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Schornsteinfeger, Kaminkehrer bei moderner Heiztechnik überflüssig

Der Sinn und Zweck des Schornsteinfeger/Kaminkehrer Zwangssystems ist bei neuzeitlicher Heiztechnik längst überholt. Die "Schornsteinfeger-Überprüfungsarbeiten" sind bei modernen Heizungen weitgehend überflüssig. Das System kommt heute einem staatlichen Arbeits- beschaffungsprogramm nahe.









Technisch sinnlose Schornsteinfeger-Überprüfungsarbeiten

Eine der finanziell einträglichsten Behauptungen der Schornsteinfeger/Kaminkehrer ist wohl, dass deren „Überprüfungs“-Tätigkeiten der Energieeinsparung, dem Klimaschutz und der Sicherheit dienen sollen, was neuzeitliche Heizungen betrifft, die gar keinen oder kaum noch Ruß erzeugen. Dabei hatte die moderne Heiztechnik erhebliche Fortschritte in der Heizungs-, Regelungs- und Überwachungstechnik gemacht (bis hin zur selbstregulierenden Verbrennung und automatischen Sicherheits- und Abgasüberwachung), die - ohne Schornsteinfeger - eine möglichst energieeffiziente, saubere und sichere Verbrennung gewährleistet.

Funktioniert dies nicht, droht die automatische Selbstabschaltung (was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann). Es ist auch nicht absehbar, dass diese Heizungen z.B. in anderen europ. Ländern, die eine wesentlich geringere Schornsteinfeger-Dichte haben, dort sauberer und sicherer laufen als bei uns in Deutschland .

Wo keine Feuergefahr besteht, wie z.B. bei neuzeitlichen Öl- oder Gas-Heizungen, braucht ein Schornsteinfeger auch nicht für Feuersicherheit zu sorgen

Weitere Einzelheiten dazu z.B. unter
typo.schornsteinfegermonopol.de/index.php?id=14 , FAQ ab Nr. 10; ausführlicher auf:
www.schornsteinfegerfrei.de/herfurth.doc : Technisch sinnlose Schornsteinfeger-Überprüfungsarbeiten.


Schornsteinfeger: Staatlich diktiertes Biotop – weltweit nur in Deutschland

Das Relikt aus der Zeit, in der Städte noch durch Feuerbrünste gefährdet waren, sollte grundlegend und drastisch auf die tatsächlichen Gegebenheiten der Neuzeit reduziert werden. Für die "Überprüfungs"arbeiten der Schornsteinfeger sind technische Lösungen installiert, die preisgünstiger als die Schornsteinfegerkosten sind und die vor allem auch während der gesamten Laufzeit wirken und nicht nur während der minutenweisen Anwesenheit vom Schornsteinfeger/Kaminkehrer. Die Betriebs- und Brandsicherheit wird durch die neuzeitliche Heiztechnik und Sicherheitstechnik und deren kompetenter Wartung gewährleistet - und nicht durch Schornsteinfeger. Bei festen Brennstoffen sollten die Intervalle für Schornsteinfeger/Kaminkehrer-Kehrungen endlich einer fachkundigen, neuzeitlichen und vor allem neutralen Überprüfung unterzogen werden. Es macht keinen Sinn, die Schornsteinfeger bei uns weiterhin quasi unter staatlichen Denkmalschutz zu stellen.

Dass es auch anders geht, zeigt nahezu der ganze Rest der Welt; so gibt es z.B. in Frankreich, Großbritannien, Holland etc. pro 1 Mio. Einwohner etwa 3 (drei) Schornsteinfeger, in Deutschland jedoch 97 (siebenundneunzig). Andere hatten wenigstens mal damit begonnen, das unsinnig aufgeblähte Schornsteinfeger-System zu reduzieren, wie z.B.

www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Kleine-Heizanlagen-Landesregierung-schafft-periodische-Kaminkehrer-Kontrollen-ab bzw. auch Abschaffung der Überprüfungsarbeiten unter 35 kW, siehe:
www.provinz.bz.it/lpa/service/news.asp?archiv_action=4&archiv_article_ID=355515

