Autor Thema: Viele Christen sind von Kindheit an indoktriniert worden  (Gelesen 286 mal)

Datko

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Beantwortung eines längeren Kommentars zu einer meiner Aussagen:
Sobald ich Zeit finde, werde ich die einzelnen Abschnitte beantworten.


Siehe: http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/Begeistert-und-enttaeuscht-id5110684.html
Zitat
zu #3 von Datko , am 29.09.2011 um 10:41

Zitat:"Viele Christen sind von Kindheit an indoktriniert worden. Beginnend mit der Säuglingstaufe, über religiöse Eltern, einem christlich unterwanderten öffentlichem Schulsystem und Gottesdiensten ist einem Großteil der Bevölkerung der Glaube, wie eine Schallplatte, in das Gehirn eingeprägt."

Diese Aussage von Herrn Joachim Datko ...  finde ich im höchsten Maße respektlos, dreist und letztlich sogar ehrabschneidend, unterstellt sie doch sehr pauschal, Christen - er schreibt zwar nicht "alle", aber immerhin "viele" - seien zu dumm (immerhin noch ca. 50% der dt. Bevölkerung ordnen sich christl Kirchen zu) sich eine eigene Meinung bilden zu können! ...


Meine Aussage ist sachlich. Sachliche Aussagen nehmen in der Regel keine Rücksicht auf emotionale Befindlichkeiten. Es ist hinreichend bekannt, dass die erfolgreichen Religionen Kinder von klein auf indoktrinieren.
Siehe:
http://www.ucs.de/mailorder/menkin/Images/jpeg/HaltezmGott.jpeg
http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/reportagen/koranschule2_v-ardboxbild256.jpg

Das hat mit "Dummheit" des Einzelnen nichts zu tun, die Priester missbrauchen die Menschen meiner Meinung nach für ihre egoistischen Zwecke. Durch permanente religiöse Indoktrination sind viele Menschen nicht in der Lage sich eine eigene Meinung bezüglich des Christentums zu bilden. Religion baut auf Indoktrination. Die ständige Wiederholung von Riten und Texten ist Gehirnwäsche, man denke z.B. an das früher übliche Rosenkranzbeten und die Geschichten vom wundertätigen Wanderprediger Jesus, die nicht authentisch sind, es gibt keine Mitschriften.

Zitat
...  aber unsere abendländische Kultur ist eine von den Wurzeln her christlich geprägte. Und an Gott zu glauben ist kein Zeichen von Dummheit, es nicht zu tun und das finde ich wichtig - m. e. auch nicht! Aber den Respekt, den ich gegenüber Andersdenkenden habe - übrigens ein Produkt meiner christlichen "Indoktrination" durch Elternhaus und Schule (Nächsten- und Feindesliebe) - , erwarte ich allerdings auch von den anderen! Ohne diesen Respekt gibt es keine Gesprächsgrundlage, Herr Datko!

Unsere abendländische Kultur beruht überwiegend auf Humanismus und Wissenschaften. Das Christentum war Bremsklotz auf dem Wege zur heutigen Staatsauffassung und zu unserem weitgehend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhendem Wohlstand.

Religionen sind in der Regel aggressiv, von wegen Feindesliebe! So haben z.B. 1631 katholische Truppen 20.000 Magdeburger massakriert, weil die Magdeburger überwiegend evangelisch waren. Der damalige r.-k. Papst freute sich über die Vernichtung des "Ketzernestes".


( Richard Dawkin )
Zitat
seine radikale Forderung: Schafft die Religionen ab und der Menschheit geht es besser. Wobei hier sicherlich eine wissenschaftlich fundierte Beweisführung schwerlich möglich sein wird. Vielmehr zeigt sich in der Weltgeschichte, dass die entschiedene Abgewandtheit von Gott in totalitären Regimen (Nationalsozialismus/Kommunismus) nicht per se zu einem friedlicheren Zusammenleben führt, vielmehr gerade auch christlich motiviertes Denken und Handeln - s. z. B. die friedlichen Revolutionen in Polen und Ostdeutschland - Menschen mehr Freiheit gebracht hat! Schon Martin Luther spricht ja von der "Freiheit eines Christenmenschen".

Zum Nationalsozialismus ist zu sagen, dass Hitler katholisch war. Bei uns im erzkatholischen Regensburg sind Adolf Hitler und der derzeitige r.-k. Papst Ehrenbürger.
Zitat

#5 von HermannSperl , am 29.09.2011 um 13:05
« Letzte Änderung: 29.09.2011, 19:42 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de

emporda

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Meine Aussage ist sachlich. Sachliche Aussagen nehmen in der Regel keine Rücksicht auf emotionale Befindlichkeiten. Es ist hinreichend bekannt, dass die erfolgreichen Religionen Kinder von klein auf indoktrinieren.
Sehe ich genau so. Es ist belegbarer Fakt, dass Gläubige und Christen von deutlich geringerer Intelligenz sind als Atheisten und freie Geister, was bei den gläubigen Fundamentalisten die Grenze der krassen Idiotie erreicht. (NPD Chaoten in den Springerstiefeln)

Die „London School of Economics and Political Science“ ermittelt 2009 per Befragung von von 14.000 US-Jugendlichen gemäß Satoshi Kanazawa Intelligenzwerte bei Atheisten mit IQ>=106, bei Religiösen mit IQ=<95 und bei Fanatikern mit IQ=<65. Religion als negative Auslese rekrutiert sich aus den untersten Bildungsschichten, Gläubige sind extrem einseitig gebildet, geistig bequem aber vermehrungsfreudig. Atheisten sind evolutionär auf Neues ausgerichtet, tolerant, weniger fremdenfeindlich ohne Antisemitismus. Religionen haben ihre Wurzeln in Ignoranz, Bildungsmangel, Rassismus, Macht und Ausbeutung durch die Kirche, begründet wird das als liebevoll und vom jeweiligen Gott befohlen.

