Autor Thema: Weltdummentag in Madrid  (Gelesen 444 mal)

Ungläubiger

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Weltdummentag in Madrid
« am: 18.08.2011, 15:45 »
Tausende gehen gegen den Papst auf die Strasse und demonstrieren.
Diese Meldung wird recht klein gehalten. Sehr peinlich für den Papst.
Er hätte seinen Boss schicken sollen....

Datko

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Re: Weltdummentag in Madrid
« Antwort #1 am: 18.08.2011, 17:25 »
Tausende gehen gegen den Papst auf die Strasse und demonstrieren.
Diese Meldung wird recht klein gehalten. Sehr peinlich für den Papst.
Er hätte seinen Boss schicken sollen....

- Die Demo vor der Ankunft des r.-k. Papstes ist groß rausgekommen.

- Viele Menschen die zum r.-k. Weltjugendtag kommen sind hauptsächlich wegen der großen Menschenmenge da, es ist was los, wie z.B. bei der Love-Parade, da haben die Veranstalter mit weit übertrieben Zahlen Werbung gemacht.
Siehe: http://www.derwesten.de/nachrichten/Teilnehmer-Zahlen-zur-Loveparade-waren-gefaelscht-id3317706.html
« Letzte Änderung: 18.08.2011, 17:26 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Ungläubiger

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Re: Weltdummentag in Madrid
« Antwort #2 am: 18.08.2011, 18:04 »
Na ja, gelogen wird doch schon 2000 Jahre, Erfindung des Herrn da oben. Für viele nützlich, für sehr viele praktisch und der Kirche ein Wunder!

TWMueller

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Re: Weltdummentag in Madrid
« Antwort #3 am: 18.08.2011, 18:37 »
Man erkennt aber auch, dass die Menschen mehr und mehr aufwachen. Wann hätten sich die Bürger in früheren Zeiten getraut, gegen die Kosten eines Papstbesuchs zu protestieren?

Die moderne Medien- und Informationsgesellschaft bewirkt, dass zunächst Intellektuelle und in der Folge auch die "Normalbürger" beginnen, selbständig zu denken. Das, was ein Vorbeter von sich gibt, wird zunehmend nicht mehr einfach kritiklos akzeptiert und befolgt. Unbewiesene Prämissen, Logikfehler und Widersprüchlichkeiten werden aufgedeckt und beschleunigen den Prozess der Selbstauflösung. So kann heute zweifelsfrei prognostiziert werden, dass die klassischen Kirchen immer mehr an Boden verlieren werden.

Es wäre interessant, die Besucher des Papstbesuchs in Spanien zu befragen, inwieweit sie mit dessen Lehren übereinstimmen. Es steht jedoch eher zu vermuten, dass, wenn man alle Jugendliche, die ein Kondom mit sich führen, nach Hause schicken würde, die Strassen deutlich geleert würden. Und von den Verbleibenden sollen dann all diejenigen gehen, die länger als 4 Wochen keinen Gottesdienst mehr besucht haben. Es würde wohl nur ein sehr überschaubares Hardcode-Häufchen übrigbleiben. Und spätesten, wenn die Veranstaltungskosten dann unter den Verbliebenen aufgeteilt werden sollte, wäre das Geschrei sehr gross.

Also ärgern wir uns weniger über die letzten Zuckungen der klassischen Kirchen in unseren aufgeklärten Gesellschaften.  Freuen wir uns eher, dass immer mehr Menschen ein Licht aufgeht und die Kosten für Religionsveranstaltungen nicht mehr unkritisiert hingenommen werden. Der Anfang ist gemacht, die Zeit erledigt den Rest.
Thomas W. Müller
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Hans

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Re: Weltdummentag in Madrid
« Antwort #4 am: 26.08.2011, 16:12 »
Sie widersprechen der in der Präampel dieses Internetforums formulierten Grundbedingungen der Meinungsäußerungm, in dem Sie Menschen christlichen Glaubens diffamieren.

Öffentliche Förderung der Kirchen ist mehr als gerechtfertigt, da die Aktivitäten im Kontext einer Gesamtgesellschaft stehen, die  Kultur, Bildung  - im umfassenden Sinne  - zu verantworten hat. Humanistenverbände erhalten ja nicht wenig staatliche Förderung.


