Autor Thema: Ausbeutung der Patienten Chef der Kassenärzte 350.000 € jährlich?  (Gelesen 3826 mal)

Datko

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Siehe: http://www.n-tv.de/politik/Zoff-um-90-000-Euro-Gehaltsplus-article5845166.html

Die Habsucht kennt keine Grenzen. Wir müssen für solche Gehälter bluten. Was will ein Mensch mit einem Jahresgehalt von 350.000 €, will er Gold essen?
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
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TWMueller

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Der Leiter einer berufsständigen Vereinigung dürfte von mir aus so viel verdienen, wie diejenigen bezahlen wollen, die ihn anstellen. Aber genau da ist das Problem. Das Gehalt wird ja nicht aus dem versteuerten Gewinn der Mitgliedsärzte bezahlt. Mit kleinen Schlenkern wird hier der Bevölkerung in die Tasche gegriffen. Entweder über Sozialversicherungsbeiträge oder mit einem Zusatzschlenker via Staatsförderung aus Steuermitteln.

Und sogar das wäre noch nicht ganz so schlimm, wenn ...
Ja, wenn die Bürger diesem MONOPOL, diesem PFLICHT-System ausweichen könnten.

Wenn ein Produzent seinem Geschäftsführer ein Traumgehalt zahlt und hierfür die Produkte teurer anbietet, kann sich jeder potentielle Käufer entscheiden, ob er bereit ist, mit seinem Kaufpreis den Luxus einer kleinen "Elite" mitfinanzieren zu wollen. Leider ist ein Großteil der Bevölkerung so dumm und sieht es sogar als gesellschaftliche Aufwertung an, dass er sich derart überhöhte Preise leisten kann. "Seht her, ich fahre ein Auto von ..., ich trage Klamotten von ..., ich kann mir eine Uhr von ... leisten."

Problematisch wird es erst dann, wenn der o.a. Beispielhersteller wegen eines Schutzrechtes der EINZIGE Anbieter eines vergleichbaren Produkts ist. "Friss oder stirb." Und ganz besonders fragwürdig wird es dann, wenn sogar der Gesetzgeber bei derartigen Monopolen mitspielt. Wenn der Bürger in ein Krankenversicherungssystem gezwungen wird, dann darf dieses eben nicht mehr Phantasiebeträge als Gehälter zahlen. Wenn per Zwangsabgabe der Öffentliche Rundfunk finanziert wird, dürfen eben nicht mehr astronomische Gagen oder Lizenzgebühren verschleudert werden. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

Und als Spitze der Geldverschwendung erweisen sich die Strukturen, bei denen unabhängige Dritte von außerhalb über Zahlungen bestimmen dürfen. Das Geld Anderer gibt man halt leichter aus, als das eigene.

Mittelfristig muss hier ein System gefunden werden, in dem die MITGLIEDER einer Struktur, EIGENSTÄNDIG und SELBSTBESTIMMT (ohne Einfluss der politischen Parteien) die Rahmenbedingungen z.B. auch für Gehaltszahlen DEMOKRATISCH bestimmen. Und wo immer irgend möglich müssen Monopole aufgebrochen werden. Nur eine möglichst grosse Zahl UNABHÄNGIGER Anbieter kann zum Wirksamwerden marktwirtschaftlicher Regulierung führen.
« Letzte Änderung: 24.03.2012, 19:46 von TWMueller »
Thomas W. Müller
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