Darum bleibt man fest bei der Bibelauslegung, die Lügen haben sich scheinbar 2000 Jahre bewährt. Aber wielange noch??
Nun, der Mensch hat sich in den letzen 2000 Jahren nicht wesentlich weiterentwickelt. Das Wissen mag zwar exposionsartig zugenommen haben, an den Grundbedürfnissen hat sich jedoch nichts geändert. Der Mensch war und ist ein "Herden-Tier" mit entsprechendem Verhalten. Mancher will "Leithengst" werden, viele wollen suchen die "soziale Nähe" und wollen "geschützt" Mitglied der Herde sein.
Wäre ich heute 20 Jahre alt, ich würde eine NEUE RELIGION erfinden. Ein erfolgreicher GURU muss nur "einfache" Erklärungen und LÖSUNGEN anbieten. Zudem müssen seine Jünger ein "Zusammengehörigkeitsgefühl" entwickeln. Wenn sie dabei auch noch zur Überzeugung gelangen, "besser als alle Ungläubigen" zu sein, steht einem erfolgreichen Religions-Marketing nichts mehr im Wege. Und "Glaube" hat gegenüber allen materiellen Gütern auch noch den Vorteil, dass man ohne Warenvergleich große Beträge zu zahlen bereit ist und für "Anerkennung" und "Gemeinschaft" Zeit und Energie zum "Wohle des Ganzen" einsetzt.
"SIENTOLOGY" und Ähnliches werden zwar gern als "Sekten" kritisiert, funktionieren aber trotzdem. Und je stärker die Außenwelt die "Gemeinschaft" angreift, um so stärker wird der Zusammenhalt. Je stärker JUDENTUM, CHRISTENTUM oder ISLAM von außen angegriffen werden, um so länger werden sie Bestand haben.
Wer Menschen aus Sekten befreien will, sollte die Gemeinschaft niemals direkt angreifen. Nur ein Anregen zum EIGENEN Denken durch ernsthafte FRAGEN kann Denkblockaden LANGSAM lösen.
Jeder kann es leicht an sich selbst testen: Wer angegriffen wird, schaltet automatisch in geprägte Verteidigungsmuster. Wem ein Fehler vorgehalten wird, versucht um so stärker, sein Handeln zu rechtfertigen. Bei den meisten wird das Eingestehen von Fehlern immer noch mit Schwäche gleichgesetzt. Kritik wird als Angriff empfunden. Reflexartig folgen Rechtfertigungen oder sogar Trotzreaktionen.
Wer dies überprüfen möchte, braucht nur die Einträge in diesem oder anderen Foren zu betrachten. Sehr häufig werden andere Sichtweisen nicht als Ergänzung gesehen, sondern umgehend als Angriffsversuch auf die eigene Sichtweise bekämpft.
In diesem Sinne sollte man darüber nachdenken, ob KRITIK an den Kirchen diese nicht unnötig aufwertet und stärkt. Lassen wir die Kirchen doch intern machen, was immer sie wollen (ausser es werden Straftaten begangen). Konzentrieren wir uns doch darauf, unsere Gesellschaft besser zu machen. Trennen wir WISSEN von GLAUBEN. Trennen wir STAAT und RELIGION. Konzentrieren wir uns darauf, das LEBEN besser zu machen und ignorieren wir, was sich durch Nichtbeachtung im Laufe der Zeit selbst erledigt.
Lassen wir Pfarrer und Priester doch predigen, es werden von selbst immer weniger, die sich die überholten Sprüche anhören wollen.
Es wird aber zugleich eine Herausforderung der Zukunft sein, den Menschen zeitgerechte Werte zu vermitteln und diese zum eigenständigen Denken anzuregen. Wirtschaftlicher Kälte muss zudem ein soziales Element gegenüber gestellt werden. Die Menschen brauchen Nähe und soziale Anerkennung.
Und es bedarf der Vorsicht, dass nicht Bauernfänger diejenigen "abgreifen", die den "klassischen Kirchen" den Rücken kehren. Im Zweifelsfall ist mir ein christlicher Purist immer noch lieber, als ein islamischer Terrorist.
Am besten wäre jedoch, wenn Religion, Glauben und Kirche nicht mehr zu MENSCHLICHEM MACHT-MISSBRAUCH genutzt werden könnten.
Eine Herausfordrung an unsere Kinder !!!