Autor Thema: Primat des humanistischen Menschenbildes, religiöse Menschenbilder sekundär  (Gelesen 4782 mal)

Datko

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- Beim humanistischen Menschenbild steht der einzelne Mensch im Mittelpunkt, er findet seine Schranken in den identischen Rechten der anderen Menschen.
Ausführlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus

- Bei religiösen Menschenbildern stehen in der Regel Götter über den Menschen.
-- Dies gilt insbesondere für das Judentum, den Islam und die christlichen Religionen, der Mensch ist Abhängiger.
-- Beim Buddhismus ist dies nicht der Fall, der Buddismus ist ohne Gott, er ist atheistisch.
Ausführlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Religion

Interessant ist dabei der lateinische Wortstamm von Religion,
(wiki: lat: religio, zurückgeführt auf religere, „immer wieder lesen“, oder religare, „zurückbinden“)
- Wenn man etwas immer wieder liest, dann ist die Gefahr groß, dass es sich ins Gehirn eingräbt und festsetzt.
- Religionen verharren deswegen meist in uralten Inhalten und tun sich schwer das Menschenbild der fortschreitenden naturwissenschaftlichen Erkenntnis anzupassen.

Im Gegensatz dazu geht der Humanismus davon aus, dass wir unsere Kenntnis von der Welt und natürlich über uns Menschen erweitern können.
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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Funktionen der Religionen
« Antwort #1 am: 08.08.2011, 10:55 »
Alle Religionen haben im Grunde drei tragende Bereiche:

1. Alle Religionen versuchen, Antworten auf offene und vielleicht nie absolut beantwortbare Fragen zu geben. Je mehr Erkenntnisse die Naturwissenschaften gewinnen, umso deutlicher wird mancher Widerspruch zwischen den prognostizierten Antworten der Kirchen und den gewonnenen Erkenntnissen. Der "moderne" Mensch ist sich klar geworden, dass Blitz und Donner eben nicht dem Unmut der Götter entstammen. Und die biblische Geschichte von "Adam und Eva" rangiert bei aufgeklärten Menschen wie Klapperstorch, Osterhase und Weihnachtsmann nicht mehr auf der Ebene der Wahrheit, sondern wird als "nette Geschichte" der Phantasie zugeordnet. Allein, einige ewig Gestrige versuchen, verbissen an längst Widerlegtem festzuhalten. Aber zum Glück verlieren sie zunehmend an Einfluss und Bedeutung in den informierten Gesellschaften.

2. Religionen dienen der Gruppenbildung und Gemeinschaft. Sie verbinden soziale Gruppen und stellen eine Gemeinsamkeit dar. Sie erfüllen hierbei das Grundbedürfnis der Menschen nach Bindung und sozialer Anerkennung. Diese prinzipiell positive Wirkung kann jedoch auch sehr schnell zu negativen Auwüchsen führen. Soziale Gruppen haben eben leider auch die Tendenz, sich von anderen Gruppen abzugrenzen. Man sucht nach Unterschieden und betont Besonderheiten der eigenen Gruppe. Dies ist jedoch im Sinne der Gesamtheit aller Menschen und Gruppen kontraproduktiv. Menschen werden differenziert und unterschieden, statt sie zusammenzuführen und Gemeinsamkeiten zu finden und auszubauen.
Nach Innen besteht zudem die Gafahr, dass der Wunsch des Einzelnen nach Zugehörigkeit auch ausgenutzt und missbraucht wird. Wer dazugehören will, muss sich den Regeln und Riten der Gruppe unterwerfen. Gruppen und somit auch alle Kirchen haben die Tendenz, im Bewährten zu verharren. Sie versuchen, ihre vermeintliche Identität zu bewahren. Sie passen neue Mitglieder an ihre alten Strukturen und Denkweisen an. Neue Gedanken werden leicht als Angriff auf die Werte der Gruppe verstanden und entsprechend bekämpft.

