Autor Thema: Unglaubensbekenntnis  (Gelesen 2022 mal)

Ungläubiger

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Unglaubensbekenntnis
« am: 02.10.2013, 14:54 »
Theodor Lessing

                                             Unglaubensbekenntnis


Es gibt keinen Weihnachtsmann.
Es gibt keinen Osterhasen.
Es gibt keinen Gott.
Der Klapperstorch bringt auch keine Kinder
und Maria hat gefickt,
sonst wäre sie nicht dick geworden.
Jesus Christus ist nicht auferstanden von den Toten
und all euer christliches Zeugnis ist eitel.
Gott ist nur eine Maske, die der Teufel trägt.
Den Teufel aber gibt es wirklich,
denn der Teufel, der bist Du!
Der Teufel,
das ist die Erbschaft des Neandertalers in uns allen.
Der liebte seinen Nächsten
in guter Butter gebraten zum Frühstück.
Religion ist Reklame für den Tod,
Religion ist die raffinierteste Mordmethode,
mit der Menschen sich gegenseitig umbringen.
Die Jäger reden ihr Jägerlatein,
die Seeleute spinnen ihr Seemannsgarn,
und die Pfaffen predigen ihren Glauben.
Dass es keinen Gott gibt wird schon dadurch bewiesen,
dass noch nicht jeder Pfaffe vom Blitz erschlagen ist.
"Pastor" heißt "Hirte".
Jeder Hirte hat zwei Gründe,
gut für seine Schäfchen zu sorgen:
erstens, er will sie scheren,
zweitens, er will sie fressen.

TWMueller

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Re: Unglaubensbekenntnis
« Antwort #1 am: 02.10.2013, 22:14 »
Er kann's nicht lassen.
Wieder einmal verstopft [Ungläubiger] dieses Forum mit einem Eintrag, der erkennbar auch nicht das Geringste mit dem Thema des Forums "MONOPOLE" zu tun hat.

Beachtenswert finde ich aber auch, dass der gesamt Beitrag lediglich aus einem ZITAT besteht. Von [Ungläubiger] KEIN EINZIGES WORT, KEIN KOMMENTAR - NICHTS !

Ist der Zwang von [Ungläubiger], fast täglich irgend etwas eintragen zu müssen, mittlerweile so stark, dass zur Not einfach FREMDE TEXTE kopiert werden? Und dies OHNE EIGENES ZUTUN !

Irgendwie habe ich jedoch auch Zweifel daran, dass der Text von Lessing stammt. Ich kann mir nur schwer vorsellen, dass dieser einen Begriff wie "gefickt" verwendet hätte.

Doch sei es drum. Man kann den Text durchaus als Streitschrift aufgreifen und könnte sich aus unterschiedlichsten Gesichtspunkten mit den Aussagen auseinander setzen. Man könnte, aber man muss nicht.

Denn einen PRAKTISCHEN Nutzen hätte eine solch rein akademische Betrachtung wohl kaum.

Mir braucht z.B. niemand BEWEISEN, dass es KEINEN Weihnachtsmann gibt. Und trotzdem finde ich es spannend, mal zu phantasieren, wie dieser wohl wohnen würde und ob er wirklich durch alle Schornsteine schlüpfen kann. Ich habe auch ohne einen GLAUBEN an die physische Existenz eines Weihnachtsmanns trotzdem Spaß daran, mir Spielfilme anzusehen, in denen der Weihnachtsmann mitspielt.

Und so könnte ich jetzt Zeile für Zeile durchgehen.

Letztendlich komme ich zum Ergebnis, dass das Leben ZUM GLÜCK mehr ausmacht, als beweisbare physische Existenz und reine Logik. INTELLEKT ist immer auch das Spiel mit dem "Was wäre wenn ?" LEBENSFREUDE ist auch die FREIHEIT, mal UNVERNÜNFTIG sein zu können.

Für mich ist derjenige, der ANDEREN Phantasie und Glaube verbieten will, nicht besser als derjenige, der Menschen ein RELIGIÖSES DOGMA aufdrängt.

