Gegenargumente :
Stadthalle Regensburg ( Kultur- und Kongresszentrum RKK )



von Joachim Datko, Regensburg






Stadthalle-Abstimmungen-1999-2004.jpg




Argumente gegen eine Stadthalle (Kultur- und Kongresszentrum, RKK):

- Hohe Verschuldung der Stadt (MZ 11.11.2003 "Bürgermeister ... sowie Kämmerer machten ... auf die prekäre Finanzsituation der Stadt aufmerksam")

- Kongress-Tourismus ist rückläufig. Die Kosten für Kongresse werden auf die Bürger abgewälzt. So werden z.B. Physiker-Kongresse von vielen Physikern besucht, die über Steuermittel bezahlt werden. Die Kosten landen beim Steuerzahler. Medizin-Kongresse: Hier ist zu befürchten, daß die Kosten das Gesundheitssystem belasten.

- Kultur-Tourismus bedeutet häufig, daß aus öffentlichen Mitteln subventioniert wird. Das städtische Theater Regensburg ist ein trauriges Beispiel dafür (über 13 Millionen Euro jährlich, 77 Euro pro Besuch).

- Abwanderung von Veranstaltungen: Bisher genutzte Räumlichkeiten würden an eine neue Stadthalle Veranstaltungen verlieren. Dadurch würde sich ihr Defizit erhöhen

- Verkehrsprobleme: Veranstaltungszentren erfordern eine großzügige Verkehrserschließung. Diese Verkehrsinfrastruktur wird nur für wenige Stunden im Jahr benötigt. Die Nutzung liegt bei unter 2%.

- Es sind bereits große Veranstaltungsstätten in Regensburg vorhanden:
  • Universität: Audimax 1.500 Plätze für Vorträge und Konzerte; weitere Hörsäle mit jeweils mehreren hundert Sitzplätzen; Mensen für Faschingsveranstaltungen und Party-Events für mehrere hundert Besucher

  • Donauarene: Multifunktionshalle mit 6000 Plätzen: Sport, Konzerte, Ausstellungen

  • Fürstliches Schloß 3000 Plätze: Für Freiluftveranstaltungen wie z.B. Konzerte und Ausstellungen

  • Kolpinghaus mit großen Veranstaltungsräumen für mehrere hundert Personen: Tagungen, Tanzveranstaltungen

  • Viele historische Räume in der Altstadt

  • ...
Satire

1) Grafischer Stadthallen-Horror in 6 "Entwürfen"
2) PISA-Test, jetzt auch für Regensburg (12.12.2004)



Subventions-Horror Stadttheater und Stadthalle

Die MZ berichtete am 26.07.2006, dass die jährlichen Subventionen für das Stadttheater über 13 Millionen Euro betragen. Jeder Besucher erhält seine Eintrittskarte mit 77 Euro subventioniert, für manchen von uns viel Geld.

Nun schickt man sich an, ein weiteres Kuckucksei zu legen. Ein Großteil unserer Lokalpolitiker ist für den Bau einer Stadthalle bzw. eines Kultur- und Kongresszentrums (RKK). Trotz der bereits hohen städtischen Schulden will man den Kuckuck im Nest haben. Er wird dann, wie das Stadttheater, seinen Schnabel weit öffnen und die Millionen verschlingen.

Den Kuckuck müssen wir alle füttern. Einen Eindruck von der Interessenlage der Stadtspitze gab die MZ am 13.07.2006: "da werden Grundstücke am Donaumarkt gekauft und verkauft, große Gewinne eingefahren und mit letzter Trickserei hat die Stadt mit Herrn OB Schaidinger an der Spitze selbst noch die Grundstücke gekauft".
================================
(c) Joachim Datko, Redaktion

93055 Regensburg
Cecilie-Vogt-Weg 9
Tel. 0941 77 501
e-mail : webmaster@monopole.de
Home : www.monopole.de

Joachim-Datko.gif