Autor Thema: Gibt es einen Gott? Gibt es einen Teufel?  (Gelesen 6152 mal)

Ungläubiger

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Gibt es einen Gott? Gibt es einen Teufel?
« am: 26.07.2011, 15:22 »
Gegenfrage, warum sollte es einen Gott geben?

Zu dem Norwegen Massaker möchte ich nicht weiter diskutieren. Da gingen die Meinungen bis zu den untersten gedanklichen menschlichen Gehirnwindungen. Jedenfalls ein Gott konnte nichts verhindern.

Gedanken mache ich mir über die Priesterschaft, dem Vatikan und sonstigen unmenschlichen kirchlichen Einrichtungen. (Bischofssitze usw.)
Kindesmissbrauch wird behandelt, als sei es unanständig, darüber überhaupt zu diskutieren. Eigene Gesetze und Vorschriften der Kirchen
dürften einem Gotte doch mächtig missfallen. Auch hier kann ein Gott nichts verhindern.

In Somalia verhungern tausende von Kindern. Der Vatikan ruft zu Spenden auf, aber selbst zahlt er keinen einzigen Cent. Dafür Staatsbesuch!
Auch hier schreitet ein Gott nicht ein.

Täglich gehen hunderte von Beziehungen in die Brüche, hunderte verlieren ihren Arbeitsplatz, täglich Selbstmorde, täglich tödliche
Verkehrsunfälle, täglich Betrug, Neid, Verrat, Hass, Überfälle usw. usw.
Auch hier schreitet .........

Wahrlich, wahrlich, die Kirche schreitet ein: beim Kondom, sonntäglichen Verkäufen und wenn bei den Kirchen ein wenig die Subventionen
gekürzt werden. Die Gelder vom Staat genießen sie "wohlwollend" und dem älteren Mütterchen wird noch das Geld abgenommen, mit dem
"Versprechen" ," Mütterchen, du kommst in den Himmel!"

Muss es da noch extra einen Teufel geben?????
   

emporda

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Re: Gibt es einen Gott? Gibt es einen Teufel?
« Antwort #1 am: 01.10.2011, 14:49 »
Gedanken mache ich mir über die Priesterschaft, dem Vatikan und sonstigen unmenschlichen kirchlichen Einrichtungen. (Bischofssitze usw.)
Kindesmissbrauch wird behandelt, als sei es unanständig, darüber überhaupt zu diskutieren.

Links von Administrator Joachim Datko eingefügt :
Siehe
„Crimen Sollicitationis”
- http://www.kath.net/detail.php?id=5790
- http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html
"De Delictis gravioribus"
- http://de.wikipedia.org/wiki/De_delictis_gravioribus
- http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html

In einem 69 Seiten Dokument weist Papst Johannes XXIII alle Bischöfe an bei sexuellem Missbrauch Stillschweigen zu wahren, zu leugnen und die Belange der Kirche über das Wohl der Opfer zu stellen. Die zuständige Glaubenskongeration unter Kardinal Ratzinger als Großinquisitor weist 2001 speziell mit „Crimen Sollicitationis” und "De Delictis gravioribus"  alle Bischöfe an sexuellen Missbrauch zu leugnen, kriminelle Täter zu schützen, notfalls Dokumente zu fälschen und droht mit der Höchststrafe Exkommunikation und dem Ausschluss von der heiligen Beichte. Keines der Schreiben wird trotz etwa 10.000 pädophiler Priester weltweit zurückgenommen.

Link von Administrator Joachim Datko eingefügt : Siehe http://www.jjay.cuny.edu/churchstudy/main.asp
Eine Studie des John Jay College der City-Universität New York im Auftrag der US-Bischöfe ergibt 1950 bis 2002 missbrauchen 350 Bischöfe und 4.400 der 47.000 Priester der USA etwa 11.000 Kinder und Jugendliche sexuell. "Serientätern" wie 149 Priester verüben mehr als 27% der Fälle an 2.960 Opfern. Bis 2002 werden nur 350 der pädophilen Priester der RKK entlassen, 218 weitere im Jahr 2002. Eine weitergehende Studie wird im Jahr 2011 vorgestellt. Nach Standards der US-Bischofskonferenz gelten Priester nur dann pädophil, wenn sie mit mehr als einem Kind bis zu 11 Jahren sexuellen Kontakt haben. Etwa 52% der Fälle sexuellen Missbrauchs betrifft die Altersgruppe 12 - 15 Jahre, 26% die Fälle  8 - 11 Jahre und <5% die Fälle der Altergruppe darunten. Nach 1980 sind mehr Homosexuelle in die US-Priesterseminare eingetreten als jemals zuvor. Etwa 40% der US-Priesternovizen bestätigten die Existenz einer breiten homosexuellen Subkultur in der RKK, ergänzt durch Missbrauch von Alkohol und Drogen. Nach neuen Informationen wird von den US-Bischöfen nach wie vor sexueller Missbrauch durch Priester gedeckt.

