Autor Thema: Nur ein Glaube  (Gelesen 2725 mal)

Ungläubiger

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Nur ein Glaube
« am: 03.10.2013, 17:28 »
Es hat nie irgend einen Gott geben und es wird auch keinen Gott geben.
Nur die Einbildung und die frühkindliche Indoktrinierung gibt uns vor, man müsste an einen Gott glauben.
Bislang alles negativ, man muss sein Leben selbst in die Hand nehmen.
Ob man ein Horoskop liest oder an einen imaginären Gott glaubt, beides hilft einem nicht. Nur den Verkündern.
Wirtschaftsunternehmen Gott. 

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #1 am: 03.10.2013, 22:39 »
Wenn man unter "Gott" nur einen älteren Herrn mit Rauschebart verstehen will, der auf irgend einer Wolke sitzt und die Geschicke der Menschheit steuert, dann könnte die Behauptung vielleicht wahr sein.

ICH könnte jedoch problemlos mehrere DEFINITIONEN des Begriffs "Gott" anbieten, bei denen eine Existenz angenommen werden kann.

Kernpunkt ist also die Frage, was "Gott" überhaupt sein soll.
Wie DEFINIERT [Ungläubiger] SEINEN (den von IHM verwendeten) Gottesbegriff?

Ich fürchte jedoch, [Ungläubiger] wird sich wieder einmal um eine DEFINITION drücken. Er will beweisen, dass es etwas NICHT gibt, von dem er selbst gar nicht weiß, was es eigentlich sein soll.

Ob man ein Horoskop liest oder an einen imaginären Gott glaubt, beides hilft einem nicht.

Völliger QUATSCH !
Es gibt sowohl aus PSYCHOLOGISCHER, aber auch aus SOZIOLOGISCHER Sicht manchmal durchaus einen PRAKTISCHEN Sinn, auch an IRREALES zu glauben. Ich verweise diesbezüglich nicht nur auf den "PLACEBO-Effekt", sondern z.B. auch auf das Phänomen der "self fullfillig prophesie". Das menschliche Gehirn kann nämlich gar nicht unterscheiden, ob ein Engram auf REALEN SINNESEINDRÜCKEN oder auf INTELLEKTUELLER THEORIE beruht.

Wenn jemand z.B. in einem Horoskop liest, dass er heute erfolgreich sein wird, wird er vielleicht ein Vorstellungs- oder Verkaufsgespräch positiver angehen und führen. Allein diese Erwartungshaltung führt ggf. zu einer Verhaltensänderung. Das ist natürlich keine GARANTIE, dann auch erfolgreich zu sein, aber die WAHRSCHEINLICHKEIT steigt.

Wenn man also "Gott" z.B. als einen IMAGINÄREN HELFER versteht, muss man dessen Existenz nicht BEWEISEN. Es genügt bereits die MÖGLICHKEIT, die jemanden vielleicht TROST oder HOFFNUNG gibt.

"GLAUBE" kann somit durchaus sehr POSITIVE Wirkungen zeigen.
Es ist lediglich die INSTITUTIONALISIERUNG eines "Glaubens" oder der MISSBRAUCH durch MENSCHEN, die Probleme bereiten können. Und "Glaube" darf natürlich die REALITÄT nicht erstetzen, er sollte sie nur POSITIV ERGÄNZEN.

Wer "glaubt", die Welt sei GUT, wird überall Gutes finden.
Wer "glaubt", die Welt sei SCHLECHT, wird seine Aufmerksamkeit auf die Probleme lenken.
Wer wird wohl GLÜCKLICHER leben?
Thomas W. Müller
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Ungläubiger

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #2 am: 04.10.2013, 12:31 »
Ich setze GLAUBE mit Dummheit gleich. Glaube entfernt sich von der Wissenschaft und Glaube soll unantastbar sein.
Die Kirche fühlt sich immer noch unantastbar und besteht heute noch darauf. Alle ihre Dogmen haben heute noch
ihre volle Gültigkeit, auch wenn sie dem Humanismus widersprechen.
Wenn ich die vollgefressenen Kardinäle mit ihren Narrenkappen sehe und höre, wie sie über die Hungersnöte jammern,
sehe ich wer Schuld ist. Diese verlogene Scheinheiligkeit finde ich zum Kotzen. Bei jeder Katastrophe beten und weiter
passiert nichts. Über das Kondom können sie sich aufregen, aber wenn hunderte von Menschen elend sterben, das
interessiert sie überhaupt nicht. Die Kirchen setzen mit dem Glauben die Dummheit voraus. Wehe, es denkt einer nach!
Ketzer mögen sie überhaupt nicht und diese Spielverderben machen das ganze gut gehende Geschäft der Kirche kaputt.
Aufklärung und Humanismus sind in der heutigen Zeit das wichtigste Ziel, mit der Dummheit fängt man Mäuse.
Kritik an der Kirche trifft immer ins Schwarze.

