Schornsteinfeger - Ein Relikt aus dem Mittelalter

Diesmal ging ein 55-jähriger über Bord


Einmal zuviel gekehrt, und das im Winter




Man wird sie nicht los, die Kaminkehrer. Seit Jahrhunderten kehren sie Kamine. In Berlin ist man besonders eifrig. Bis zu sechs Kehrungen im Jahr soll der "Kunde" bezahlen. Und damit bis zu sechs Kehrungen im Jahr untergebracht werden können, schickt man die Kehrer sogar im Winter bei Eis auf das Dach. Rutscht dann einer aus und stürzt tödlich ab, kann es natürlich auch ein Herzinfarkt gewesen sein, wie sein "Chef" vermutet. Das macht sich der "Chef", bestimmt ein "Bezirkskaminkehrermeister", zu einfach. Für den Abgestürzten wäre es sicherlich besser gewesen wenn er dem Bezirkskaminkehrermeister nie begegnet wäre.

Auch bei uns in Bayern läßt man sich nicht davon abhalten im Winter wegen 10 Gramm Schmutz auf das Dach zu klettern. Versucht man als Bürger den Kehrern den Zutritt zu verweigern, erntet man von der Stadtverwaltung Strafmandate. Schliesslich wurde das Kehrmonopol 1935 eingeführt und das für 1000 Jahre, egal wie sich die Heiztechnik entwickelt.

Quiz:

  • Hätten Sie den Kehrer bei Glatteis auf das Dach geschickt, wenn Sie der Chef gewesen wären? (ja/nein)
  • Sind sechs Kehrungen im Jahr zuviel? (ja/nein)
  • Wird es in 500 Jahren immer noch Kaminkehrer geben? (ja/nein)
  • Hätten Sie den Chef zur Verantwortung gezogen? (ja/nein)
  • Glauben Sie, daß der Kehrer wegen eines Herzinfarkts abgestürzt ist? (ja/nein)

    Auch wenn Sie alles richtig beantwortet haben gewinnen Sie hier nichts. Einer hat leider auf jeden Fall verloren, der Abgestürzte.


    • Kaminkehrer sind ein Relikt aus dem Mittelalter.   (c) Joachim Datko



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Joachim Datko
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