Etwa 3,0 Milliarden US$ werden als Entschädigungen gezahlt, der teuerste Einzelfall in Belleville ist 6,2 Millonen US$. Der Jesuitenorden und 8 US-Bistümer sind insolvent und verkaufen Kirchen und Aktiva. Zu Urteilen ohne Vergleich kommt es in Hunderten Fällen mit etwa 1,3 Mio. US$/Opfer. Eine Sammelklage beinhaltet 660 Mio. US$ Entschädigung für 508 Opfer missbraucht von 448 pädophilen Priestern, nur 70% davon werden von der RKK ihres Amtes enthoben. Noch im Jahr 2009 werden von der RKK 375 Mio. US$ an Missbrauchsopfer gezahlt, die Anschuldigungen gegen Priester sind mit 803 Fällen im Vergleich zu 2008 wieder angestiegen.

Es gab viele „freiwillige“ Rücktritte von Kirchenführern wegen Verwicklungen in die RKK-Skandale durch ausbeuten, sexuell missbrauchen, quälen, vertuschen, fälschen und betrügen auf den Führungsebenen. Die RKK hat 405.000 Priester bei 5.600 Bischöfen:
Kardinal Hans Hermann Groer/Wien, Bischof Kurt Krenn/St.Pölten, Dekan Kestler/Lohr, Bischof Walter Mixa/Augsburg, Bischof Franziskus Eisenbach/Mainz,  Bischof Jacques Gaillot/Evreux, Bischof Pierre Pican/Frankfeich, Erzbischof Godfried Danneels/Mechelen, Bischof Roger Vangheluwe/Brügge, Bishop Roderick Wright/Argyll, Bishop John Aloysius Ward/Cardiff, Bishop Michael Nazir-Ali/Rochester, Bishop Eamonn Casey/Irland, Bishop Eamon Walsh/Dublin, Bishop John Magee/Cloyne, Bishop Brendan Oliver Comiskey/Ferns, Bishop Raymond Field/Dublin, Bishop James Moriarty/Kildaire, Bishop Donal B. Murray/Limerick, Bishop Martin Drennan, Galway, Cardinal Desmond Connell/Dublin, Archbishop Alphonsus Penney/St.John, Bishop Hubert O'Connor/Prince George, Bishop James Wingle/Ontario, Bishop Raymond Lahey/Halifax, Erzbischof Juliusz Paetz/Posen, Bischof Wladika Vasilije/Ostbosnien, Bischof Paulin Pomodimo/Bangui, Bischof François-Xavier Yombandje/Bossangoa, Bischof Edgardo Storni/Argentinien, Bishop Reginald Cawcutt/Cape Town, Bishop Francisco D. Barbosa Da Silveira/Uruguay, Erzbischof Jan Pawel Lenga/Karanga

Cardinal Anthony Bevilacqua/Philadelphia, Cardinal Edward Egan/New York, Cardinal Francis George/Portland, Cardinal William Keeler/Baltimore, Cardinal Bernard Law/Boston, Cardinal Adam Maida/Detroit, Cardinal Roger Mahony/Los Angeles, Cardinal Theodore McCarrick/Washington,  Archbishop Elden Curtiss/Omaha, Archbishop Daniel Conin/Hartford, Archbishop John Favalora/Miama, Archbishop Patrick Flores/San Antonio, Archbishop Jerome Hanus/Dubuque, Archbishop Alexander Brunett /Seattle, Archbishop Harry Flynn/Minneapolis, Archbishop William Levada/San Francisco, Archbishop Thomas Kelly/Louisville, Archbishop Eusebius Beltran/Oklahoma City, Archbischop Alfred Highes/New Orleans, Archbishop John Myers/Newark, Archbishop Daniel Pilarczyk/Cincinati, Archbishop Michael Sheehan/Santa Fe, Archbishop Justin Rigali/St.Louis, Archbishop Roger Schwietz/Anchorage,