Die Welt wird erst dann FREIER, wenn GUTMENSCHEN aller Gesinnung endlich aufhören, ihre EIGENEN ANSICHEN Anderen als das "einzig Wahre" verkaufen zu wollen. Ich will weder von jemandem dazu genötigt werden, an dessen "Gott" glauben zu müssen, noch lasse ich mir von Anderen vorschreiben, was ich NICHT glauben darf.

Das wirkliche PROBLEM der Welt sind doch nicht die unterschiedlichen Einstellungen und Glaubensinhalte der Menschen. Das Problem sind INTOLERANZ und BEVORMUNDUNG.

Wenn ICH gern Schnitzel esse, muss ich doch nicht meinen Nachbarn, der sich vegetarisch ernährt, davon überzeugen, wie nahrhaft Fleisch ist. Und wenn mein Nachbar an einen "Gott" glaubt, warum sollte ich versuchen, ihn "erziehen" zu wollen? Ein Problem käme doch z.B. erst dann auf, wenn er mir vorschreiben wollte, mit ihm in eine Kirche gehen zu müssen. Das wäre jedoch nur dann der Fall, wenn er sich intolerant verhalten würde und seinerseits meinen Unglaube nicht akzeptieren würde.

Das Problem ist folglich NICHT, dass der eine Nachbar glaubt, der andere nicht. Ein Problem kommt erst dann auf, der der Eine den Anderen unbedingt ändern will. Respektiert jedoch JEDER die FREIHEIT des ANDEREN, wird die Welt schon erheblich FRIEDLICHER sein.
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Re: Unglaubensbekenntnis
« Antwort #2 am: 03.10.2013, 10:44 »
ja so fiel Aufmercksahmkait vom TW Müller! Ungläubiger macht aber weiter, denn er ist ein fröhlicher Ketzer und siehe da, es kommt kein
Gottle und auch kein Jesulein und nagelt mich an ein Kreuz. Und auch TW Müller versucht mit verzweifelten langen Kommentaren eine untergehende Arche Noah zu retten. Schwimmen muss man können, beten ist zwecklos. 

TWMueller

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Re: Unglaubensbekenntnis
« Antwort #3 am: 03.10.2013, 22:08 »
Für welche Reederei fährt denn die "Arche Noah"?

Doch Scherz beiseite. ICH will den [Ungläubigen] bestimmt nicht zu einem GLAUBEN bringen. Wenn überhaupt würde ich ihn gern dazu bringen, ANDERE MEINUNGEN ZU RESPEKTIEREN.

Und ich möchte ANDERE LESER darauf aufmerksam machen, wenn hier UNLOGISCH und mit REINER POLEMIK Stimmung gemacht werden soll.

Mich ärgert es, wenn z.B. mit Hinweis auf die Hexenverfolgung im Mittelalter auf die HEUTIGE ROLLE einer Kirche in der Gesellschaft geschlossen werden soll.
Mich ärgert es, wenn sich jemand über Andere lustig macht, nur weil diese etwas Anderes denken oder glauben.
Mich ärgert es, wenn jemand SEINE MEINUNG als EINZIG RICHTIG darzustellen versucht, indem er an LOGIK und RATIONALITÄT appelliert, dieser selbst jedoch erkennbar nicht die geringste Ahnung von einer WISSENSCHAFTLICHEN Arbeitsweise hat. Wie kann jemand, der noch nicht mal in der Lage oder willens ist, die von IHM verwendeten Begriffe hinreichend zu DEFINIEREN, versuchen, hierauf aufbauend eine Beweiskette zu konstruieren? "Ich kann zwar nicht sagen, was "Glaube" eigentlich ist, aber ich bin dagegen." SO NICHT !

Was [Ungläubiger] glaubt oder nicht, ist mir völlig egal. Mich reizt höchstens die Frage, ob und wie man jemanden mit einem VERNAGELTEN VORURTEIL dazu bringen könnte, mal über den Tellerrand zu schauen und ALTERNATIVEN wenigstens ansatzweise ERNST ZU NEHMEN. Wie könnte man einen solchen GUTMENSCHEN dazu bringen, seine Mitmenschen auch in ihrer Unterschiedlichkeit zu AKZEPTIEREN und abweichende Meinungen zu TOLERIEREN?
Thomas W. Müller
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(Ich freue mich immer über persönliche Kontakte)