3. Religionen versuchen, das Zusammenleben der Menschen zu regeln. Lange vor den ersten Gedanken an staatliche Strukturen und Gesetze gab es die religiöse Gruppenbildung. Und jede Gruppe bildet für sich zunächst informelle, später auch formelle Regeln und Normen. Und da jede Regel auch einer Überwachung bedarf, entwickelten sich parallel auch informelle und formelle Sanktionen. Informell wurden "Himmel und Hölle" erfunden, formell im Laufe der Zeit ganze Gesetzbücher. Auch diese ordnende Funktion der Religionen und Kirchen ist vom Ansatz her positiv zu werten. Sie kann jedoch von den Funktionsträgern auch leicht zur Macht missbraucht werden. Werte und Normen werden dann nicht mehr zum Wohl der Gruppe formuliert, sondern sollen in Wirklichkeit dem Macht- und Ansehenerhalt der Führung dienen. Besonders gefährlich ist dies, da Werte und Normen hierbei häufig als "göttlicher" Wille verkauft werden. Und wer kann schon gegen Gott argumentieren? Das einfache Mitglied einer Religionsgemeinschaft steckt in der Zwickmühle. Entweder es spielt nach den Regeln der Mächtigen oder es wird mit sozialem Ausschluss (und manchmal sogar Schlimmerem) bedroht.

Alle drei Aspekte zeigen deutlich, dass es bei allen Religionen positive Ansätze gab und gibt. Alle Aspekte zeigen jedoch auch, dass man NIEMALS unkritisch werden darf, da aus Positiven ansonsten schnell Negatives werden kann. Streben nach Erkenntnis ist positiv, Festklammern an historischem Glauben jedoch negativ. Gemeinschaft ist positiv, Abgrenzung negativ. Regeln für ein friedliches Miteinander sind positiv, unterdrückende Machtstrukturen negativ.

So mag ein Jeder seinen Glauben und ggf. seine Religion und Kirche einmal dahingehend überdenken, was gut gemeint ist und wo die Grenzen des Positiven bereits überschritten wurden. Was bringt die Menschen zusammen und was wirkt eher trennend und spaltet? Welche Regeln dienen den Menschen und welche wurden vorrangig zum Machterhalt Einzelner aufgestellt? Es gilt, das Positive zu erhalten und auszubauen und zugleich konsequent negative Auswüchse wieder zu beseitigen. Und spätestens wenn ein Religionsführer sich allein auf eine höhere Macht beruft, um seine Position zu sichern, sollten alle Alarmlampen angehen. Dies gilt insbesondere, wenn irgendwelche Denkverbote aufgestellt werden sollen. Die Wahrheit und sinnvolle Lösungen für die Aufgabenstellungen des Lebens brauchen weder Überprüfungen noch freie Denker zu fürchten. Allein, das Bessere ist der Feind des Guten.
Thomas W. Müller
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Jede Religion von sich behauptet, die einzig richtige zu sein aber keine hat recht.
Das Christentum ist keine Religion. Das Christentum setzt sich aus allen möglichen
heidnischen, orientalischen, indischen, römischen und aus anderen Kulturkreisen
entstammenden "Religionen" zusammen, alles nur geklaut und neu aufgebaut.
Es gibt etliche Religionen auf der Welt, eine ist der anderen fremd, der christliche
Gott findet in vielen Ländern keine Untertanen, 2000 Jahre vergebliche Missionierung,
keine Errettung, die angebliche Liebe Gottes nur ein Wort der Erfinder. Der Papst,
ein Mensch maßt sich an, der Stellvertreter Gottes auf Erden zu sein. Gäbe es einen
Gott, brauchte er bestimmt nicht einen Stellvertreter, verkleidet wie ein Narr.

"Der Esel stellt sich Gott als Esel vor, der Papst stellt sich Gott als Mann vor."  (Uta Ranke-Heinemann, deutsche Theologin)

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« Antwort #3 am: 09.08.2011, 09:22 »
Das Christentum ist keine Religion. ... alles nur geklaut und neu aufgebaut.

Das Christentum mag keine NEU-Erfindung sein, aber den Status als Religion kann man dieser Glaubensrichtung dadurch nicht absprechen. JEDER Glaube ist eine Entwicklung. Wenn überhaupt könnte man dem Christentum anlasten, dass eben diese Evolution, dieser Lernprozess, die Integration anderer Gedanken zumindest im katholischen Zweig zum Erliegen gekommen ist. Eifersüchtig und trotzig versucht sich Rom gegen gesellschaftliche Entwicklungen zu stellen, die zumindest teilweise von den abgespaltenen Protestanten erkannt und integriert wurden. Einen wirklichen Fortschritt könnte man wohl nur erwarten, wenn der Papst konvertieren würde. Da Hardcore-Christen jedoch ihre Identität verlieren würden, wenn sie Denk- und Handlungsfehler offen eingestehen würden, ist mit einem derartigen Schritt der katholischen Führungsrige wohl nicht zu rechnen.