Bishop John McCormack/Manchester, Bishop Patrick McGrath/San Jose, Bishop Carl Mengeling/Owensboro, Bishop Anthoy Milone/Great Falls, Bishop Manuel Moreno/Tucson, Bishop Michael Driscoll/Boise, Bishop Donald TrautmanErie, Bishop Kenneth Untener/Saginaw, Bishop Placido Rodriguez/Lubbock, Bishop Thomas Rodi/Biloxi, Bishop Frank Rodimer/Paterson, Bishop Donald Wuerl/Pittsburgh, Bishop John Yanta/Amarillo, Bishop William Weigand/Sacramento, Bishop James Moynihan/Syracuse, Bishop Robert Mulvee/Providence, Bishop Daniel Hart/Norwich, Bishop Edward Kmiec/Nashville, Bishop William Lori/Bridgeport, Bishop William L. Higi/Lafayette, Bishop Thomas Dupre/Springfield, Bishop Daniel Dinardo/Sioux City, Bishop Michael Pfeiffer/San Angelo, Bishop Joseph Imesh/Joliet, Bishop Richard Sklba/Milwaukee, Bishop John M. Smith/Trenton, Bishop John Steinbock/Fresno, Bishop Phillip Straling/Reno, Bishop John Leibrecht/Springfield, Bishop Anthoy Pilla/Cleveland, Bishop Norbert Rose/Grand Rapids, Bishop Syvester Ryan/Monterey, Bishop Walter Sullivan/Richmond, Bishop Arthur Tafoya/Pueblo, Bishop James Tamayo/Laredo, Bishop James Timlin/Scranton, Bishop Daniel Reilly/Worcester, Bishop Sam Jacobs/Alexandria, Bishop Bishop James Murray/Kalamzoo, Bishop George Murry/St.Thomas, Bishop John Nevins/Venice, Bishop Thoma Obrien/Phoenix, Bishop Raymundo Pena/Brownsville,  Bishop Michael Jarrell/Houma-Thibodaux, Bishop George Lucas/Springield, Bishop Henry Mansell/Buffalo, Bishop Robert Lynch/St.Peterburg, Bishop Thomas Doran/Rockford, Bishop James Hoffman/Toledo, Bishop Howard Hubbard/Albany, Bishop Josep Gerry/Portland, Bishop Gerald Gettelfinger/Evansville, Bishop Josep Gossman/Raleigh, Bishop Charles Grahmann/Dallas, Bishop Norbert Dorsey/Orlando, Bishop Edward Cullen/Allentown, Bishop John Cummins/Oakland, Bishop William Curlin Bishop/Charlotte, Gregory Aymond/Austin, Bishop Robert Banks/Gree Bay, Bishop James Griffin/Columbus, Bishop Kenneth Angell/Burlington, Bishop John Gaydos/Jefferson City, Bishop David Foley/Birmingham, Bishop Gerald Burnes/San Bernardino, Bishop Raymond Boland/Kansas City, Bishop Alvaro Corrada Del Rio/Tyler, Bishop David Fellhauer/Victoria, Bishop Raphael Fliss/Superior, Bishop Joseph Delaney/Fort Worth, Bishop Anthony Bosco/Greensburg, Bishop Edmond Carmody/Corpus Christy, Bishop Francis DiLorenzo/Honolulu, Bishop Nicholas DiMarzio/Camden, Bishop Matthew Clark/Rochester, Bishop Patrick Coney/Gaylord, Bishop Robert Brom/San Diego, Bishop Tod Brown/Orange, Bishop James McCarthy/New York, Bishop J. Kendrick Williams/Lexington, Bishop Rembert Weakland/Milwaukee, Bishop Anthony J. O'Connell/Palm Springs, Bishop Thomas L. Dupre/Sprinfield, Bishop G. Patrick Ziemann/Santa Rosa, Bishop Charles Grahmann/Dallas, Bishop Joseph F. Martion/Scranton, Bishop Manuel D. Moreno/Tucson, Bishop John B. McCormack/New Hampshire, Bishop Francis X. Irwin/Boston, Bishop Joseph Keith Symons/Palm Beach, Bishop Robert Sanchez/Santa Fee, Bishop Eugene Marino/Atlanta, Bishop Howard Hubbard/Albany, Bishop Daniel A. Hart/Norwich, Bishop Edgardo Storni/Santa Fe, Bischop Edgardo Gabriel Storni/Santa Fe, Bishop Juan A. Arzubi/Los Angeles, Bishop Tod D. Brown/Orange County, Bishop Paul V. Dudley/Sioux Falls, Bishop Joseph A. Ferrario/Honolulu, Bishop Louis E. Gelineau/Providence, Bishop Tomothy J. Harrington/Worcester, Bishop Joseph H. Hart/Cheyenne, Bishop Howard J. Hubbard/Albany, Bishop Anthony J. O‘Connell/Palm Beach, Bishop James S. Rausch/Phoenix, Bishop George E Rueger/Worchester, Bishop Daniel L. Ryan/Springfield, Bishop Lawrende D. Soens/Sioux City, Bishop Christopher J. Weldon/Springfield, Bishop Paul Zipfel/Bismarck, und weitere.