Die durch Schornsteinfeger behauptete Brand- und Betriebssicherheit beruht also nicht auf Schornsteinfeger-Messungen, Sicht-Prüfungen und ähnliches (zumal der Heizungs-Fachmann diese bereits durchgeführt hat), sondern auf den technischen Sicherheitsstandard moderner Feuerungsanlagen, die zudem bei Normabweichungen automatisch abschalten. Schornsteinfeger sind für die Prüfung dieser sicherheitstechnischen Einrichtungen normalerweise nicht ausgebildet, ausgerüstet und auch nicht zuständig. Die Behauptungen der Schornsteinfeger, dass diese für Brandschutz, Betriebssicherheit und Umweltschutz sorgen würden, sind hier nicht nachweisbar. Die Eigensicherheit von Oel- und Gas-Heizungen machte die Schornsteinfeger überflüssig. Trotzdem findet die staatlich diktierte Abkassiererei zugunsten der Schornsteinfeger bei diesen Heizung en weiterhin ungeniert statt.


Schornsteinfeger-Kosten nutzlos

Nahezu jeder Betreiber (der für seine Anlage selbst verantwortlich ist) wird an einer regelmäßigen Wartung interessiert sein, wenn er eines Tages nicht in der kalten Stube sitzen will. Dazu braucht er einen Heizungs-Fachmann, - und keinen Schornsteinfeger, der als Schein-Dienstleistung die technisch sinnlose Sichtprüfung und Abgasmessung normalerweise ohne einen direkten Zusammenhang mit einer Wartung isoliert durchführt. Die Schornsteinfeger-Kosten sind also für die Katz’, und deren bisher berechnete Stundensätze von meist weit über 200 EUR (zumindest bis Ende 2012) folgt keinerlei nützliche Gegenleistung, auch wenn man ab 2013 die (teilweise) freie Wahl der Schornsteinfeger hat und man den Schornsteinfeger für bestimmte nutzlose, aber immer noch vorgeschriebene Arbeiten frei wählen kann. Von daher wundert es nicht, dass Schornsteinfeger als ein Symbol für nutzlose Beschäftigung auf Kosten von Mieter und Eigentümer bezeichnet wurden, siehe z.B.: www.sueddeutsche-wohnwirtschaft.de

Was das Geschäft mit der Kohlenmonoxid-Angst betrifft, bringt der Schornsteinfeger bestenfalls nur für die paar Minuten seiner Anwesenheit eine gewisse Sicherheit. Im Gegensatz dazu kann ein im Vergleich zu den Kaminkehrer-Gebühren preisgünstiges CO- Warngerät Sicherheit für die gesamte Laufzeit bieten.


Aktive Schornsteinfeger/Kaminkehrer-Lobby

Das Schornsteinfeger-Monopol wurde ab 2013 gelockert – und trotzdem wird man sie noch nicht los, da die technisch längst überholten „Überprüfungs“-Vorschriften auch bei neuzeitlicher Heiztechnik bestehen bleiben.

Offenbar hat die Schornsteinfeger-Lobby an diesen Vorschriften entscheidend mitgewirkt. Politiker benennen öffentlich die Fakten: „Mit der forcierten Modernisierung der Feuerungsanlagen mindert sich laufend auch das Volumen ihrer Arbeit . ..... Dazu gehört es, dafür Sorge zu tragen, dass die neue Gebührenordnung nicht zu massiven Einkommensverlusten führt“ (Minister Ulrich Junghanns, CDU Brandenburg, Bundesrat.de .... Plenarprotokoll 858, S.234 vom 15.5.2009).

Mit der forcierten Modernisierung der Feuerungsanlagen wurde also nicht etwa auch das realitätsferne Volumen der Überprüfungsvorschriften grundlegend modernisiert, sondern man hat das unsinnig aufgeblähte Schornsteinfeger-System zugunsten deren üppigen Einkommen und auf Kosten von Mieter und Eigentümer weiterhin erhalten.

Für die Zeit ab 2013 hat man sogar noch eine aufwendige Doppelstruktur von („bevollmächtigten“) Bezirks-Monopol- und „freie“ Schornsteinfeger geschaffen, um einerseits den EU-Forderungen nach mehr Wettbewerb gerecht zu werden und gleichzeitig aber eben auch diese irrational aufgeblähte, um die Schornsteinfeger-Monopole erweiterte Staatsbürokratie weiterhin zu erhalten. Wegen der Doppelfunktion der „bevollmächtigten“ Bezirks-Schornsteinfeger als Behörde (z.B. Erstellung von Feuerstättenbescheid) einerseits und als Handwerker/Unternehmer andererseits ist diese Regelung rechtlich fraglich (Befangenheit; z.B. § 33 Abs.4 GG).