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #3 am: 04.10.2013, 20:56 »
"GLAUBE" ist weit mehr, als nur eine "religiöse Überzeugung".

Ich GLAUBE z.B. dass ein Wasserstoffatom 1 Proton und 1 Elektron hat. GESEHEN habe ICH die Dinger noch nie.

Wenn mir jemand erzählt, die Lichtgeschwindigkeit sei das Maximum, so kann ich dies GLAUBEN (oder auch nicht).

Man sollte daher zumindest den Begriff "Glaube" mit ergänzenden Beschreibungen versehen, wenn man nur auf z.B. einen religiösen Glauben abstellen will.

Ansonsten habe zumindest ICH Probleme, z.B. den Glauben an einen "Gott" vom Glauben an einen "Urknall" oder "dunkle Materie" zu unterscheiden. Wirkliche BEWEISE im wissenschaftlichen Sinn fehlen doch oft.

Und man sollte unterscheiden, ob man einem Anderen das Recht abspricht, SELBSTBESTIMMT zu "glauben", oder ob eine religiöse GLAUBENS-LEHRE zur Diskussion gestellt werden soll. Hiervon wiederum ist die "KIRCHE" als Organisationsform zu unterscheiden, die sich zwar eine Glaubens-Lehre zu eigen macht, diese jedoch durch eigne Strukturen, Riten und Handhabungen ergänzt.

Letztendlich stellen sich, will man sich nicht nur in rein AKADEMISCHEN Diskussionen verlieren, u.a. die Fragen: "Wieso werde ICH davon überhaupt betroffen? Geht MICH das überhaupt etwas an?", "Was ist Privatsache des Einzelnen? Was interne Angelegenheit einer Gemeinschaft? Ab wann werden die Gesellschaft oder Unbeteilige betroffen?", "Welche KONSTRUKTIVEN Vorschläge würde ICH machen, um ein PROBLEM zu beseitigen oder die GESELLSCHAFT besser zu stellen?"

Natürlich darf jeder seine Meinung sagen und z.B. auch ausdrücken, dass ihm die Farbe des Trikots eines Sportvereins nicht gefällt. Wenn derjenige jedoch gar kein Mitglied in dem kritisierten Verein ist, würde ich schon fragen, was ihn dann diese VEREINS-INTERNE Angelegenheit überhaupt angeht.

Kurzum: Geht es einem Kritiker nur ums MECKERN des Meckerns willen?
Oder will er KONSTRUKTIV etwas VERBESSERN ?

Wer jedoch wirklich etwas verbessern will, muss sich zwangsläufig mit dem BESTEHENDEN SYSTEM beschäftigen, um dessen Strukur und Abläufe zumindest nachvollziehen zu können. Jede Entwicklung muss ja vom AKTUELLEN Zustand ausgehen. Man muss folglich einen WEG finden, um vom IST-Zustand in die gewünschte RICHTUNG oder an das GEPLANTE ZIEL zu gelangen. Sind hierbei ANDERE MENSCHEN beteiligt, muss man zudem damit rechnen, dass diese vielleicht ganz anderer Meinung sind. Wie soll dann ein GEMEINSAMES ZIEL gefunden werden? Oder, auf welchen "kleinsten gemeinsamen Nenner" kann man sich einigen? Wie weit geht z.B. die PRIVAT-SPHÄRE des Einen, in die ein Anderer nicht eindringen darf?

Vielleicht kommt von [Ungläubiger] ja doch mal eine KONSTRUKTIVE KRITIK, die erkennbar macht, in welche RICHTUNG er überhaupt will. Oder geht es doch nur ums Meckern?
« Letzte Änderung: 04.10.2013, 21:04 von TWMueller »
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Ungläubiger

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #4 am: 05.10.2013, 09:15 »
Solange diese Kirchenvereine mit dem blinden Glauben von meinen Steuergeldern profitieren, werde ich "meckern" bis sich ein Gott oder das herzallerliebste Jesulein bei mir meldet. Leistung steht in keinem Verhältnis. Genauso wie bei den GEZ -Gebühren: auch wenn du kein "Gerät" hast, musst du zahlen.
Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #5 am: 05.10.2013, 18:40 »
So, jetzt wird es also schon etwas konkreter.
Greifen wir somit mal den Aspekt der KIRCHENSTEUER auf.

Hier kann ich die Forderung nach einer REFORM voll inhaltlich unterstützen.
Ein SÄKULARER Staat sollte sich aus KIRCHLICHEN Angelegenheiten strikt heraus halten. Die KIRCHEN sollten folglich ihrer FINANZIERUNG selbst organisieren.

