Autor Thema: BASF Gentechnik verlässt Deutschland  (Gelesen 324 mal)

Datko

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BASF Gentechnik verlässt Deutschland
« am: 19.01.2012, 17:29 »
Siehe: http://www.spektrum.de/alias/gruene-gentechnik/deprimierende-entwicklung/1139317

"Es ist deprimierend mit anzusehen, wie eine Technologie ins Ausland abwandert, die maßgeblich in Deutschland entwickelt wurde: Die ersten transgenen Pflanzen weltweit erstellten Forscher 1983 am Kölner Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung gemeinsam mit Kollegen von der Universität Gent in Belgien. Die sich daraus ergebende wirtschaftliche Nutzung wird jedoch unter weit gehendem Ausschluss Deutschlands geschehen."
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Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Deutschland schafft sich ab!
« Antwort #1 am: 27.02.2012, 16:03 »
http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Maxeiner-und-Miersch/article13834832/Scharlatane-kriegen-Orden-Forscher-wandern-aus.html

Da muss ich nur mal meine Umgebung vergleichen. Die unwissende, esoterische Nachbarin, die trotz Studium (Psychologie) noch nicht mal weiss, was eine Galaxie ist ...



TWMueller

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Re: Deutschland schafft sich ab!
« Antwort #2 am: 27.02.2012, 16:59 »
... Die unwissende, esoterische Nachbarin, die trotz Studium (Psychologie) noch nicht mal weiss, was eine Galaxie ist ...

Etwas NICHT wissen, ist im Prinzip kein Problem. Im Grunde weiß selbst der klügste und gebildetste Mensch nur einen Bruchteil der verfügbaren Gesamterkenntnisse.

Das Problem liegt (wie so oft) in einer kleinen Variation. Das Problem ist da zu finden, wo Menschen etwas nicht wissen WOLLEN. Ideologische Vorurteile, die früher vorrangig im kirchlichen Glaubensbereich anzutreffen waren, breiten sich immer stärker über alle Lebensbereiche aus. Vielleicht ist es die Kompliziertheit des Lebens und der Technik, die Menschen dazu veranlaßt, sich zweck Vereinfachung in Verallgemeinerungen und Ideologien zu retten.

So wird in o.a. Beispiel undifferenziert von "Gentechnik" gesprochen. Ich wage zu behaupten, dass die Wenigsten die FÜR oder GEGEN diese Technologie sind, im Einzelfall überhaupt hinreichende Kenntnisse haben, um welche TECHNISCHEN Details und Probleme es überhaupt geht.

Und selbst diejenigen, die ansatzweise die naturwissenschaftliche Problematik einer solchen Technik erkennen, werden oft die sonstigen Aspekte, die im Hintergrund stehen, nicht umfänglich erfassen. Offiziell geht es um Nutzen und Risken neuer technischer Methoden. In Wahrheit jedoch geht es um Patentrechte und die hieraus resultierende Abhängigkeit von Produzenten und Konsumenten.

Die Hauptgefahr derartiger Diskussionen liegt doch darin, dass das Volk mit Scheingefechten vom wahren Kern abgelenkt wird. Ob Atompolitik oder Gentechnik, im Hintergrund geht es um WIRTSCHAFTLICHE MACHTPOSITIONEN.

Schon die alten Römer fragten: "qui bono?", "wem nutzt es?".
Bei mancher Grundsatzdiskussion sollte man sich diese Frage mal stellen.

Schon eine kleine Änderung im Patentrecht könnte manche "Gentechnik" plötzlich uninteressant machen. Und mit etwas neutraler Weitsicht wird man auch erkennen, dass nicht jede wissenschaftliche Erkenntnis und Möglichkeit auch Einzug in Produktionsverfahren und die Wirtschaft haben muss. Manchmal wäre Weniger (für Einzelne) dann doch Mehr (für Alle).
« Letzte Änderung: 27.02.2012, 17:04 von TWMueller »
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