Und bitte denken Sie mal über den Irrtum nach, dass Humanismus gleich Freiheit oder auch Neutralität wäre - oder wollen Sie uns mit humanistischer Gesinnung und Staatspolitik á la DDR beglücken? Diese sah sich ganz im Sinne eines Humanismus! Vielen Dank! Ein totalitärer Humanismus hat leider im 20 Jhd. zu viele Menschenleben gekostet! Die können Sie der Kirche nicht anlasten!

Hoffentlich erkennen das auch immer mehr Menschen! Viele Grüße!




Datko

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Re: Weltdummentag in Madrid
« Antwort #5 am: 26.08.2011, 16:28 »
Sie widersprechen der in der Präampel dieses Internetforums formulierten Grundbedingungen der Meinungsäußerung, in dem Sie Menschen christlichen Glaubens diffamieren.

Sicher ist es nicht schön, wenn Menschen diffamiert werden. Der Diffamierende sagt dabei oft viel über sich selbst aus.
Allerdings darf Kritik auch, wenn sie sachlich vorgetragen wird, deutlich sein.

Öffentliche Förderung der Kirchen ist mehr als gerechtfertigt, da die Aktivitäten im Kontext einer Gesamtgesellschaft stehen, die  Kultur, Bildung  - im umfassenden Sinne  - zu verantworten hat. Humanistenverbände erhalten ja nicht wenig staatliche Förderung.

Meiner Ansicht nach beuten die großen christlichen Kirchen die Gesellschaft regelrecht aus. Priester gehen ja keiner normalen Arbeit nach und leben doch oft fürstlich, man denke nur an den r.-k. Bischof Mix, zu seiner aktiven Zeit lag er dem bayerischen Kultusministerium mit über 8.000 € auf der Tasche. Er hat als Priester auf Kosten eines Waisenhauses Weinrechnungen über Tausende unterschrieben. Die ev. Bischöfin Käßmann hat ihre Trunkenheitsfahrt in einem Luxusdienstwagen auf Kosten des Steuerzahlers gemacht.

Und bitte denken Sie mal über den Irrtum nach, dass Humanismus gleich Freiheit oder auch Neutralität wäre - oder wollen Sie uns mit humanistischer Gesinnung und Staatspolitik á la DDR beglücken? Diese sah sich ganz im Sinne eines Humanismus! Vielen Dank! Ein totalitärer Humanismus hat leider im 20 Jhd. zu viele Menschenleben gekostet! Die können Sie der Kirche nicht anlasten!

Der Humanismus stellt den Menschen mit seinen Bedürfnissen als Individuum in den Mittelpunkt. Diktaturen haben nichts mit Humanismus zu tun. Theistische Religionen stellen einen Gott in den Mittelpunkt und nicht den Menschen mit seinen Bedürfnissen.

Was viele nicht wissen, Adolf Hitler war Katholik.
« Letzte Änderung: 26.08.2011, 16:51 von Datko »
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Re: Weltdummentag in Madrid
« Antwort #6 am: 26.08.2011, 17:04 »
Ich gebe zu, es ist schwierig, einer 2000jährigen Lüge Paroli zu bieten.
Wer von Kind auf die Geschichte vom herzallerliebsten Jesulein nebst
seinem unglaublichen Papi gehört hat, in den Kirchen immer wieder der
gleiche Sermon verbreitet wird (allerdings werden nie die unliebsamen
Texte aufgesagt) kann sich nicht so leicht von dem Christentum befreien,
zumal Angst und Warnungen vor der Hölle tief im Gläubigen verhaftet sind.

Nimm einem Gläubigen die Angst vor der Hölle und du nimmst ihm seinen Glauben.

Diderot

 

TWMueller

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Re: Weltdummentag in Madrid
« Antwort #7 am: 26.08.2011, 17:25 »
Sie widersprechen der in der Präampel dieses Internetforums formulierten Grundbedingungen der Meinungsäußerung, in dem Sie Menschen christlichen Glaubens diffamieren.

