Ich bin für eine faire sozial Marktwirtschaft.
Aber was bedeutet "Verstaatlichung" denn im eigentlichen Wortsinn? Doch keineswegs, dass z.B. aus einer "Deutschen Bank" plötzlich ein Geld-Verwaltungs-AMT wird. Bei Kapitalgesellschaften wird doch ziemlich klar unterschieden zwischen der Eigentümerschaft in Gestalt der Kapitalanteile und der Geschäftsleitung und erst recht der jeweiligen Dienstleistung gegenüber den Vertragspartnern.
Im Kommunismus und Sozialismus wird bei den Banken nicht groß unterschieden, sie sind vom System aus gesehen schlecht, selbst Geld ist schlecht und dann hat man von staatlicher Seite eines Tages nicht einmal mehr das Geld, um Kaffee oder Obst auf dem Weltmarkt einzukaufen. Und wenn man Ware gegen Geld des Staates haben möchte, dann will niemand das Geld akzeptieren. Als ich als Schüler nach Ostberlin zu einem Tagesausflug eingereist bin, musste ich einen Zwangsumtausch machen, eigentlich wollte ich das Geld der DDR nicht.
Verstaatlichte Betriebe sind Behörden und der Bürger wird zum Opfer, zumindest aus meiner Sicht, ich habe in einer Behörde einen technischen Beruf gelernt, ich kenne die Behörden-Mentalität.
Und es werden auf Dauer sogar die Menschen verstaatlicht, sie gehören den Politikern und Behörden, eines Tages gibt es einen Zaun um den Staat, damit den Behörden und Politikern ihre Opfer nicht entkommen.
- Ich bin ein freiheitsliebender Mensch, ich möchte selbst entscheiden, ich möchte mich nicht von Bürokraten schikanieren lassen.
- Ich möchte Menschen, die in einer Behörde ihre Dienstzeit absitzen nicht bezahlen.
- Ich möchte Stempelritter, die mich schikanieren nicht bezahlen.
- Als Verbraucher möchte ich auswählen, ich möchte kein Zwangskunde sein, nur weil es lediglich einen Anbieter gibt, besonders übel ist es für mich in der Regl, wenn eine Behörde der einzige Anbieter ist.
Letztendlich ballt sich durch Zins und Zinseszins das Kapital in wenigen Häden zusammen.
- In Deutschland beträgt die Kapitalertragssteuer ( Defaultsteuer ) 25% von den Zinsen
- Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragssteuer
- Rechnet man noch eine Inflationsrate von 2% pro Jahr, dann bleibt kaum etwas übrig.
Ein einfaches Beispiel:
Anlage 1.000.000 € bei einer sehr guten Verzinsung, ohne ein großes Verlustrisiko einzugehen, Zinssatz
4%25% Kapitalertragssteuer ( + Solidaritätszuschlag ) von den Zinsen gehen direkt als Quellensteuer an das Finanzamt, bleiben weniger als 3%
Inflationsausgleich 2% , damit bleibt die Kaufkraft des Kapitals erhalten,
es bleibt noch ein Zins von 1%. Wer das Geld kurze Zeit oder länger mit niedrigerem Zins als ungefähr 3% anlegt, rutscht schnell in die "Verlustzone".
( der reale Zins vor Steuern ist grob gerechnet der erhaltene Zins minus der Inflationsrate )Wenn sich die öffentlichen Hände, die Betriebe und die Privathaushalte nicht so verschulden würden, dann wäre der erzielbare Zinssatz wesentlich geringer.
Große Vermögen führen im Todesfall in der Regel zu einer beträchtlichen Erbschaftssteuer.
Geld ist ein flüchtiges Gut, man ist in der Regel nicht nur auf der Gewinnerseite, sondern muss gelegentlich auch Federn lassen.
... die Konzerne in kleinere (Teil-) Unternehmen aufsplitten würden, es wäre ein Gewinn für eine auf Vielfalt setzende Gesellschaft. Wir brauchen in der Natur die Artenvielfalt. Ebenso brauchen wir im Gesellschafts- und Wirtschaftsleben eine FREIE VIELFALT. Manche gesetzliche Grenze erweist sich diesbezüglich eben nicht als Beschränkung der Freiheit, sondern als Garant für Vielfalt. Denn es geht ja nicht um die Freiheit für Wenige, es geht um Freiheit möglichst für Alle.
Das ist meiner Ansicht nach die Forderung der sozialen Marktwirtschaft. Wichtig ist mir, dass alle Wettbewerber möglichst gleiche Voraussetzungen haben, das System fair ist und ein breiter Wettbewerb stattfindet.
- Diejenigen, die Vermögen horten, sollten daran denken, dass sie eines Tages sterben werden und nichts mitnehmen können. Das Weiterreichen in die nächste Generation funktioniert nur bedingt. Auch wenn sie Kinder haben, was oft nicht der Fall ist, gehen schon 50% des Vermögens an eine andere "DNA" über, da das Kind ja zu "50%" vom Partner ist.
Manager, die Preisabsprachen durchführen, sollten auch persönlich zur Verantwortung gezogen werden. Preisabsprachen dürfen sich nicht lohnen. Je mehr unabhängige Wettbewerber es gibt, desto besser ist es für die Verbraucher.
Derartigen Auswüchsen ist jedoch auf ziemlich sanfte Wiese entgegen zu wirken. Ab einer bestimmten Unternehmensgröße muss ein wachsender Anteil des Kapitals dem Staat zum Vorkaufsrecht angeboten werden.
Wir haben beim lokalen Energieversorger eine ähnliche Situation, 1/3 der Beteiligung liegt bei der E.ON Bayern, 2/3 bei einem städtischen Betrieb.
Wenn man sich gegen so einen Betrieb wehrt, hat man die öffentliche Meinung gegen sich, da er ja der Stadt "gehört". Außerdem konnte mich die Stadt indirekt zum Zwangskunden des lokalen Energieversorgers machen, indem sie im Baugebiet bestimmte Heizarten vorschrieb.