Bei allen Diskussionen rund um Glaubenthemen gilt es daher, den Blick eher auf den "normalen" Bürger und seine politischen Vertreter zu richten. Es erscheint hierbei nicht hilfreich, mit dem Finger nur auf "Denkfehler" oder "geschichtliches Unrecht" zu zeigen. Was erreicht man mit einer ständigen Fehlersuche? Die Kirche hält trotzig umso stärker zusammen, da sie reflexartig eine Abwehrreaktion zeigt. Die Aufmerksamkeit Unentschlossener wird von konstruktiven Überlegungen auf destruktives Jammern gelenkt.

Wen interessieren denn die Denkfehler anderer? Im Grunde haben diese doch nur dann eine Bedeutung, wenn man versucht, mir diese Denkfehler direkt oder indirekt aufzudrängen. Im Grunde lernt jedoch jedes Kind bereits in der Schule, dass es NICHT darum geht, zu lernen, wie etwas NICHT geht. Schüler wollen Lösungswege finden. Sie wollen lernen, WIE etwas (besser) geht. Sie wollen Denkanregungen und Alternativen.

Wer daher ständig NUR nach Fehlern in Religionsgemeinschaften sucht, verliert den Blick auf das Wesentliche, auf BESSERE ALTERNATIVEN. Man mag den historisch begründbaren Einfluss der Kirchen in der heutigen Gesellschaft kritisieren, ändern wird sich hieran jedoch nur dann etwas, wenn den Menschen eine BESSERE ALTERNATIVE aufgezeigt wird. Und diesbezüglich genügt es nicht, angeblich "bessere" Weltbilder als Schlagwort anzubieten. Der einzelne Mensch muss in seinem Alltagsleben TATSÄCHLICH einen Nutzen aus der angebotenen Alternative ziehen können. Dies kann mit einer Zufriedenheit in der Erkenntnis beginnen, dass andere Sichtweisen zu einem schlüssigeren Gesamtbild mit weniger unauflöslichen Widersprüchen führen. "Heureka, ich hab's gefunden!"

Es müssen jedoch im Alltagsleben auch entsprechende Alternativangebote folgen. Wer z.B. an staatlich neutralen Sport- und Freizeitangeboten für die Jugend spart, braucht sich nicht zu wundern, wenn die unterschiedlichsten Gruppen dieses Vakuum für sich zu nutzen versuchen. Das können religiöse Angebote, aber auch politisch (extreme) Richtungen sein. Wenn der religionsneutrale, "humanistische" Mensch nur egoistisch auf seine Belange achtet, überläßt er den sozialen, humanitären Bereich des sozialen Zusammenlebens genau den Gruppen, die er verbal bekämpft. Wenn es kein weltoffenes Altenheim vor Ort gibt, bleibt als Alternative eben nur das kirchlich getragene Angebot.

Wer sich somit als Religionskritiker versteht und WIRKLICH etwas bewirken will,  muss ALTERNATIVEN anbieten. Dies kann mit Denkanregungen beginnen, aber es darf nicht dabei bleiben. Wer den Einfluss der Kirchen in der Gesellschaft zurückdrängen will, muss "humanistische" Alternativen ins Leben rufen und fördern. Wir brauchen unabhängige Angebote an die Jugend, wir brauchen Organisationen und Einrichtungen, in denen Menschen zusammenkommen können, ohne religiös indoktriniert zu werden. Wir brauchen ALTERNATIVEN, die reizvoller sind.

Vielleicht mag dies als Anregung dienen, dass "Religionskritiker" an dieser Stelle nicht nur ausführen, was ihnen an Religion und Kirche NICHT gefällt, sondern auch dazu, KONSTRUKTIVE Vorschläge zu machen, wie MODERNE und PLURALISTISCHE Angebote in der Gesellschaft entstehen können. Vielleicht würde es manchen Leser anregen, sich einzubringen, wenn über ERFOLGREICHE "nichtkirchliche" Aktionen und Gruppen berichtet würde.