« Letzte Änderung: 03.10.2011, 07:52 von Datko »
Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten

TWMueller

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Re: Gibt es einen Gott? Gibt es einen Teufel?
« Antwort #2 am: 02.10.2011, 21:32 »
Danke für die angeführten Daten. Im Kern wird doch erneut deutlich, dass es in der katholischen Kirche, wie in jeder grossen Organisation, vorrangig um Eigeninteressen und Machtfragen geht. Leider von der Führungsrige bis zum Fussvolk. Denn leider tun "einfache" Mitglieder oft nur darum "Gutes", weil sie ihr Seelenheil erhalten oder im Kreis der Organisation anerkannt werden wollen.

Und hat eine Organisation eine gewisse Größe erreicht, entwickelt sie, wie jedes Lebewesen, einen Selbsterhaltungstrieb. Sogar offensichtliche Widersprüche werden ausgeblendet oder derart umgedeutet, dass sie die eigene Identität nicht gefährden sollen. Besonders extrem wird diese Fehlentwicklung in den Organisationen deutlich, denen es wegen fehlender demokratischer Strukturen an hinreichend Kontrolle und Korrektiv fehlt. Die "Führung" wird sich im Zweifelsfall immer auf einen EXTERNEN (bei Kirchen "Gott") Willen berufen, der lediglich in seiner Komplexität nicht verstanden werden kann. Das, was die Kirchen "Gott" nennen, wird von der Politik beispielsweise "Erfordernis des Marktes" genannt. Die Gläubigen oder das Wahlvolk kann kaum argumentieren, da die Leitungsebene sich selbst als "nicht verantwortlich" erklärt. Es ist eben der "göttliche Wille" oder die "Erfordernis globaler Märkte". Man darf jedoch davon ausgehen, dass immer dann, wenn eine SACHLICHE Begründung nicht möglich ist oder lediglich verweigert wird, etwas nicht stimmt. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle dürfte es sich um vorsätzliche Täuschungen oder um Betrug handeln.

Jeder Kirchenfürst geht hin und wieder zum Friseur, um sich die gewachsenen Haare wieder schneiden oder gestalten zu lassen. Ebenso wie dem Menschen wachsen aber auch allen Organisationen "Haare", die von Ziet zu Zeit gestutzt werden müssen. Und manchmal wäre eine neue Frisur auch nicht schlecht.

Es wäre interessant, die angesprochenen "Weisungen" des Papstes schwarz auf weiß als Beleg einsehen zu können. Stehen die Dokumente irgendwo im Netz?

Es bleibt zu hoffen, das die IRDISCHE Justiz es für die Missetäter und deren Organisation richtig teuer macht. Erst wenn Fehlentwicklungen deutlich in der Geldtasche zu spüren sind, wird ein Umdenken einsetzen.
Thomas W. Müller
Tel.: (06134) 564620
Mail: politik@twmueller.de
(Ich freue mich immer über persönliche Kontakte)