Eine Umfrage der Royal Society ergibt nur <3,3% der britischen Akademiker, aber 68,5 % der Bevölkerung glauben an Gott – je frommer umso dümmer. Eine Umfrage von Omni Quest im Jahr 2010 zeigt nur 20% der Deutschen glauben an die Aufklärung der RKK-Skandale, 70% halten die RKK für unehrlich und verlogen.

Durch die breite Verfügbarkeit des Internets steigt die Einschätzung dogmatischer und diktatorischer Systeme zunehmend als verlogen und betrügerisch. Die Systeme selber agieren wie das „gelähmte Kaninchen“ und verweisen besonders auf die Erfolge in Afrika. Allerdings zahlt ein Kirchensteuerchrist in der BRD im Monat deutlich mehr, als 10 afrikanische Christen im ganzen Jahr. Hier ist die soziologische Frage von Ursache und Wirkung ungeklärt. Sie die Länder so elendig dran, weil die Menschen fromm und dumm  sind, oder sind die Menschen fromm, weil es ihnen und dem Land so dreckig geht.

Moderne Tomographien erlauben neuronale Prozesse zu studieren, mit Mustererkennung. gelingt es erste Gedankeninhalte zu deuten. Unser Gehirn ist manipulierbar, was demjenigen als abwegig erscheint. Einen freien Willen als bewusste Entscheidung gibt es nicht, jede Entscheidung basiert auf im Unterbewusstsein ablaufenden Prozessen bis zu 8 Sekunden vorher nach uns unbekannten Kriterien. Unbekannte Kriterien entziehen moralisierenden Begriffen wie Schuld, Sühne, Sünde und Buße jeglichen Sinn. Erinnerungen sind für uns Hominide immer real geschehen und nie fabriziert. Neurale Korrelate richtiger und falscher Erinnerungen werden in Gehirn unterschiedlich verarbeitet und sind so durch ein MRT zu entlarven. Ist die mit Vertrautheit und Emotionen korrelierte frontoparietale Region oberhalb der Stirn aktiviert, geht es um fabrizierte Erinnerungen und intern erfundene Fakten. Sind die mit realen Vorgängen korrelierten medialen Temporallappen (MTL) seitlich der Schläfen aktiviert, geht es um externe Erlebnisse und Reize der Nerven die von außen kommen.

Bei eher komplexen Gedächtnisleistungen werden beide Gehirnbereiche aktiv, Selbstbetrug, frei fabrizierte Erinnerungen und externe Fakten werden zur scheinbaren Realität vermischt. Erinnerungen sind dabei niemals statisch, sie werden je nach Situation immer wieder aufgebessert. Die Erinnerung an ein Ereignis ist somit kein Beweis dafür, dass dies jemals real war. Es ist heute bereits möglich per Gehirntomographie zu unterscheiden, ob jemand in seinem Leben eine Person vorher gesehen hat oder nicht. Man kann ebenso erkennen, ob Vorsätze später gehalten werden sollen oder demjenigen nur als Entschuldigung dienen. Religion als psychotischer Wahn hämmert mit Emotionen irreale Fakten in die Köpfe. Predigten beeindrucken wenn sie mit Gefühlen und Emotionen arbeiten, abstrakte Sermone über Logik und Wissen sind wirkungslos. Falsche „Erinnerungen“ unterdrücken die Fähigkeit die Realität zu erkennen und sich so langsam von der Gehirnwäsche zu befreien. Bewusstseinskontrolle wirkt durch Abhängigkeit in erzwungener Konformität, sie unterdrückt Selbstständigkeit, Individualität im Denken und Handeln nach eigenen Wertekriterien.

Professor Brad Bushman am Institute-for-Social-Research/Michigan belegt in Versuchen Texte mit göttlicher Gewalt wecken generell Aggressionen. Nach Untersuchungen des  Psychiaters Mark Spitzer resultiert starke Religiosität immer in mehr Intoleranz. Wer an Gott glaubt, der wird stärker gewalttätig wenn er liest oder hört, wie Gott in der Bibel Gewalt fordert.

Männer handeln deutlich gewalttätiger als Frauen, sie sind empfänglicher für die Aggressionen fördernde Wirkung religiöser Texte. Der heimtückische Einfluss verkündeter Gewalt im Schrifttum wird so offenbar, den Einfaltspinseln werden irreale Fakten und Lügen als Gottes Wille und so Angst und Stress abgebaut. Der Glaube an transzendente Geister, Dämonen, ewiges Leben, die Hölle und Dämonen steigert die Gewaltbereitschaft, zügelt Abweichler, fördert Fremdenhass und Lust auf sexuelle Gewalt. Bei Angst akzeptieren Gläubige absurde Vorschläge wie etwa das Wunder von der Teilung des Mittelmeeres zum Kinderkreuzzug 1212 n.C. man braucht laut RKK direkt nach Jerusalem keine Schiffe.
« Letzte Änderung: 03.10.2011, 17:43 von emporda »
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