Also, Kirchen mögen im Gestern verharren, aber wo ist die VISION für das MORGEN?
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Re: Bessere Alernativen anbieten
« Antwort #4 am: 09.08.2011, 11:17 »
Danke für den ausführlichen Beitrag!

Bei allen Diskussionen rund um Glaubenthemen gilt es daher, den Blick eher auf den "normalen" Bürger und seine politischen Vertreter zu richten. Es erscheint hierbei nicht hilfreich, mit dem Finger nur auf "Denkfehler" oder "geschichtliches Unrecht" zu zeigen. Was erreicht man mit einer ständigen Fehlersuche? Die Kirche hält trotzig umso stärker zusammen, da sie reflexartig eine Abwehrreaktion zeigt. Die Aufmerksamkeit Unentschlossener wird von konstruktiven Überlegungen auf destruktives Jammern gelenkt.

Man kommt kaum umhin die üblen Seiten der Religionen aufzuzeigen, da sie sich selbst auf den Thron heben. Man kann nicht als Gutmensch über Hartz IV lamentieren, wie die ehemalige ev. Bischöfin Käßmann, und selbst in Saus und Braus auf Kosten der Gesellschaft leben, ein Luxusdienstwagen und ein Gehalt von 8.000 € monatlich verträgt sich nicht mit dem sozialen Zeigefinger. Da sollte nicht geschwiegen werden, ihre Strafe von 8.000 € für die Trunkenheitsfahrt  ist letztlich von den Steuerzahlern erarbeitet worden. Konstruktiv wäre es dabei zu Fragen, warum alte, alleinstehende Menschen wie die r.-k. Bischöfe über 8.000 € aus den Sozialkassen des Staats erhalten? Der r.-k. Bischof Mixa hat mit seinem dicken Gehalt das bayerische Kultusministerium belastet.

Wen interessieren denn die Denkfehler anderer? Im Grunde haben diese doch nur dann eine Bedeutung, wenn man versucht, mir diese Denkfehler direkt oder indirekt aufzudrängen. Im Grunde lernt jedoch jedes Kind bereits in der Schule, dass es NICHT darum geht, zu lernen, wie etwas NICHT geht. Schüler wollen Lösungswege finden. Sie wollen lernen, WIE etwas (besser) geht. Sie wollen Denkanregungen und Alternativen.

Es ist wohl beides zu berücksichtigen, sowohl den richtigen Weg zu finden, als auch über beobachtete Irrtümer Fehler in Zukunft zu vermeiden. Nicht erst durch Schaden zu lernen ist allerdings der bessere Weg.

Wer daher ständig NUR nach Fehlern in Religionsgemeinschaften sucht, verliert den Blick auf das Wesentliche, auf BESSERE ALTERNATIVEN. Man mag den historisch begründbaren Einfluss der Kirchen in der heutigen Gesellschaft kritisieren, ändern wird sich hieran jedoch nur dann etwas, wenn den Menschen eine BESSERE ALTERNATIVE aufgezeigt wird. Und diesbezüglich genügt es nicht, angeblich "bessere" Weltbilder als Schlagwort anzubieten. Der einzelne Mensch muss in seinem Alltagsleben TATSÄCHLICH einen Nutzen aus der angebotenen Alternative ziehen können. Dies kann mit einer Zufriedenheit in der Erkenntnis beginnen, dass andere Sichtweisen zu einem schlüssigeren Gesamtbild mit weniger unauflöslichen Widersprüchen führen. "Heureka, ich hab's gefunden!"
Es müssen jedoch im Alltagsleben auch entsprechende Alternativangebote folgen. Wer z.B. an staatlich neutralen Sport- und Freizeitangeboten für die Jugend spart, braucht sich nicht zu wundern, wenn die unterschiedlichsten Gruppen dieses Vakuum für sich zu nutzen versuchen. Das können religiöse Angebote, aber auch politisch (extreme) Richtungen sein. Wenn der religionsneutrale, "humanistische" Mensch nur egoistisch auf seine Belange achtet, überläßt er den sozialen, humanitären Bereich des sozialen Zusammenlebens genau den Gruppen, die er verbal bekämpft. Wenn es kein weltoffenes Altenheim vor Ort gibt, bleibt als Alternative eben nur das kirchlich getragene Angebot.