Verfassungswidrige Vorschriften

Rechtlich zutiefst zweifelhaft ist auch die üble Missachtung von § 13 GG (Unverletzlichkeit der Wohnung) durch Bezirks-Schornsteinfeger, die auf faschistische Ausnahmevorschriften beruhen (aus dieser Zeit stammen ursprünglich diese Vorschriften). Da wird wegen technischer Null-Nummern bei neuzeitlicher Heiztechnik das Grundrecht nach § 13 GG rigoros ausgehebelt und notfalls der Einlass für den Bezirks-Schornsteinfeger in die privaten Wohnungen mit polizeilicher Gewalt erzwungen. Die Mißachtung des Grundrechts der Unverletzlichkeit der Wohnung dient hier faktisch wirtschaftlichen Zwecken und nicht etwa den Zwecken der Sicherheit.

Diese Schizophrenie des Schornsteinfeger-Rechts ist wohl weltweit einmalig und kann wahrscheinlich nur mit noch nicht überwundenen Folgen der Nazi-Zeit erklärt werden, in der die Bürger möglichst weitgehend überwacht werden sollten. So liest man z.B. in der Bundestags-Drucksache 14/8155 der 14. Wahlperiode wie selbstverständlich, dass u.a. auch Schornsteinfeger bei der Wohnraumüberwachung und verdeckten Installation von Abhöranlagen mitwirken sollten ( http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/081/1408155.pdf ;S.13).


Schornsteinfeger-Interessen in den Gesetzesunterlagen festgeschrieben

In diesen neuen Regelungen ab 2013 ist in der Einführung auf S. 5 (Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfeger-Wesens, Schornsteinfegergesetz, Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (www)bmwi.de, Dokumentation Nr. 582) zu entnehmen, dass das „neue Recht einen Kompromiss darstellt zwischen den Forderungen der Europäischen Kommission auf der einen und den Interessen des Schornsteinfeger-Handwerks auf der anderen Seite“ (kursiv von mir). Das Interesse der Mieter und Eigentümer auf eine sachgerechte und realistische Berücksichtigung des technischen Standes der Feuerstätten mit flüssigen und gasförmigen Brennstoffen wurde also ignoriert und es werden bei neuzeitlicher Heiztechnik weiterhin technisch sinnlose „Überprüfungs“vorschriften zugunsten der Kaminkehrer aufrecht erhalten. Für die Wohnungsnutzer bringen diese Regelungen also kein Glück, wohl aber für die Schornsteinfeger ....

.... und wer trotzdem an das Märchen glaubt, dass Schornsteinfeger Glücksbringer sind, der muß eben die Kosten dafür extra bezahlen, denn ohne Vergütung lässt sich der Schornsteinfeger auch als „Glücksbringer“ sicherlich nicht blicken, wenn er (zum Glück für Mieter und Eigentümer) dann eines Tages auch bei uns selten geworden ist .....




Abschließende Bemerkungen:

Die von der EU erzwungene Änderung des Schornsteinfeger-Rechts ab 2013 ist mal wieder eine "Reform", die gar keine solche ist. Sie wäre eine Chance gewesen, eine Anpassung an die technische Realität und damit auch an die der allermeisten europäischen Länder zu leisten. So aber haben diese Regelungen (auch dank der Schornsteinfeger-Lobby im Bundeswirtschaftsministerium) einen weiteren Grundstein zum Unfrieden gelegt.

Letzte Aktualisierung 05.05.2014

Von Joachim Datko und GR


Joachim Datko - Jngenieur, Physiker
Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol - Sektion Bayern
Forum : www.kontra-Schornsteinfeger.de
e-mail  : webmaster@monopole.de
Impressum
Wir sind gerne bereit, gegenüber Medien zum Schornsteinfeger-Problem Stellung zu nehmen.

Categories: Schornsteinfeger und Kaminkehrer als Glücksbringer?; Heiztechnik und Gas-Heizung.