Autor Thema: Theaterleute sollen sich Gönner suchen, so wie bei CrowdSourcing  (Gelesen 1439 mal)

Chaeremon

  • Gast
Anbei ein "wenig" ziemlich umfassender Hintergrund worum es bei Theatersubvention in unserem ach so schönem Funktionärs-korrupten Land, momentan und in der Zukunft geht:

Last Exit Weltkulturerbe?

Sieht eher danach aus als wenn Ihrer Aktion die geballte Macht von Funktionär-Nutzniessern entgegen geschleudert werden wird.

Es ist nicht so dass ich Ihre Aktion nicht begrüsse, aber gegen Subventions-Funktionäre und UNESCO-Welterbe (man stelle sich das bloss vor: Welterbe Theater in Deutschland!) wird es wohl kein erfolgversprechendes Mittel geben; leider.

Mein Vorschlag ist (bin halt Unternehmer): Theaterleute sollen sich Gönner suchen, so wie bei CrowdSourcing, immer nur für das nächste Projekt; dann sind sie unabhängig von allen Autokraten und Monopolen. Man kann auch ein Plakat am Kiosk aushängen, selbst beim Bäcker lese ich an der Zettelwand gerne die bevorstehenden Projekte und Aktionen.
« Letzte Änderung: 31.07.2014, 22:15 von Datko »

kunnukun

  • Sr. Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 31
Klar, ich meine auch, dass Theater allenfalls über Gönner für jeweils nächste Projekte zu finanzieren wäre. Aber das Ärgerliche ist ja, dass der nutzlose, doch von Deutschlehrern und Liebhabern Generation für Generation übertragene Virus eine Lobby erhält, die sich auch noch auf Verfassungsaufträge beruft, ohne dass irgendwie klar ist, was Kultur in diesem Zusammenhang wäre. Und diese Lobby wird politisch VON ALLEN RICHTUNGEN unterstützt. Wer ihr widerspricht und die Subventionen in Frage stellt, ist automatisch nicht mehr ernst zu nehmen.

TWMueller

  • Sr. Mitglied
  • ****
  • Beiträge: 471
  • Freiheit heißt, entscheiden können.
    • SchornsteinFegerRechts-Reform
Mir erscheint es so, als würde nur das zur "KULTUR" erklärt, was von sich aus nicht auf ECHTES INTERESSE triff.

Wer sich jedoch von ANDEREN erzählen lassen muss, was denn "KULTUR" ist, dürfte selbst wohl keine EIGENE haben.

Oder ist es die "wahre Kultur", wenn man nach dem Golfspiel auf der eigenen Yacht über die letzten Wagner-Festspiele fachsimpelt. Und mit völligem Unverständnis wundert man sich, wie das "einfache Volk" doch in der Eckkneipe bei einem schnöden Bier über den Kinobesuch redet. Aber zum Glück gibt es ja die ELITEN, die für das Volk denken und die die Verantwortung für Staat und Wirtschaft tragen. Die unkultivierte Masse soll doch froh sein, wenn sie noch in deutschen Fabriken arbeiten darf. Man hätte die Produktion ja auch bereits vor Jahren ins Ausland verlagern können. Nur wenn aus Steuermitteln die Kultur bezahlt wird, bei der die Eliten ungestört zusammenfinden können, werden diese doch im Land gehalten. Ohne Opernhäuser, Golfplätze und Yachthäfen würde das scheue Kapital doch vermutlich nach Indonesien oder Pakistan abwandern. Einzig, die asiatische Kultur erschließt sich der deutschen Seele nicht so einfach. Also lieber Wagner in Bayreuth, als Buddha in Kalkutta.
Thomas W. Müller
Tel.: (06134) 564620
Mail: politik@twmueller.de
(Ich freue mich immer über persönliche Kontakte)