Mein Kommentar zu:
http://www.regensburg-digital.de/kritik-an-gesperrter-backerei-wer-so-schlecht-zahlt-muss-sich-nicht-wundern/17022012/***
Die industrielle Fertigung hat viele massive Vorteile
"Bäckerlohn: 1.300 statt 2.165 Euro"
Wahrscheinlich geht es den Bäckern, wie vielen anderen alten Berufen, Bäcker werden in der industriellen Fertigung kaum gebraucht. Im Gegenteil, die alten handwerklichen Berufe hindern auf dem Weg in die Massenfertigung. Und man braucht nicht zu glauben, das ewig Gestrige wäre besser als die industrielle Fertigung. Die industrielle Fertigung hat viele massive Vorteile. Wir können mit der industriellen Fertigung 80 Millionen Menschen in Deutschland versorgen, anders wäre das nicht möglich. Es ist kein Gott oder Bäcker, der das tägliche Brot gibt, sondern die moderne Technik.
Es macht keinen Sinn, wenn ein Bäcker jede Semmel, jedes Brot anfasst.
Joachim Datko - Handwerker
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Zu "Franz Schuhwerk sagte am 19. Februar 2012 um 10:18 ... das genau ist der Kern des ganzen Problems: wir wollen alles immer möglichst billig. "
"möglichst billig" ist die Lösung des Problems und nicht das Problem!
Das Problem ist die Versorgung der Menschen. Zur Lösung gehören eine faire soziale Marktwirtschaft, Wissenschaft, Technik und Demokratie.
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Zu "Franz Schuhwerk 19.02.12 20:52 und zu MHH 19.02.12 21:24"
Ich versuche mich nach den Gesetzen der Marktwirtschaft zu verhalten. Dort wo ich eine bestimmt Ware günstig bekomme, wie z.B. die Brezen um 25 Cent das Stück, kaufe ich.
Die Gegenseite, in unserem Fall die Backwarenanbieter, verhält sich in der Regel auch marktwirtschaftlich. Auch der "kleine Bäcker" optimiert in der Regel nach marktwirtschaftlichen Gesetzen. Wenn wir uns als Kunden nicht marktwirtschaftlich verhalten, steigt die Inflationsrate.
Der soziale Ausgleich wird in der Gesellschaft weitgehend durch die "Sozialgesetze" herbeigeführt. In Deutschland werden extrem hohe finanzielle Mittel für den sozialen Ausgleich zur Verfügung gestellt, so hat alleine der Bundessozialhaushalt ungefähr 150 Milliarden Euro pro Jahr.
Die hygienischen Zustände in den Lebensmittelbetrieben werden von Behörden überwacht. In der Lebensmittelherstellung ist es nicht einfach die ungebetenen Mitesser, wie Mäuse und Schimmel, fern zu halten.
Die Demokratie gibt jedem erwachsenen Bürger eine Stimme, es werden die Bedürfnisse der Bürger berücksichtigt. Demokratie und Marktwirtschaft sind Wettbewerbssysteme, sie lassen uns die Wahl.
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Zu MHH 20.02.12 – 10:24 Uhr
Es ist schwierig, alle Menschen zufrieden zu stellen.
Für Deutschland gilt, dass es eines der Länder ist, in das Menschen einwandern, um am Sozialsystem teilnehmen zu können.
Viele handwerkliche Berufe werden nicht mehr oder nur in einem geringen Umfang gebraucht, dazu gehören auch die Bäcker. Die richtige Reaktion kann nur sein, weniger Bäcker auszubilden.
Mit der fortschreitenden Technisierung werden immer weniger Menschen für unsere Versorgung benötigt. Maschinen erhöhen den Lebensstandard aller Menschen. Es macht keinen Sinn, dass ein Bäcker noch jede einzelne Semmel und jedes einzelne Brot berührt.
Zitat: “… eins zu verkaufen, seine Arbeitskraft. Wenn er die nicht verkaufen kann, kann er und evtl. seine Familie nicht leben.”
Der Lebensunterhalt wird im Sozialstaat bei Bedarf aus Steuermitteln bestritten. Der Umfang der Leistungen ist beträchtlich.
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Zu MHH 20.02.12 um 17:25 Uhr
Sie haben scheinbar eine ganz andere Lebenserfahrung, das respektiere ich. Für mich sind Maschinen allerdings faszinierende Hilfen zur Versorgung der Menschen, Rationalisierung ist mir willkommen. Bäcker mussten früher hart arbeiten, heute machen Maschinen die Arbeit, wer wollte heute noch Teig kneten?
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Zu 20.02.12 23:19 :"Da fällt mir spontan Meggle ein. Ratio Pharm der sich selber dann das Leben nahm und tausende Mitarbeiter mussten gehen, weil sich der sog. Eigentümer verspekuliert hatte"
- Da sieht man, dass spekulieren keine Einbahnstraße für das Verdienen von Geld ist. Das Geld geht durch Spekulation nicht verloren. Wenn es wo anders als Gewinn auftaucht, erhält der Staat Steuern und kann einen üppigen Sozialhaushalt aufstellen, 43% des Gesamthaushaltes.
- Man sollte auch nicht zu sehr am Arbeitsplatz hängen. Wer flexibel ist, kann auch Chancen nutzen.
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Zu 21.02.12 18:39 : " Steuertechnisch bleibt die ganze Spekulation nämlich (einer Verlust mit Steuerabzug, der andere Gewinn mit Versteuerung) neutral! "
Verluste bleiben leider Verluste. Wenn jemand mit anderen Geldanlagen Gewinn macht, dann reduzieren Verluste seine Gesamteinnahmen oder führen sogar, wenn die Verluste überwiegen, zu einer Abnahme seines Kapitals, oft sogar zur Verschuldung.
Es gibt keinen Aufzug, der einen finanziell automatisch nach oben bringt. Es gilt in der Regel, je höher der erwartete Gewinn, desto größer das Verlustrisiko. Und so mancher scheinbar gut situierte ist bei Banken in der Kreide, was ich niemanden wünsche.
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Zu 21.02.12 19:37 "... sehe sich nur einmal seine Seite “Monopole” an. Dass er – in dieser Diskussion – großenteils bei den wirtschaftsliberalen Kampf ..."
Monopole.de : Das "Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft" ist eine private Initiative und wendet sich gegen Monopole und Oligopole in der Volkswirtschaft. Ziel ist es die Marktwirtschaft zu stärken und die Bürger mit hochwertigen Informationen über Mängel im Wettbewerbssystem zu versorgen.
Siehe z.B.
http://www.monopole.de/Erdgas-Gas-BGB-315-BGH-Preis-Urteile.htmlWirtschaftssysteme, die nicht marktwirtschaftlich sind, bevormunden die Bürger.