Der humanistische Mensch sieht den anderen Menschen als Individuum mit ähnlichen Bedürfnissen und mit dem selben Recht auf Verwirklichung an. Humanismus ist rücksichtsvoll und sozial. Der soziale Ausgleich in einem modernen Staat wird über die öffentlichen Kassen abgesichert. Religionen betreiben zwar viele "soziale Einrichtungen", dies aber oft wie einen Gewerbebetrieb mit religiösen Zwängen. Die Priester achten in der Regel darauf, dass ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.

Vielleicht mag dies als Anregung dienen, dass "Religionskritiker" an dieser Stelle nicht nur ausführen, was ihnen an Religion und Kirche NICHT gefällt, sondern auch dazu, KONSTRUKTIVE Vorschläge zu machen, wie MODERNE und PLURALISTISCHE Angebote in der Gesellschaft entstehen können. Vielleicht würde es manchen Leser anregen, sich einzubringen, wenn über ERFOLGREICHE "nichtkirchliche" Aktionen und Gruppen berichtet würde.

Bei uns in Regensburg gibt es z.B. den bfg (Bund für Geistesfreiheit; Termine unter http://www.bfg-bayern.de), in anderen größeren Städten findet man auch entsprechende Angebote.

Also, Kirchen mögen im Gestern verharren, aber wo ist die VISION für das MORGEN?

Kirchen verharren im Gestern, die "Gotteshäuser" stehen weitgehend leer, die Menschen sind heute im Internet, wo sie morgen sind kann man heute noch nicht sagen.
« Letzte Änderung: 09.08.2011, 13:12 von Datko »
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Re: Bessere Alernativen anbieten
« Antwort #5 am: 09.08.2011, 14:47 »
... die Menschen sind heute im Internet, wo sie morgen sind kann man heute noch nicht sagen.

Stimmt, zumindest habe ich in diesem Forum noch keinen Beitrag von Nostradamus oder einem anderen Hellseher gelesen.  ;)

Es geht aber auch nur bedingt um Vorhersagen. Es geht zunächst um VISIONEN (gemeint ist hiermit KEIN Krankheitszustand, wie dies der Ex-Kanzler Kohl einmal kolportierte). Mit Visionen meine ich die Vorstellungskraft, wie sich etwas POSITIV entwickeln könnte oder sollte, das im Kopf entstehende Bild der Zukunft. Wer ein altes Gebäude abreissen will, sollte zugleich eine Vorstellung haben, was an dieser Stelle zukünftig entstehen soll.

Leider werden bereits Kinder zurückgepfiffen, wenn sie von der Zukunft träumen. Aber gerade diese "Träume" wären so wertvoll für die gesellschaftliche Weiterentwicklung. Nicht jeder Traum wird auch Realität werden, aber er ist der Anfang. Kreativität beginnt mit der wertfreien Sammlung von Ideen. Erst in späteren Phasen wird dieses geistige Rohmaterial zu konkreten Plänen verdichtet.

Ich würde daher dieses Forum auch mal als Ideenschmiede ansehen, in der Visionen formuliert werden könnten, wie ein "besseres" Deutschland aussehen könnte. Welche Ziele sollte die Politik (und in Folge die Gesetzgebung) verfolgen? Wie kann das soziale und friedliche Miteinander der Menschen gefördert werden? Wie können Anreize geschaffen werden, kirchen-neutrale Angebote im sozialen Bereich aufzubauen? Wie würden sich die Leser unser Land wünschen, wenn Staat und Kirchen strikt getrennt wären? Wie ist Ihr Bild / Ihre Vision für ein Deutschland nach der (gelebten) Staatsreligion "C"?

Es wäre toll, mal Beiträge zu lesen in denen steht:
"Ich wünsche mir, dass es in Deutschland ..."
"Ich engagiere mich, um ... aufzubauen."
"Man kann das Problem ... lösen, indem man ..."
"Ich träume davon, dass ..."
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Re: Religionskritik und Alternativen
« Antwort #6 am: 09.08.2011, 15:08 »
Im letzten Beitrag von Joachim Datko war etwas versteckt ein Link des BUND FÜR GESISTESFREIHEIT angegeben, der vielleicht in der Fülle des Textes untergeht.

Über diesen Link bin ich jedoch auf einen lesenswerten Artikel gestoßen, den ich jedem, der sich mit dem Thema "Religion" auseinandersetzt, zu lesen empfehle:

http://www.bfg-bayern.de/dragonfly/Content/pid=36.html
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