Darüberhinaus stehen in sämtlichen Buchhandlungen eine Vielzahl von christlichen Büchern. Fragen nach "unchristlichen Büchern" werden damit beantwortet, "haben wir nicht." Zum Glück gibt es aber eine Menge "freie Verlage" oder man nutzt das Internet, um an aufklärende Bücher zu kommen.
Also, [Ungläubiger] muss schon viel in Deutschland herumkommen, wenn er SÄMTLICHE Buchhandlungen kennt. Aber das ist halt das logische Grundproblem alle Verallgemeinerungen, findet man bei "IMMER" (="SÄMTLICHE") oder "NIE" auch nur EINE Ausnahme, wird nach den Gesetzen der Logik die Aussage FALSCH.
Und wenn ich an die Buchhandlungen in meinem Umfeld denke, so erinnere ich mich an ein doch recht abweichendes Sortiment. Gerade die sogenannte "esoterische" Literatur (alles Alternativen zu klassischen "Religionen") nimmt meterweise Regalfläche ein. Anders mag das in der Mainzer Dom-Buchhandlung aussehen, aber das dürfte auch eher eine Spezial-Fachbuchhandlung sein.
Am Angebot kirchen-kritischer Literatur magelt es wahrlich nicht. Es ist jedoch ein Kernproblem jeder "Überzeugung". Wenn jemand an etwas "glaubt" (muss nicht nur Religion sein), warum sollte er sein Geld ausgeben, um Alternativliteratur zu erwerben, oder seine Zeit verwenden, sich mit dem "Unglauben" zu befassen? Wer Opern-Fan ist, wird auch nur selten ein Buch kaufen, das beweisen will, dass Jazz besser ist als Opern-Musik.
Das Problem ist somit nicht, dass es an Informationen oder Literatur mangelt. Das Problem in allen Bereichen des Glaubens ist vielmehr, den Kopf für ALTERNATIVEN zu öffnen. Wenn hierbei jemand lediglich versucht, den bisherigen "Glauben" schlecht zu machen, warum soll man sich mit "Schlechtem" beschäftigen? Wenn überhaupt, wird die Bereitschaft, sich mit Neuem oder mit Alternativen zu befassen, nur dann angesprochen, wenn VORTEILE oder EIN NUTZEN aufgezeigt wird, der für den Glaubenden INTERESSANT ist.
In diesem Sinne wäre es wohl hilfreicher, die VORTEILE aufzuzeigen, die eine gedankliche Öffnung mit sich bringen kann, statt stereotyp die "Vorurteile" GEGEN den alten Glauben als Angriffswaffe einzusetzen. Wenn jemand gesagt bekommt: "Du denkst falsch.", wird er automatisch in eine Abwehrhaltung getrieben und es wird ein Verteidigungsprogramm ausgelöst. Und wer glaubt ernsthaft, jemand, der sich angegriffen fühlt, wäre bereit, sich NEUTRAL und OFFEN mit den Gegenargumenten zu beschäftigen? Wer angegriffen wird, sucht Argumente zur Verteidigung. Sein alter Glaube wird somit verstärkt. Der Angreifer bewirkt im Ergebnis genau das Gegenteil dessen, was er ursprünglich bezweckt hat.