Der Psychologe spricht von "Prägung".
Aber so funktionieren die Menschen. Durch Wiederholungen verfestigen sich Nervenbahnen im Gehirn. Und je häufiger etwas wiederholt wird, umso stärker ist es "verankert" (siehe NLP = Neurolinguistische Programmierung).
Es macht daher in den meisten Fällen auch gar keinen Sinn, gegen GEPRÄGTES argumentieren zu wollen. Jedes Argument gegen ein gefestigtes Glaubenssystem wird lediglich als Angriff verstanden und führt instinktiv zu Abwehrreaktionen. Leider bewirkt man so meist genau das Gegtenteil dessen, das beabsichtigt war. Statt GEPRÄGTES in Frage zu stellen und zum Denken anzuregen, wird dieses noch verstärkt, da verzweifelt nach Gründen gesucht wiird, das bisherige Lebensbild nicht ändern zu müssen. Mit Logik muss das dann überhaupt nichts mehr zu tun haben. Heraus kommt dann oft eine verquerte Scheinlogik wie: "Gerade weil die Argumente scheinbar dagegen sprechen, kommt es doch umso mehr auf den Glauben an. Und ich bin stolz, mich nicht so leicht vonm rechten Glauben abbringen zu lassen."
Eine Änderung ALTER Glaubenssysteme stellt sich daher nur langsam ein. EIN Mittel besteht darin, immer und immer wieder ALTERNATIVEN anzubieten. Nicht als Angriff auf das Alte, sondern als ZUSÄTZLICHE Möglichkeit. Kein Fleischliebhaber wird zum Vegetarier, weil irgendwer versucht, ihn mit Argumenten zu überzeugen. Wenn überhaupt bestünde ein Ansatz darin, ihm ZUSÄTZLICH zum geliebten Fleisch vielleicht gegrilltes Gemüse anzubieten. Und wenn das schmeckt, könnte irgendwann vielleicht eine erste Mahlzeit nur aus Pflanzenbestandteilen folgen. Erstes Lernziel: "Es gehr auch anders". Und wenn die neuen Gerichte toll schmecken, werden diese immer häufiger verlangt. Und irgendwann fällt dann vielleicht der Entschluss leichter, ganz auf Fleisch zu verzichten. (P.S. Ich bin überzeugter Fleisch-Fresser, der aber Gemüse als BEILAGE zu schätzen weiss.)
In diesem Sinn:
Argumentiert nicht GEGEN die Kirchen.
Zeigt den Menschen statt dessen ALTERNATIVEN.