Autor Thema: Ein Papst wird kommen...  (Gelesen 241 mal)

Ungläubiger

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Ein Papst wird kommen...
« am: 12.09.2011, 13:58 »
und auch wieder gehn, wie ist das schön. Er wird im Bundestag sprechen, er wird keine Lösungen mit Griechenland herbeiführen, er wird keinen einzigen laufenden Krieg beenden, keine Hungersnot besiegen aber dafür sorgen,  das die Dummheit weiter regiert. Komisch, das sich das ein Gott bieten lässt......

TWMueller

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Re: Ein Papst wird kommen...
« Antwort #1 am: 12.09.2011, 15:50 »
Der Papst stirbt und kommt an die Himmelstür.

Petrus begrüßt ihn und fragt nach seinem Namen.

"Ich bin der Papst!"

"Papst, Papst", murmelt Petrus.
"Tut mir leid, ich habe niemanden mit diesem Namen in meinem Buch."

"Aber... ich bin der Stellvertreter Gottes auf Erden!"

"Gott hat einen Stellvertreter auf Erden?" sagt Petrus verblüfft.
"Komisch, hat er mir gar nichts von gesagt..."

Der Papst läuft krebsrot an.
"Ich bin das Oberhaupt der Katholischen Kirche!"

"Katholische Kirche... nie gehört", sagt Petrus.
"Aber warte mal nen Moment, ich frag den Chef."

Er geht nach hinten in den Himmel und sagt zu Gott:
"Du, da ist einer, der sagt, er sei dein Stellvertreter auf Erden. Er heißt Papst. Sagt dir das was?"

"Nee", sagt Gott. "Kenn ich nicht. Weiß ich nichts von. Aber warte mal, ich frag Jesus. Jeeesus!"

Jesus kommt angerannt.
"Ja, Vater, was gibts?"

Gott und Petrus erklären ihm die Situation.

"Moment", sagt Jesus, ich guck mir den mal an. Bin gleich zurück."

Zehn Minuten später ist er wieder da, Tränen lachend.

"Ich fass es nicht", japst er.
"Erinnert ihr euch an den kleinen Fischerverein, den ich vor 2000 Jahren
gegründet habe? Den gibt's immer noch!"

Thomas W. Müller
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Re: Ein Papst kam ...
« Antwort #2 am: 26.09.2011, 19:13 »
Man konnte im Fernsehen der Papst-Berichtserstattung fast nicht entgehen. In Sondersendungen wurde ausführlich über alle Stationen des Deutschlandbesuchs berichtet. Zumindest  in die hinsichtlich der Angemessenheit öffentlich diskutierten Rede des Papstes vor dem Deutschen Bundestag wollte ich dann doch mal reinschauen. Aber die Enttäuschung war gross.

Ein alter Mann nuschelte in emotionsloser, gleichtöniger Weise. Ohne den Fernseher lauter zu drehen war der Ton fast nicht zu verstehen. Von einer Rede, an die man sich erinnern sollte, war auch im Ansatz nichts zu finden. Und inhaltlich? Allgemeinplätze, die auch jeder Abgeordnete des Italienischen Parlaments hätte zum Besten geben können. Erkenntnisse? Fehlanzeige! Denkanstöße? Fehlanzeige! Begeisterung? Weder beim Redner, noch bei den Zuhörern!

Wozu also der ganze Medienrummel? Warum dieser gigantische Finanz- und Organisationsaufwand? Damit ein deutschstämmiger Papst noch mal in offizieller Mission sein Heimatland besuchen konnte? Eine zündende "Ruckrede", die Menschen ansprechen und für religiöse Themen interessieren könnte, war auch im Folgenden nicht im Besuchsprogramm.

Im Gegenteil, der Papst machte überdeutlich, dass der Vatikan scheinbar in einer eigenen, weit von den realen Menschen entfernten Welt lebt. Es sei nicht Aufgabe der Kirche, sich der Welt und den Menschen anzunähern, es sei an den Menschen, wieder mehr auf die "reine" Lehre der Kirche zuzugehen. Man dürfe schließlich nicht nur an Deutschland denken, die römisch-katholische Kirche sei doch eine Weltkirche, die Menschen auch in anderen Kuturkreisen ansprechen müsse.

Mit diesen in der Vergangenheit verhafteten Ansichten kann der Papst in Deutschland mit Sicherheit niemanden in die leeren Kirchen locken. Und die Menschen rund um die Welt können einem leid tun, wenn sich die Kirche mit beiden Beinen auf das Bremspedal der Aufklärung stellt. Um sich selbst zu retten, versucht die katholische Kirche die Menschen in Entwicklungsländern auf dem geistigen Niveau des Mittelalters zu halten.

Es bleibt zu hoffen, dass zumindest diejenigen, die über die Verwendung von Steuergeldern zu entscheiden haben, etwas aus dieser misslungenen Papstreise lernen. Wieviele interessante Menschen gibt es auf der Welt, denen Deutschland gerne zuhören würde, wenn ihnen auch nur ansatzweise eine Bühne geboten würde, wie dies beim Papst der Fall war?
Thomas W. Müller
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