Technisch unterscheidet sich Strom von z.B. Benzin leider darin, dass ein "Nachfüllen" in einen "Tank" innerhalb kurzer Zeit eben nicht so einfach möglich ist. Selbst Batteriesysteme, die "schnellladefähig" sind, benötigen eine vergleichsweise lange Ladezeit. Und dies meist auch noch mit einem negativen Nebeneffekt: Je schneller geladen werden kann, umso kürzer wird die Lebenszeit der Batterie.
Ein interessanter Ansatz, dieses Problem zu umgehen, besteht darin, die Batterie als austauschbaren Energieblock zu gestalten. An der "Tankstelle" wird dann nicht mehr die eigene Batterie geladen, statt dessen wird der entleerte Energieblock gegen einen geladenen ausgetauscht. Wenn diese Energieblöcke technisch genormt und somit austauschbar sind, wäre dieses Verfahren durchaus alltagstauglich.
Aber hier käme wohl "der Staat" ins Spiel. Die technische Ausgestaltung der Austausch-Energieblöcke dürfte eben nicht, wie sonst üblich, patentrechtlich für einen bestimmten Anbieter geschützt sein. Der Standard muss vielmehr "Public Domain" sein, d.h. von JEDEM Anbieter FREI genutzt werden dürfen. Das übergeordnete GEMEINWOHL bricht die Schutzrechte des Einzelnen.
Ein derartiger OFFENER STANDARD, der möglichst auch so gestaltet werden sollte, dass künftige technische Entwicklungen möglich und integrierbar bleiben, würde automatisch auch ohne Zusatzgesetze einen gewissen Druck auf alle Hersteller von Elektrofahrzeugen erzeugen. Wer den Standard für Energieblöcke einhält, hat einen Marktvorteil, da seine Fahrzeuge im Gesamtsystem funktionieren. Theoretisch ist zwar jeder Hersteller frei, auch eigene, abweichende Lösungen anzubieten, aber derartige Ansätze würden wohl nur dann nachgefragt, wenn sie einen ERHEBLICHEN Zusatznutzen bieten würden. Und genau das würde den technischen Fortschritt beflügeln. Keine Marktabschottung zur eigenen Gewinnsicherung. Nur wirklich BESSERE LÖSUNGEN haben eine Chance, im Markt Fuss zu fassen und vielleicht in der Zukunft NEUER STANDARD zu werden.