Autor Thema: Alternativen zum Auto  (Gelesen 3478 mal)

Herbert Weiß

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Alternativen zum Auto
« am: 26.05.2015, 22:45 »
Hier mehr Wettbewerb hinein zu bringen, ist auf Grund der bestehenden Marktstrukturen (Oligopol) ziemlich schwierig.

Es gibt jedoch auch Alternativen zum Auto:

- ÖPNV. Dieser lässt sich zwar - rein betriebswirtschaftlich betrachtet - kaum kostendeckend betreiben. ABER: Jedes Auto weniger auf den Straßen schafft mehr Platz für die anderen, die oftmals nicht so einfach auf ihren fahrbaren Untersatz verzichten können. Hinzu kommt der beschäftigungsfördernde Effekt durch die Öffentlichen.

- Das Fahrrad. Zumindest bei kürzeren Entfernungen ist es bereits ein beliebtes Verkehrsmittel. Hier gibt es noch einiges zu verbessern.

- Zu Fuß gehen. Damit kommt man zwar nicht allzu weit, für den, dem es passt, ist es jedoch eine interessante Möglichkeit. Z.B. war mein Großvater, der direkt gegenüber dem RAW Potsdam wohnte, in wenigen Minuten an seinem Arbeitsplatz. Dazu gehören aber auch Schaffung und Erhalt günstiger Strukturen und ein nüchternes Gegenrechnen von Aufwand und Ergebnis - eben mal ganz einfach zu überlegen, ob ein etwas höhere Verdienst auch einen längeren Weg rechtfertigt.

Datko

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Re: Alternativen zum Auto
« Antwort #1 am: 28.05.2015, 07:30 »
Hier mehr Wettbewerb hinein zu bringen, ist auf Grund der bestehenden Marktstrukturen (Oligopol) ziemlich schwierig.

Es gibt durchaus einen starken Wettbewerb zwischen den Automobilkonzernen.

Es gibt jedoch auch Alternativen zum Auto:

Wobei das Auto gegenüber den von Ihnen aufgeführten weiteren Fortbewegungsmöglichkeiten in vielen Aspekten massive Vorteile hat.


- ÖPNV. Dieser lässt sich zwar - rein betriebswirtschaftlich betrachtet - kaum kostendeckend betreiben. ABER: Jedes Auto weniger auf den Straßen schafft mehr Platz für die anderen, die oftmals nicht so einfach auf ihren fahrbaren Untersatz verzichten können. Hinzu kommt der beschäftigungsfördernde Effekt durch die Öffentlichen.

Ich bin in der Regel mit dem ÖPNV unterwegs.

- Das Fahrrad. Zumindest bei kürzeren Entfernungen ist es bereits ein beliebtes Verkehrsmittel. Hier gibt es noch einiges zu verbessern.

Mit den Elektrorädern hat sich schon einiges verbessert. Es bleiben aber Nachteile wie z.b. die Schutzlosigkeit bei Niederschlägen.


- Zu Fuß gehen. Damit kommt man zwar nicht allzu weit, für den, dem es passt, ist es jedoch eine interessante Möglichkeit. Z.B. war mein Großvater, der direkt gegenüber dem RAW Potsdam wohnte, in wenigen Minuten an seinem Arbeitsplatz. Dazu gehören aber auch Schaffung und Erhalt günstiger Strukturen und ein nüchternes Gegenrechnen von Aufwand und Ergebnis - eben mal ganz einfach zu überlegen, ob ein etwas höhere Verdienst auch einen längeren Weg rechtfertigt.

Wer einen "Dauerarbeitsplatz" hat, kann große Vorteile durch einen Umzug in die Nähe des Arbeitsplatzes haben. Schon eine 20  Minuten "kürzere" Wegstrecke bringt einen immensen Vorteil.
Rechnung: 200 Arbeitstage, mit einer Einsparung von 40 Minuten beim Weg ergibt über 130 Stunden pro Jahr.
« Letzte Änderung: 28.05.2015, 08:01 von Datko »
Joachim Datko - Physiker, Philosoph
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emporda

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Re: Alternativen zum Auto
« Antwort #2 am: 16.07.2015, 18:27 »
Wobei das Auto gegenüber den von Ihnen aufgeführten weiteren Fortbewegungsmöglichkeiten in vielen Aspekten massive Vorteile hat.
Ein elementarer Vorteil für eine große Gruppe Menschen, die hier nicht vorkommen, die werden immer totgeschwiegen. Die Holländisch Botschaft in Madrid hat auf den Antrag für einen neuen Pass geantwortet: "Sie sind doch schwerbehindert, sie können nicht reisen und brauchen daher keinen Pass"

Die BRD hat etwa 19% Alte über 65 bei 9% über 80 Jahren. Viele sind wie meine Frau schwerbehindert, es geht nur im privaten Auto fahren oder mitfahren oder zu Hause bleiben. Wir haben zwar die blaue Karte und können hier überall kostenlos parken, sofern es freie Plätze gibt. Auch zahlen wir keine KfZ-Steuer und bekommen beim Neukauf die Luxussteuer auf Pkws erlassen (7%).

Allerdings sind für Asthmatiker/Allergiker die Mehrzahl der Bauten und Fahrzeuge wie Busse, Bahnen, Mietwagen nicht zu benutzen, die Reizstoffe von Dufträgerm, Infektionsmitteln, Staub und Rauchern lösen binnen Minuten einen Asthma Anfall aus. Man kann einen Menschen nicht andauernd in die Klinik bringen und mit Cortison abfüllen, das verschlimmer das Leiden. In manchen Orten wie z.B. Barcelona direkt am Meer ist die Luft so miserabel und versaut, dass man gar nicht erst hinfährt. Wenn im Pkw vorher jemand geraucht oder als stinkende Parfümbombe gesessen hat, dann ist es auf Wochen nicht mehr nutzbar.

Ich kenne keine Zahlen über den Anteil schwer Behinderten an den 15 Millionen Deutschen bei stark steigender Tendenz. Nimmt man die Beobachtungen aus den Altenheimen, die ich mit der Schwiegermutter (92) machen musste, dann sind gut 7 - 10 Millionen Menschen unfähig anders als im privaten Auto von A nach B zu kommen. Das sind annähernd Einwohnerzahlen mehrerer Länder wie Neuseeland, Griechenland, Belgien, Finnland, Schweden, Norwegen, Irland, Portugal, baltische Staaten usw.

Wer es nicht glaubt, der lasse sich einen riesigen Gehgips anpassen und mit Rollator oder Rollstuhl Bus oder Bahn besteigen und sich auf einen Platz für Schwerbehinderte setzen. Er wird so schnell nie wieder verreisen wollen

« Letzte Änderung: 01.09.2015, 04:14 von emporda »
Mit Religioten über den Sinn ihres Glaubens zu sprechen, ist wie von rosa Elefanten zu erfragen warum sie fliegen und auf Bäumen brüten