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen KRITIK und DIFFAMIERUNG. KRITIK wird (hoffentlich) nachvollziehbar begründet. DIFFAMIERUNG ist jedoch pauschal, meist ohne konkrete Argumentation und SOLL HERABWÜRDIGEN.

Man muss weiterhin ZWEI Gesichtspunkte strikt trennen: GLAUBE und KIRCHE.

Jeder hat in diesem Land das verbürgte Grundrecht auf FREIEN GLAUBEN. Dies steht einer kritischen Auseinandersetzung mit Glaubeninhalten und -werten jedoch NICHT im Wege. Wenn jemand an den "Heiligen Hinkelstein" glaubt, so hat er hierzu das Recht. Trotzdem darf jeder sagen, dass er einen "Heiligen Hinkelstein" für Unsinn hält und darf, ja sollte andere Sichtweisen und Alternativen aufzeigen. Wäre das Diskutieren anderer Möglichkeiten nicht zulässig, die Erde wäre immer noch eine Scheibe im Mittelpunkt des Universums.

Die Grenze zwischen zulässiger Argumentation und Diffamierung oder gar Unterdrückung findet sich in AKTIVEN Handlungen, um eine Meinung oder einen Glauben zu unterdrücken. Jeder darf gegen christliche Lehren argumentieren, es darf jedoch nicht VERBOTEN sein, einen bestimmten Glauben zu leben.  Nur wegen seines Glaubens darf niemand benachteiligt werden. Das wäre Diffamierung!

Leider gilt im täglichen Leben auch dieser Grundsatz nur bedingt. Den grossen "Staatskirchen" und "Religionen" wird dieses Recht zugesprochen, abweichende oder ausgefallene "Glaubensrichtungen" werden jedoch (auch offiziell) gern als "Sekten" diffamiert und z.B. bei öffentlichen Fördermitteln ausgeschlosssen oder benachteiligt. "So einen Unsinn kann man doch nicht fördern." Aber wenn Glaubensfreiheit, dann für ALLE. Wer will sich anmaßen, zu entscheiden, welcher Glaube akzeptiert wird und welcher nur "spinnerte Sekte" ist?

Und GLAUBE ist noch lange nicht KIRCHE. Die meisten hier geäußerten Kritikpunkte richten sich gegen die ORGANISATION der Kirchen und deren OFFIZIELLE LEHRMEINUNGEN. Insbesondere wird hierbei die mangelnde TRENNUNG von STAAT (=Öffentlichem Gemeinwesen) und Glaubens-VEREINEN (=Kirchen) gerügt.

In Deutschland darf jeder frei einen Verein gründen oder einem Verein beitreten (von Ausnahmen bei rechtswidrigen Zielen abgesehen). Im Grunde sind Kirchen hierbei nichts anderes, als ein Verein. Sie haben Mitglieder und beanspruchen, ihre INNEREN Angelegenheiten selbst bestimmen zu können. Warum werden dann aber in bayerischen Klassenzimmern Kreuze als Vereinskennzeichen an die Wand gehängt und nicht auch z.B. das Wappen des Fußballvereins "Bayern München"?

Jeder darf in Deutschland glauben, was immer er will. Jeder darf sich mit anderen, die hierin mit ihm übereinstimmen, zusammentun. Jeder darf Glaubensvereine gründen oder diesen beitreten. DER STAAT hat sich hierbei jedoch STRIKT NEUTRAL zu verhalten und darf nicht einzelne KIRCHEN-VEREINE einseitig bevorzugen. Wo wären die Kirchen wohl, wenn die Menschen per Beitrittserklärung (mit klarer Satzung) bewusst Mitglied in einer Kirche werden müssten und diese VEREINE ihr INTERNES VEREINSLEBEN ausschliesslich mit MITGLIEDSBEITRÄGEN finanzieren müssten?

Für GEMEINNÜTZIGE Wirkungen NACH AUSSEN dürfen Kirchen, wie jeder andere Verein auch, gern mit ANGEMESSENEN Steuermitteln gefördert werden. Aber öffentliche Gelder für den "RICHTIGEN" Glauben darf es nicht länger geben. Das ist Diffamierung aller Andersgläubigen!
Thomas W. Müller
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