Im Prinzip ist die KIRCHENSTEUER jedoch das geringere PROBLEM. Immerhin zahlen ja nur KIRCHEN-MITGLIEDER diese Abgabe. Ein PROBLEM mit der STEUER ergibt sich nur dann, wenn FAMILIEN nicht einheitlich EINER KIRCHE angehören. Dann muss u.U. auch ein NICHT-Kirchenmitglied STEUER für seine Angehörigen zahlen.

Ärgerlicher sind jedoch all die teils OFFENEN, teils VERDECKTEN Finanzierungen der KIRCHEN und kirchlicher ORGANISATIONEN durch ALLGEMEINE STEUERMITTEL. Dies insbesondere auch, weil diesbezüglich der STAAT nicht ALLE Glaubensrichtungen GLEICH behandelt.

Es genügt jedoch nicht, dies nur zu erkennen und anzumahnen, es braucht HANDLUNGEN. Es wird notwendig sein, dass sich jemand AKTIV dieses Themas annimmt, zum SPEZIALISTEN wird, LÖSUNGSWEGE erarbeitet, ALTERNATIVEN aufzeigt und HANDELT. In einer Demokratie führt der Weg hierbei immer über die GESETZGEBUNG. Man muss folglich die GESETZE identifizieren, die GEÄNDERT werden müssen und KONKRETE Vorschläge für deren REFORM erarbeiten. Man muss dann selbst in die Politik gehen oder auf diese einwirken. Ohne AKTION keine REAKTION.

Die meisten reformbedürftigen Systeme überleben recht lange, weil zwar Viele die Mißstände ansprechen, aber keiner AKTIV HANDELT.
Also [Ungläubiger], wie wär's?

Ich selbst habe mit Kirche und Kirchensteuer KEIN persönliches Problem. Ich gehöre keiner Kirche an und zahle folglich auch keine Kirchensteuer. Zudem habe ich mir bereits ein ANDERES PROBLEM herausgepickt, das ich seit Längerem
AKTIV angehe. Ich setze mich für eine grundsätzliche REFORM / ABSCHAFFUNG des deutschen Schornsteinfeger-SONDER-Rechts ein.
(Siehe u.a.: http://www.kontra-schornsteinfeger.de)
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Ungläubiger

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #6 am: 06.10.2013, 07:16 »
"Ich selbst habe mit Kirche und Kirchensteuer KEIN persönliches Problem. Ich gehöre keiner Kirche an und zahle folglich auch keine Kirchensteuer."

Irrtum unser! Die Kirche wird aus ALLEN Steuermitteln bezahlt, kommt alles von einem großen Kuchenblech.
Darum Christentum ist nicht wissen wollen, was wahr ist.  Es besteht aber Hoffnung!

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #7 am: 07.10.2013, 00:54 »
Schade, mit dem Lesen, zumindest mit dem Verstehen(wollen), scheint es bei [Ungläubiger] auch nicht zu klappen. Ich hatte ein paar Absätze vor dem Zitat (ohne Kennzeichnung, von wem der Text zitiert wurde) ausdrücklich auf die Problematik der ALLGEMEINEN Steuerverwendung hingewiesen.

Ich würde [Ungläubiger] jedoch bitten, es MIR zu überlassen, worin ICH für MICH ein Problem sehen will. Wenn für MICH die Themen "Kirchensteuer" und "Kirchenfinanzierung" nicht ganz oben auf der Problemlise stehen, so ist das doch ausschließlich MEINE Sache.

Wenn [Ungläubiger] hier ein GROSSES PROBLEM sieht, so sollte er doch endlich anfangen und mal WIRKLICH ETWAS TUN. Wo sind die PETITIONEN, die EINGABEN, die BESCHWERDEBRIEFE, die [Ungläubiger] an die ZUSTÄNDIGEN STELLEN gesendet hat? Oder ist Alles doch wieder nur Meckerei?

Die Frage, WIE und WOFÜR Steuermittel verwendet werden, ist KEINE GLAUBENSFRAGE, sondern ganz WELTLICHE POLITIK. Wer etwas ÄNDERN will, muss also auch ganz WELTLICH HANDELN.
« Letzte Änderung: 07.10.2013, 00:56 von TWMueller »
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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #8 am: 07.10.2013, 12:53 »
Naa TW Müller, mit den Nerven am Ende???

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Re: Nur ein Glaube
« Antwort #9 am: 07.10.2013, 23:22 »
Nööö, im Gegenteil, es fängt langsam an, mir richtig Spaß zu machen.
Und ein besseres Beispiel, um auf POLEMIK und UNLOGIK aufmerksam machen zu können, kann ich mir kaum denken.

Zudem wächst meine Spannung. Kommt vielleicht doch noch mal ein SACHLICHER Beitrag mit AUSSAGE und GEHALT? Kommt vielleicht doch irgendwann mal etwas, das mit dem Thema "MONOPOLE" wirklich zu tun hat?
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