C. den Baal-Titel und die Stadt dem Kaiser in Rom. Sein Stiefsohn Aristonikos erhebt darauf Anspruch und verliert. Der römische Kaiser Flavius Gratianus (359-383 n.C.) will den Baal-Titel nicht, der römische Bischof ursupiert ihn mit dem Kostüm aus Karnenvalstüte als Hut, Talar, Hirtenstab und 2 Schlüssel von Gott Janus. Die Himmelsschlüssel werden 431 n.C. dem erfundenen Apostel Petri geweiht.

Der paranoide Mumpitz im Himmel und seine Baal-Claquere im Vatikan sind real nur Heiden. Göttliche Triaden als Vater, Mutter und Kind stammen älteren Mythen wie Jupiter, Juno, Minerva in Rom; wie Osiris, Isis, Horus in Ägypten usw. Diese Triaden existieren bevor das AT aus sumerischen Mythen kopiert wird. Das griechische Wort trias für Gott Vater, Sohn und heiliger Geist nutzt Athenagoras von Athen, Justin der Märtyrer, Irinäus von Lyon. Hippolyt von Rom spricht 217 n.C., im Taditio Apostolica vom heiligen Geist. Die Lehre vom Heiligen Geist wird erst 325 n.C. vom Konzil von Nicäa (Iznik/Türkei) als Irrlehre verworfen, danach 390 n.C. erfindet Bischof Athanasius den Heiligen Geist für die neue Vulgata.
Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten